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BMW 3.0 CSL Hommage: Traumwagen

BMW zeigt beim elitären Concorso d\'Eleganza am Comer See die spektakuläre Neuauflage seines 3.0 CSL aus den bunten 70er Jahren. Es wird bei einem Einzelstück bleiben.

Traditionell stellt BMW beim Concorso d\'Eleganza, der exklusivsten Oldtimerveranstaltung in Europa, aufmerksamkeitsträchtig eine visionäre Studie ans Ufer des Comer Sees. Die ist diesmal mit der 3.0 CSL Hommage, einer grell-gelben Reminiszenz an das legendäre Sportcoupé der 70er Jahre, sehenswerter denn je. Eine Serienumsetzung ist trotz des scharfen Designs jedoch ausgeschlossen; dabei würde gerade BMW ein ungewöhnlicher Sportler nach Vorbild des historischen 3.0 CSL gut tun. "Mit unseren Hommage Cars zeigen wir, wie stolz wir auf unsere Herkunft sind, und gleichzeitig wie bedeutend die Vergangenheit für unsere Zukunft sein kann. Mit dem BMW 3.0 CSL Hommage verneigen wir uns vor der Ingenieursleistung, die beim BMW 3.0 CSL hinsichtlich Leichtbau und Fahrleistungen vollbracht wurde", so BMW-Designchef Adrian van Hooydonk.

BMW 3.0 CSL Hommage: Traumwagen
BMW 3.0 CSL Hommage Comer See 2015

BMW 3.0 CSL Hommage Comer See 2015

Der 3.0 CSL (Coupé Sport Leichtbau) hatte Anfang der 70er Jahre von sich reden gemacht, weil er als polarisierende Sportversion des großen BMW CS Luxuscoupés um 200 Kilogramm abgespeckt hatte und sich auf der Rennstrecke so deutlich dynamischer präsentierte. Der historische 3.0 CSL hatte unter anderem durch Motorhaube, Heckdeckel und Kotflügel aus Aluminium sowie dünne Plexiglasscheiben an Gewicht verloren. So hatte sich das Sportcoupé, gemeinsam von BMW und Alpina entwickelt, auf Rennstrecken und Autobahnen mit Vorliebe hoch motorisierte Sportwagen von Porsche, Ferrari oder Lamborghini gekrallt.

BMW hatte bereits kurz nach Serienstart des E9 zusammen mit Karosseriebauer Karmann drei Prototypen mit Edelstahlkarosserie entwickelt, die als Technologieträger wertvolle Informationen in Sachen Leichtbau lieferten. Die Prototypen waren unter anderem mit Karosserie, Bodengruppe, Radhäuser, Federstützen, Stoßdämpfer und einer Auspuffanlage aus Edelstahl ausgestattet. Zusammen mit den rostfreien Zierteilen, Leisten, Blenden, Stoßstangen und Halterungen wog das Edelstahlgerüst 440 kg. Die Kunden konnten die erste offizielle Leichtbauversion jedoch erst ein paar Jahre später testen. Im Verkaufsprospekt empfahl sich der 3.0 CSL unter dem vielsagenden Motto "Überlegenheit durch Siege" als "Spezialversion, in der alle konstruktiven Möglichkeiten aus Leistung und Fahreigenschaften ausgerichtet sind." Bereits von außen war der CSL durch auffällige Farben, Rallyestreifen, ausgestellte Kotflügel, Schriftzüge und Breitreifen von seinen zahmeren Brüdern 2.8 CS, 3.0 CS oder 3.0 CSi zu unterscheiden. Die Gewichtsersparnis stand über allem. Türen, Motor- und Kofferraumhaube waren bei ihm aus Aluminium. Vorne wurde komplett auf eine Stoßstange verzichtet. Hinten gab es einen nur 2,5 Kilogramm leichten Kunststofframmschutz in schwarz. Zusammen mit fest stehenden Seitenscheiben hinten, dünnen Fenstern rundum und einer spartanischen Serienausstattung mit eng geschnittenen Sportsitzen brachte der 3.0 CSL gerade einmal 1.165 Kilogramm auf die Waage. Das entspricht einem Leistungsgewicht von gerade einmal 5,8 Kilogramm je PS. Über Nacht hatte der leichte Hecktriebler trotz üppiger Dimensionen 200 Kilogramm abgespeckt.

Für den Spurt 0 auf 100 km/h in unter sieben Sekunden oder die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h war das weit weniger eindrucksvoll, als für das Handling, das selbst nach heutigen Maßstäben vorbildlich ist. Der Sportwagen zielte auf einen Einsatz in der Gruppe 2, doch dafür mussten mindestens 1.000 Fahrzeuge produziert werden. Dem stand zunächst mit der Preis von deutlich über 30.000 Mark (Normalversion 23.000 Mark) entgegen. So wurden zunächst gerade einmal 165 Fahrzeuge mit dem 180 PS Vergasermotor hergestellt. Mit der Gründung der BMW Motorsport GmbH im Mai 1972 änderte sich das nachhaltig. Das junge Team rund um Jochen Neerpasch stellte den CSL zunächst in den Fokus jeglicher Bemühungen. Um das Sportcoupé für engagierte Kunden reizvoller zu machen, installierten die Ingenieure den neuen Einspritzmotor mit 147 kW / 200 PS, der zudem noch leicht auf 3003 Kubikzentimeter Hubraum vergrößert worden war.

"Da 1973 für uns als Entwicklungsjahr gilt", so Jochen Neerpasch damals, "können wir nicht damit rechnen, diese Europameisterschaft auch zu gewinnen." Knapp 1,1 Tonnen brachte der Wettbewerbswagen auf die Waage. Unter der Haube arbeitete ein modifizierter Reihensechszylinder mit 3\'.340 Kubikzentimeter, zwölf Ventilen, Einspritzung und einer Verdichtung von 11:1. Die Leistung lag bei 360 PS. Doch nicht nur der Renn-CSL sorgte für Gesprächsstoff an den europäischen Rennstrecken. Zum ersten Mal trat ein Rennteam vom Autotransporter bis zum Zündschlüsselanhänger im einheitlichen Design an. Es waren jene drei Farbstreifen blau-violett-rot auf schneeweißem Grund, die bis zum heutigen Tag das Erscheinungsbild des Motorsports im Hause BMW prägen. Der große Preis der Tourenwagen auf dem Nürburgring ging an Hans-Joachim Stuck und Chris Amon. Der Gesamtsieger der Tourenwagen-Klasse des 24 Stunden-Rennens von Le Mans hieß ebenfalls BMW - auf einem CSL. Niki Lauda gewann den Meisterschaftslauf in Monza und gemeinsam mit Hans-Peter Joisten das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. Die stärksten Modelle des 3.0 CSL leisteten Dank Turboaufladung bis zu 800 PS und waren durch imposante Spoiler-Aufbauten nahezu unkenntlich. Die meisten Straßenfahrzeuge wurden nach Kundenwunsch teilweise wieder zahmer gemacht. Auf normale Verglasung, elektrische Fensterheber, Chromstoßstangen und das komfortablere Serienfahrwerk des CSi wollten die meisten nicht verzichten. Das letzte Modell des CSL leistete 206 PS.

Die Neuauflage des BMW 3.0 CSL Hommage besteht zu großen Teilen aus ebenso leichtem wie hochfestem Karbon. Das Design orientiert sich - modern interpretiert - ganz an seinem betagten Vorbild. Besonders sehenswert sind nicht nur Proportionen und die kraftvolle Front, sondern das gewaltige Heck mit Kofferraum- und Dachkantenspoiler. Zudem gibt es Hofmeisterknick und BMW-Signet auf der C-Säule. Für Hightech sorgen bei der Konzeptstudie unter anderem Karbonmodule, mächtige 21-Zöller sowie Cockpit im Stil eines Computerspiels, Laserlicht und LED-Module. Träumen muss erlaubt sein - gerade am Comer See.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.