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BMW i3 & Co. Deutsche Elektroautos im Überblick


Noch sind sie Exoten auf deutschen Straßen, doch das soll sich bald ändern. Deutsche Hersteller investieren massiv in Modelle mit Elektromotoren - bis 2014 sollen 16 neue Autos auf den Markt kommen.

Elektroautos sind im Angebot deutscher Autobauer noch immer Exoten. Doch die Hersteller rüsten auf: Allein bis Ende 2014 sollen 16 neue Modelle bei den Händlern stehen. BMW hat am Montag den i3 vorgestellt, später soll der Sportwagen i8 auf einen Markt drängen, von dem noch nicht klar ist, wie groß und erfolgreich er überhaupt werden wird. Noch sind die Stromer recht teuer. Der i3 der Münchner kostet in der Einstiegsvariante knapp 35 000 Euro.

Der i3 ist zwar ein komplett neues Auto, der erste Wagen mit Elektromotor aus dem Hause BMW ist er aber nicht. Bereits 1969 schufen die Münchner ein stromgetriebenes Fahrzeug, den 1602. Zum Einsatz kam der Stromer während der Olympischen Spiele 1972 in der BMW-Heimatstadt München. 1991 zeigte der Konzern mit dem Versuchswagen E1 ein Fahrzeug mit Elektromotor. Zu kaufen gab es die Autos allerdings nicht, ebenso wenig wie den Mini E, mit dem BMW seit 2009 in den vergangenen Jahren etliche Versuche unternommen hat, um die Alltagstauglichkeit der Technik zu überprüfen. Gleiches gilt für den BMW ActiveE auf Basis der 1er Reihe, den BMW bei Kunden testet.

BMW erwartet in den kommenden Jahren einen rasanten Zuwachs bei Elektroautos auf den Straßen. "Dies ist kein Kurzeit-Plan", sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson am Montag bei der Vorstellung des ersten Wagens der Elektromarke BMWi in London. Schon jetzt könnten Kunden durch Steuervorteile vor allem in den USA und europäischen Ländern sowie durch geringere Wartungskosten so viel Geld einsparen, dass das Interesse immer stärker werde. "Wir steigen in diesen Markt ein, um ein bedeutender Akteur zu werden", kündigte Robertson an. Der i3 soll im November bei den Händlern stehen. Zunächst werde es nun vor allem darum gehen, Kunden für Testfahrten anzulocken, hieß es.

Volkswagens E-Up kommt noch dieses Jahr

Europas größter Autobauer Volkswagen bringt in diesem Jahr den Kleinwagen Up in einer Variante mit E-Motor. Der E-Up wird fast 27 000 Euro kosten. Zum Vergleich: Das Basismodell des Kleinwagens kostet 9975 Euro - aber mit deutlich weniger Ausstattung als sie sein Elektro-Bruder bekommen wird. Zur Automobilausstellung IAA im September wird VW zudem einen E-Golf vorstellen. Details dazu sind noch nicht bekannt. Daneben entwickelt VW E-Fahrzeuge speziell für China.

Daimler hat über die Kleinwagenmarke Smart bereits seit gut einem Jahr ein E-Auto am Start. Der Zweisitzer der Schwaben hat einen Einstiegspreis von gut 19 600 Euro. Daneben hat Daimler bislang nach Firmenangaben neun Modelle mit Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb vom Smart über Transporter bis hin zu leichten Lkw und Bussen am Laufen. Ab 2017 will Daimler in Kooperation mit Ford und Nissan das erste Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle in Serie fertigen.

Auch der Sportwagenbauer Porsche ist bei der E-Mobilität aktiv und will etwa mit einer Hybrid-Variante seines Modells Panamera punkten. Audi setzt ebenfalls auf Plug-in-Hybride zum Aufladen an der Steckdose. Bereits auf dem Markt ist der Opel Ampera. Er ist baugleich mit dem Chevrolet Volt aus dem Mutterkonzern General Motors. Der elektrisch angetriebene Plug-in-Hybrid Ampera kostet in der günstigsten Version 45 900 Euro.

amt/DPA DPA

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