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Tankstelle: Diese Zeichen sollen das Tanken erleichtern - doch das "B" steht nicht für Benzin

Schluss mit dem Sprach-Wirwarr. EU-weit einheitliche Zeichen sind verständlicher als "Gasóleo" oder "Nafta". Dummerweise steht "B" aber nicht für Benzin – sondern für etwas ganz anderes.

Die Symbole an Säule und Tankdeckel müssen übereinstimmen

Die Symbole an Säule und Tankdeckel müssen übereinstimmen

Getty Images

Seit dem 12. Oktober gibt es neue Zeichen an der Zapfsäule. Einheitlich sollen sie das Tanken in Europa erleichtern. Auch ohne Sprachkenntnisse kann man anhand des Symbols den richtigen Treibstoff ermitteln und ihn auch tanken.

Lapsus beim B

Dummerweise hat die EU dabei nicht wirklich an den deutschen Sprachraum gedacht, auch wenn Deutsch die am häufigsten gesprochene Sprache in der EU ist.  Das Kürzel "B" steht nicht für Benzin, wie man im deutschsprachigen Gebiet vermuten sollte, sondern für Dieselkraftstoffe. Für Benzin gilt der Buchstabe "E". So besagt es DIN EN 16942 "Kraftstoffe - Identifizierung der Fahrzeug-Kompatibilität - Graphische Darstellung zur Verbraucherinformation".

Die Zeichen sind einheitlich innerhalb der EU.

Die Zeichen sind einheitlich innerhalb der EU.

Derzeit ist es allerdings noch unübersichtlicher. Dieselkraftstoff wird als Gasóleo, Nafta, Mazot und Gazole angeboten. Die Norm unterscheidet zwischen Benzin, Diesel und gasförmigen Kraftstoffen. Jeder der drei Kraftstoffarten ist eine Form zugeordnet. Benzin wird durch einen Kreis angezeigt, Diesel durch ein Quadrat und gasförmige Kraftstoffe durch eine 90-Grad-Raute.

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Ziffern und Buchstaben in den Symbolen zeigen die jeweilige Sorte an. Die Ziffer hinter dem E – für Benzin – zeigt den Anteil an Bioethanol. E5 steht für Standard-Super. CNG bedeutet Erdgas.

Falsch getankt

Tatsächlich passiert es häufiger, als man annehmen sollte, dass der falsche Treibstoff getankt wird. Aufgrund der unterschiedlichen Zapfrüssel ist es nicht möglich, aus Versehen Gas in den Benzintank zu pumpen. Doch Diesel und Benzin werden häufiger verwechselt. Dann bleibt der Wagen liegen. Der Tank muss aufwendig leergepumpt werden und der falsche Sprit muss aus Leitungen und Filtern entfernt werden. Sollte ein Benziner mit Diesel befüllt sein, reicht es meist aus, den Diesel zum großen Teil abzupumpen und den Wagen wieder mit Benzin vollzutanken. In der Regel nimmt der Motor keinen Schaden.

Allerdings wird nur selten Diesel in den Benzintank geschüttet, weil die Diesel-Zapfhähne etwas breiter sind und nur mit Mühe in die Benzin-Öffnung passen. Häufiger wird Benzin in einen Diesel geschüttet. Der Wagen kann dann einen Motorschaden erleiden.

Solche Irrtümer geschehen auch, weil die Mineralölfirmen irreführende Markennamen etabliert haben: Wenn der Dieseltreibstoff mit Beinamen wie "Super" oder "Ultra" geschmückt wird, sind Irrtümer programmiert.

Die neuen Symbole sollen nicht nur an den Säulen kleben, sondern auch an der Innenseite des Tankdeckels. Man muss dann nur darauf achten, dass Fahrzeug und Säule das gleiche Zeichen tragen. Hier plant die EU allerdings weit voraus. Bereits zugelassene Autos werden nicht mit den aktuellen Zeichen versehen, sie gibt es nur bei Neuwagen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.