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Sicherheit Fahrradhelme bei Warentest – billig schützt am besten

Eine Frau und ein Mann fahren Fahrrad und tragen Helme
Ein Helm sollte immer dabei sein
© Rawpixel / Getty Images
Ein Helm schützt – ohne Helm können auch Unfälle bei geringen Geschwindigkeiten schwere Folgen haben. Im Test konnten auch günstige Modelle überzeugen.

14 Fahrradhelme waren im Test – acht davon schnitten gut ab. Den besten Schutz bietet der Fischer Urban Plus für nur 45 Euro. Das ist damit der zweitgünstigste Helm im Test, bei anderen Disziplinen wie Handhabung schnitt er nur befriedigend ab. So verfehlte er den Testsieg.

Ein Fahrradhelm ist keine Versicherung gegen Unfallschäden, schließlich schützt der Helm nur einen Teil des Kopfes. Der ist aber besonderes empfindlich. Ein ungebremster Aufprall von nur 10 km/h kann zu schweren Verletzungen führen, ab etwa 16 km/h sind schwere Schäden fast unausweichlich. Die Schäden am Kopf reduziert ein Helm deutlich. Wunderdinge sollte man sich allerdings nicht erwarten – prallt man mit 25 km/h gegen einen Straßenmast, mag der Helm noch den Schädel schützen, den Hals schützt er schon nicht mehr.

Getestet wurden Modelle für Erwachsene. Im Labor wurden alle Modelle mit bis zu 22 Stundenkilometern mit einem Aufprall auf Stirn, Hinterkopf und Seite geprüft. Die Prüfer sind dabei – wie meist – strenger als die gesetzlichen Normen. So wurden auch Rotationsbewegungen des Helms gemessen, die auf das Genick einwirken. Auch wurde getestet, ob sich der Helm abstreifen lässt.

Mips hat keinen entscheidenden Einfluss 

Einige Helme arbeiten mit "Mips", das steht für Multi-directional Impact Protection System. Der Helm besteht dann aus zwei Schalen. Ein Wundermittel ist das nicht, auch Helme ohne Mips schnitten gut ab. Zu empfehlen sind Helme mit zusätzlichem Licht am Helm – hier muss der Akku allerdings regelmäßig aufgeladen werden. Hightech-Helme mit Blinker und Bremslicht waren nicht vertreten und sind auch nicht StVO konform.

In jedem Fall sollte ein Helm vor dem Kauf ausprobiert werden. Die Passform und das Anlegen des Helms sind individuell verschieden und können von einem Test nur unzureichend abgebildet werden. Dabei ist nicht nur die Größe entscheidend, sondern auch die Form des Kopfes. Kein Kriterium war leider auch, ob sich der Helm leicht mit dem Schloss sichern lässt. Im Alltag möchte man nicht mit dem Helm in der Hand herumlaufen, angesichts der teils gesalzenen Preise möchte man einen Helm aber auch nicht ungesichert am Rad allein lassen.

Tour-De-France-Look

Wie immer bei der Auswahl der Stiftung folgen die meisten Modelle der klassischen Form mit breiten Lüftungsschlitzen. Die Entlüftung ist für Ausdauersportler wichtig, für E-Bike-Fahrer und gemütliche Kurzstreckenradler weniger. Diese Art von Helmen sieht leider immer etwas nach Tour de France aus und ist Modebewussten ein Graus. Von den Guten bietet nur der Nutcase Vio Mips LED ein anderes Design. Er kostet allerdings auch 160 Euro, dafür gibt es immerhin ein LED-Rücklicht. Mit der Note 2,1 ist der Nutcase der Drittplatzierte. Testsieger wurde der Uvex City ivo Mips für 120 Euro mit der Note 1,8. Als einziges Modell erreichte er sehr gut in der Disziplin Handhabung und Komfort. Auf den zweiten Platz (1.9) kam der Alpina Haga LED für 160 Euro. Der Fischer Urban Plus bot den besten Schutz, erreichte aber nur die Gesamtnote 2,4 – sein Preis von 45 Euro macht ihn dennoch zum Preis-Leistungssieger in diesem Test.

Den ganzen Test können Sie hiereinsehen.

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