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Automesse: Der Super-Luxus boomt - die Hingucker vom Genfer Autosalon

Die großen Autobauer verbreiten immer weniger Glanz auf den Automessen. Das macht aber nichts: Kleinserienhersteller, Sportwagen und die Super-Luxusklasse füllen diese Lücke gern aus.

Piech Mark Zero

Piech Mark Zero

AFP

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Die Zeit der großen Automessen neigt sich dem Ende zu. Schuld daran ist nicht das mangelnde Interesse des Publikums – Schuld am Niedergang ist die Industrie. Statt auf einem Event ein ganzes Feuerwerk von Neuheiten zu starten, geht der Trend seit Jahren dahin, den Fahrzeugen einen eigenen Auftritt zu spendieren. Vor der Messe.

Auf der Messe wird dann zwar noch einmal das Tuch von dem Modell gezogen, doch alle Umstehenden wissen schon vorher, welche Überraschung sie erwartet. Bei firmeneigenen Events werden nach wie vor Stars vom Kaliber einer Katy Perry aufgeboten, damit ihr Glamour auf ein neues Modell abfärbt. Bei einer Messe spart man sich die Kosten und die Mühen für solche Publikumsmagneten. Stattdessen lassen sich Manager im klassischen Geschäftsanzug vor den chromblitzenden Karossen abbilden. Nur wer möchte einen Manager woanders als im Wirtschaftsteil der Zeitung sehen?

Luxus boomt

Doch nach wie vor, gibt es genügend spannende Modelle zu bestaunen. Die 89. Ausgabe des Genfer Salons bietet rund 150 Welt- und Europapremieren. In Genf machen sich die Autos breit, die sich kein normaler Mensch leisten kann. Der Salon ist für den Normalverdiener inzwischen ein Fest für die Augen, solange er das Besondere schätzt. Bei den Vermögenden der Welt stehen auch luxuriöse Autos jeder Art hoch im Kurs. Stephan Winkelmann, der Chef der Edelmarke Bugatti bringt es auf den Punkt. Seine Autos sind Statusobjekte und dienen nicht der Fortbewegung. "Heute benutzen unsere Kunden die Fahrzeuge nicht, um von A nach B zu fahren, sondern um von A nach A zu fahren.",

Und die Auto-Nische für die Reichen und Super-Reichen wird immer größer. "Es gibt immer mehr reiche Menschen, die sich etwas Besonderes gönnen wollen", sagt der Branchenexperte Peter Fuß vom Beratungsunternehmen Ernst & Young. "Und das wollen sie auch zeigen."

Auch Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht die Premium- und Super-Premium-Hersteller nicht in Gefahr. Solange sie es schaffen, Begehrlichkeiten und Besitzerstolz zu wecken. "Da will man dem Nachbarn zeigen, was man hat", sagt er. In Genf gibt es einmal die Gelegenheit, diesen Autoträumen ganz nah zu sein.

Kra mit DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.