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Genfer Autosalon 2014 Apple drängt ins Auto


Musikhören und telefonieren kann man mit dem iPhone schon lange im Auto. Mit CarPlay werden die Karten und und die Siri-Sprachsteuerung integriert. Doch Google hat weit ehrgeizigere Ziele.

Apple will auf den Beifahrersitzt. Das wird auf dem Genfer Autosalon deutlich. Kurz vor der Messe stellt Apple die neue Software-Plattform CarPlay vor. Mit können das iPhone sowie Dienste von Apple tief in die Auto-Anlagen integriert werden. Dabei geht es um mehr, als um das reine Einstöpseln und Verbinden von Applegeräten. Das geht schon lange. Die bisherigen Lösungen sind aber alles andere als perfekt: Die Geräte von Apple werden im Auto zwar dienstbar gemacht, der besondere Look und die ausgezeichnete Bedienbarkeit der Applesoftware geht aber verloren. Dabei ist sie das Besondere, der "Goldstandard" in Sachen Bedienbarkeit, wie es VW-Chef Martin Winterkorn einmal nannte.

CarPlay soll Schnittstellen zwischen Autoelektronik und Applegeräten ermöglichen, die eine tiefergehende Integration in die Bordelektronik ermöglichen. CarPlay bringt die gewohnte Bedienung vom iPhone ins Auto, und nutzt zusätzlich die speziellen Features eines Autos wie etwa ein Multifunktionslenkrad. Eine zentrale Rolle spielt der sprechende Assistent Siri. Dafür ist er mit dem Sprachsteuerungsknopf am Lenkrad verbunden. Der Fahrer bekommt Nachrichten vorgelesen, kann Anrufe starten, die Musik auswählen oder nach dem Weg fragen. Für die Navigation greift CarPlay auf Apples Kartendienst zu.

Mercedes integriert CarPlay in seine neue C-Klasse, auch Volvo und Ferrari sind im ersten Schwung dabei. Dann folgt eine ganze Palette von Fahrzeugen quer durch alle Klassen.

Wettlauf zwischen Apple und Google

Apple hatte die Pläne für eine vertiefte Einbindung seiner iPhones und Software in Autos im vergangenen Sommer auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC unter dem Namen "iOS in the Car" präsentiert. Technisch ist CarPlay ein Update des Mobil-Systems iOS, mit dem auch iPhone und iPad laufen.

Um den Platz im vernetzten Auto kämpfen Apple und Google. Der Internet-Konzern bildete dafür Anfang des Jahres eine Allianz mit Autoherstellern, der unter anderem Audi angehört. Bei der "Open Automotive Alliance" machen auch General Motors, Honda und Hyundai mit.

Google will mehr

Für einen Autohersteller ist es gefährlich, sich auf ein Betriebssystem festzulegen. Mercedes fährt daher zweigleisig: Sobald Google ein ähnliches Angebot auf den Markt bringe, sollen Kunden auch das Android-basierte System nutzen können, kündigte Daimler an.

Für die Autohersteller gilt Google als der schwierigere Partner. Google verfolgt bei der Autoelektronik weitreichendere Ziele als Apple. Die Integration von Oberfläche, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik in die Bordelektronik ist nur ein Nebenprodukt. Mit seinen Versuchen zum fahrerlosen Auto schafft Google eine eigene Steuerungssoftware für das ganze Auto und die wichtigen Fahrassistenten. Während Appel sein iPone ins Auto integrieren will, möchte Google auch noch Lenkung, Gas- und Bremspedal übernehmen.

Volvo zeigt wie CarPlay live aussieht:

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Youtube integriert.
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Gernot Kramper mit Agenturen

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