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Fotoband Carros de Cuba: Kubas Auto-Dinosaurier - der Jurassic Park der Automobilgeschichte

Piotr Degler spürte in Kuba die seltensten Oldtimer auf, darunter einen staubbedeckten Mercedes Flügeltürer. Er fürchtet, dass die Kubaner ihre Autoschätze in den nächsten Jahren einfach weggeben könnten.

Piotr Degler hatte nicht damit gerechnet, so viele Wagen zu finden, die nicht dem klassischen US-Straßenkreuzer entsprechen.

Piotr Degler hatte nicht damit gerechnet, so viele Wagen zu finden, die nicht dem klassischen US-Straßenkreuzer entsprechen.

Piotr Degler ist Fotograf und ein bekannter Auto-Detektiv. Nun hat er einen Fotoband mit 200 Auto-Aufnahmen aus Kuba herausgegeben. Wagen, die es so nirgends mehr gibt auf der Welt. Kuba hatte ein langes Importverbot für Autos. Die wirtschaftliche Lage zwang zudem dazu, die alten Modelle immer zu reparieren, da keine Devisen für neue Autos bereitstanden. Mit Classic Driver sprach Degler über seine Jagd nach diesen Dinosauriern. 

Sehnsucht, Hörensagen und Mundproganda waren seine Reiseführer, als er die Insel bei seiner Suche durchquerte. Er hielt sich nicht nur mit zwei Werkstätten in der Hauptstadt auf, sondern freundete sich im ganzen Land mit Autobesitzern und Mechanikern an. Er fand weit mehr und auch andere Autos, als er gedacht hatte, darunter einen Mercedes Flügeltürer. "Ich hatte eigentlich erwartet, dass weniger Autos übrig seien, aber es war wirklich wie ein 'Jurassic Park' der Automobilwelt." 

Kubas Oldtimer in Gefahr?

Einen Zustand, den Degler mit seinen Fotos festhalten wollte, bevor die Insel von moderne Autos überschwemmt wird. Überraschend fand er etwa, dass die Insulaner einen alten Lada den US-Wagen vorziehen, weil die Russen zuverlässiger seien. Seiner Meinung nach, nutzt der Großteil der Besitzer ihren Wagen ganz normal als Fortbewegungsmittel oder als Taxi, nur eine Minderheit wisse, den Wert der Oldtimer zu schätzen. Hätten sie die Möglichkeit, die Preziosen zu Weltmarktpreisen zu verkaufen, würden die meisten Oldtimer aus Kuba verschwinden, fürchtet der Autoliebhaber. Die Besitzer würden sie schlichtweg gegen ein neues und zuverlässiges Auto eintauschen.


Hier können Sie mehr über das Projekt erfahren und den Band können Sie hier auch bestellen 

Der Prachtband Carros de Cuba

www.carrosdecubabook.com

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.