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Kunterbuntes Straßenfest in der City Das Messekonzept der Zukunft?

IAA Mobility 2021 Mini
IAA Mobility 2021 Mini
© press-inform - das Pressebuero
So schwer sich die IAA Mobility 2021 auf dem Messegelände in München Riem tut, so viel los ist in der Innenstadt. Zumindest hier hat sich die Automesse neu erfunden.

Die Rahmenbedingungen für die IAA Mobility 2021 waren nicht leicht und es lässt sich trefflich darüber streiten, ob es richtig und sinnvoll war, die zum Mobilitätshappening umgewandelte Automesse angesichts der andauernden Pandemie in diesem Jahr zur veranstalten und nicht nach 2022 zu schieben. In den Messehallen Riem selbst klappen Organisation und Hygienekonzept trotz Pandemie bestens; jedoch ist auch an den Publikumstagen allenfalls viel los an den Ständen von Marken wie BMW, Mercedes, Volkswagen oder Renault. Hier machen sich die rund 20 Automarken, die auf der IAA in diesem Jahr fehlen, besonders schmerzhaft bemerkbar. Die Parkhäuser selbst sind deutlich leerer als man es von den Vorgängerveranstaltungen in Frankfurt kennt und was Fahrradhersteller auf der IAA Mobility 2021 machen, da mit der Eurobike gerade erst die wichtigste Fahrradmesse stattfand, darüber sollte man im Nachgang der Messe allemal reden.

Wer jedoch die Innenstadtbereiche der IAA in der City besucht, erlebt eine Automesse, wie es noch keine gesehen hat. Gerade in den Bereichen Odeonsplatz, Wittelsbacher Platz, Königs- und Opernplatz gibt es - zugegeben vom sommerlichen Wetter begünstigt - eine Automesse, wie nie zuvor. Ein kunterbuntes Spektakel für die Bürger und hier drücken sich Kinder wie interessierte Erwachsene tatsächlich an den Autos von heute und morgen die Nase platt. Besonders imposant ist der mächtige Bau von Mercedes auf dem Odeonsplatz mit seinen zwei Etagen, der abends perfekt illuminiert noch besser als am Tage aussieht. Bettina Fetzer, Kommunikations- und Marketingchefin bei Mercedes. "In München schaffen wir Orte der Begegnung und Kommunikation. Wir kreieren ein übergreifendes und zeitgemäßes Markenerlebnis und bieten innovative, nachhaltige und digitale Lösungen und Services der Mobilität von morgen."

Den mächtigen Stand am Odeonsplatz zu besuchen, dafür stehen die Besucher genauso gerne an, wie ein paar Meter am Wittelsbacher Platz, wo Porsche und Audi ihre dreidimensionalen Visitenkarten mit neuen Autos und Technologien aufgebaut haben. Es gibt viel zu sehen und zu erleben, hier ein Vortrag, da ein Rundgang und das Konzept scheint beim Publikum anzukommen. Nicht anders sieht es hinauf Richtung Leopoldstrasse aus, wo gerade Marken wie Cupra und Kia mit ihren schicken Erlebniswelten glänzen. Wie auch Audi und Porsche beides Marken, die der Messe in Riem selbst ferngeblieben sind und sich wohl genau richtig entschieden haben, denn die IAA 2021 ist hier das vom VDA angekündigte Straßenfest, das die Leute direkt an Produkte und Technologien holt. Volle Hütte auch bei der BMW-Erlebniswelt auf dem Opernplatz oder mit Bosch, Polestar und Co. auf dem Königsplatz, wo man mit einem Elektroroller die ersten Testmeter fahren kann oder am Marstallplatz über das Thema Brennstoffzelle diskutiert.

Die Stimmung ist bei den Besuchern entspannter denn je und es zeigt sich seit langen Jahren einmal wieder, wie groß das Interesse am Thema Auto in der Bevölkerung eigentlich noch ist. Aufklärungsbedarf gibt es durch die Elektroantriebe oder neue Mobilitätskonzepte bei den Besuchern mehr als genug und anfassen ist besser als nur lesen oder erzählen. Mini lässt es unter dem Motto "Big Love from Munich" am früheren Industriestandorts "Sugar Mountain" in der Münchner Vorstadt besonders bunt und kreativ angehen. Das Areal eines ehemaligen Betonwerks wird jetzt von einem vielfarbigen Mural auf dem alten Werksturm aufgewertet, das die in London lebende Künstlerin Lakwena Maciver eigens für diesen Anlass entworfen hat.

Bei aller Freude über den gelungenen Event in der Münchner Innenstadt: das Polizeiaufgebot in München ist gewaltig. Allein von der Bereitschaftspolizei sollen 4.500 zusätzliche Kräfte nach München beordert sein, um die Veranstaltung vor Störern aus der linken politischen Szene zu schützen. Sie hatten mit monatelangem Vorlauf mächtige Störaktionen angekündigt und so wird die Veranstaltung ebenso wie die Messe und zahlreiche Orte mit automobilem Bezug in München und Umgebung von tausenden Sicherheitskräften geschützt. Nimmt man die privaten Sicherheitsdienste und Objektschützer hinzu, sollen es mehr als 30.000 Kräfte sein. Viel Aufwand für eine kunterbunte Auto- und Mobilitätsmesse, die insbesondere eines machen soll: gute Laune.

pressinform

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