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Mercedes-Benz E 250 Cabrio: Offene Freuden

Das neue Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet bietet Platz für vier Personen und sparsame Einstiegsmotorisierungen.

Ein Cabriolet muss Spaß machen. Es muss gut aussehen, darf nicht zu laut und nicht zu leise und wenn irgendwie möglich auch noch familientauglich sein. Sprich, vier Sitze müssen her. Ansonsten endet genau an diesem Punkt die Argumentationskette, die im verzweifelten Kampf um ein dachloses Automobil gegenüber dem skeptischen Ehepartner detailliert und in sich schlüssig vorgetragen werden muss. Mercedes legt nun mit dem aufgefrischten E-Klasse Cabrio genau diesen Kunden gern das passende Fahrzeug in die wild gestikulierenden Argumentations-Hände. Und auch der in solchen Fällen gern heraufbeschworene hohe Spritverbrauch kann ab sofort nicht mehr als Schlusspunkt der Diskussion herangeführt werden. Denn mit 6,2 Litern auf 100 Kilometern bei einer gleichzeitigen Leistung von 155 kW / 211 PS wirkt dieser Angriff zahnlos.

Das Mercedes-Benz E 250 Cabrio spricht aber nicht nur Menschen mit IQ, sondern auch mit einem hohen EQ an. Denn durch seine optischen Verfeinerungen, sowohl an der Außenhaut als auch im Innenraum, dürfte die Zeit des konservativen Kunden vorüber sein. Die Front erstrahlt im wahrsten Sinne dank neuer Voll-LED-Scheinwerfer in und mit einem ganz neuen Licht. 15 Designer stellte Mercedes-Benz extra für die Entwicklung der auch bei Helligkeit schick und futuristisch wirkenden Lichtspender ab. Zusätzlich verfügt das neue Cabrio über größere Lufteinlässe und verchromte Applikationen in der Front. Im Innenraum sorgen vier perfekten Halt bietende Einzelsitze für ein sicheres und komfortables Fahrgefühl.

Das erste, was jeder neue Cabriobesitzer in seinem frisch erworbenen Traumwagen bedienen möchte, ist natürlich das Dach. Beim E 250 Cabrio reicht ein Zug an dem unter der Mittelarmlehne verborgenen Hebel und das Stoffverdeck verschwindet im Kofferraum. Bis zu einer Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde kann das neue Akustik-Verdeck geschlossen und geöffnet werden. Bei derselben Geschwindigkeit fährt im geöffneten Zustand das Aircap aus. Die Windlamelle im Rahmen der Frontscheibe verhindert Verwirbelungen des Fahrtwindes im Innenraum und reduziert merklich die Windgeräusche. Ab Tempo 15 und weniger fährt das Aircap-System wieder ein - alles ohne Knopfdruck. Dabei kann sich das 51.884 Euro teure Cabrio über zu wenig Schalter eigentlich nicht beschweren. Zwei von ihnen bedienen auf Wunsch die Kopfraumheizung Airscarf. Dank des warmen Luftschals verlängert sich die Cabriosaison mit dem 1.765 Kilogramm schweren Stuttgarter um einige Tage.

Neben der Fähigkeit spritsparend und mit Hilfe von zahlreichen Assistenzsystemen auch sicher von A nach B zu rollen zeigt sich der Vierzylinder-Benzinmotor unter der langen Haube erstaunlich sportlich. Das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern setzt bereits bei 1.200 Umdrehungen an der Hinterachse an und treibt das 4,70 Meter lange, 1,79 Meter breite und 1,40 Meter hohe Cabrio in 7,5 Sekunden auf Tempo 100. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 245 Kilometern pro Stunde lässt sich allerdings nur bei perfekten äußeren Bedingungen erzielen. Die Tachonadel wird ab der 200er-Markierung auf dem neuen, weiß hinterlegten Zifferblatt äußerst träge. An dieser Stelle muss fairerweise erwähnt werden, dass die 250 im Namen des offenen Traums nicht auf den Hubraum schließen lässt. Die vier Kolben toben sich beim E 250 Cabrio innerhalb von zwei Litern aus und harmonieren dabei mit vier Ventilen pro Zylinder.

So harmonisch geht es zwischen großen Taschen und dem zu kleinen Kofferraum nicht zu. 300 beziehungsweise 390 Liter bei geschlossenem Verdeck bieten keinen Grund zur Freude. Wird von einem großen Gepäckvolumen abgesehen, steht einem Ausflug zu viert nichts im Wege. Bei geöffnetem Dach finden dann selbst groß gewachsene Mitfahrer auf den hinteren Sitzen Raum für ihre Häupter. Spätestens ab dem 1. Juni werden also die Diskussionen um die Anschaffung eines Cabrios wieder länger dauern. Der Mercedes-Händler freut sich - der Geldbeutel nicht.

Press-Inform / pressinform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.