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BMW 6er Gran Coupé: Luxusliner aus Bayern

BMW entdeckt mit Verspätung den Trend zum viertürigen Coupé. In Zukunft soll es so etwas Schönes wie den Mercedes CLS auch aus München geben.

Nachdem der 6er als Cabriolet und Coupé mit Benzin- und Dieselmotoren sowie Allradantrieb auf den internationalen Märkten angekommen ist, legt BMW nach. Noch bevor das neue Topmodell M6 im Laden steht, gibt es eine – zumindest für BMW - völlig neue Karosserievariante. Nach den Verkaufs- und Designerfolgen der Konkurrenz von Mercedes, Porsche oder Maserati ist der 6er BMW ab kommendem Frühjahr unter der Bezeichnung Gran Coupé auch als Viertürer zu bekommen. Technisch ist der elegante Viertürer, der zu einem Basispreis von 79.500 Euro als BMW 640i Gran Coupé startet, weitgehend mit seinen zweitürigen Brüdern verwandt.

BMW kommt mit der viertürigen Sechser-Variante ziemlich spät. Bereits vor Jahren hatten die Fans viertüriger Coupékunst auf eine Serienumsetzung der sehenswerten Designstudie eines BMW CS gehofft. Doch der bullige Sportler wurde von der BMW-Führung gestrichen. Dass stattdessen der praktische, jedoch wenig sehenswerte 5er GT das Rennen machte, zaubert Ästheten einen Schauer über den Rücken. Seitdem die Konkurrenz mit viertürigen Coupés ein finanzstarkes Edelsegment begründet hat, standen die kritischen Entscheider von einst schlecht da. Jetzt kommt die 5,01 Meter lange Wiedergutmachung – und die kann sich ebenfalls sehen lassen.

Die Länge macht's

Obschon sich das Gran Coupé Front- und Heckdesign weitgehend mit Coupé und Cabrio teilt, wirkt der Viertürer durch den Längenzuwachs und den entsprechend auf 2,97 Meter verlängerten Radstand (plus 11,3 Zentimeter) flacher und bulliger als seine Brüder. "BMW steht für ein sportliches Design mit langem Radstand, muskulösen Formen und kurzen Überhängen", so BMW-Chefdesigner Adrian van Hooydonk.

Tatsächlich ist das 6er Gran Coupé ein Viersitzer mit einem überflüssigen Notsitz in der Fondmitte. Das Platzangebot im Fond ist ordentlich. Zudem gibt es umlegbare Rücksitze, die den Laderaum von 460 auf 1265 Liter erweitern.

Ebenso wie seine Brüder wird auch das viertürige Familienoberhaupt der Sechser-Reihe zunächst mit zwei Benzin- und einem Dieselmotor – alle mit Turbolader - angeboten. Das BMW 640i Gran Coupé leistet 320 PS, der Selbstzünder im 640d 313 PS. Topmodell wird bis auf weiteres der 450 PS starke V8 im BMW 650i Gran Coupé sein. Serienmäßig gibt es bei allen Modellen eine Achtgang-Automatik aus dem Hause ZF mit Start-Stopp-Automatik. Optional ist der Achtzylinder auch mit xDrive-Allradantrieb zu bekommen. Überaus komplett präsentiert sich die Serienausstattung des Luxuscoupés. So gibt es bei allen Motorvarianten unter anderem Details wie elektronische Dämpfer, elektrische Ledersitze, Xenonlicht und Hifi-Sound. Die Wunschliste ist mit den zahlreichen Assistenzsystemen und Komfortdetails trotzdem noch lang genug.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.