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SUV und Co.: Autoexperte fordert: Fahrer großer Wagen sollen mehr fürs Parken zahlen

Wer ein breites Auto fährt, sollte nach Meinung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer höhere Parkgebühren und mehr für die Versicherung zahlen. "Das ist nichts Unanständiges", sagt der Professor der Uni Duisburg-Essen.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer fordert höhrer Parkgebühren für große Autos

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer fordert höhrer Parkgebühren für große Autos

Fahrer größerer Autos sollten nach Ansicht des Duisburger "Autoprofessors" Ferdinand Dudenhöffer höhere Gebühren in Parkhäusern zahlen. Das fordert der Experte der Universität Duisburg-Essen in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ).

Hintergrund sei der immer größere Platzbedarf dieser Fahrzeuge, auf den die Parkflächen in vielen Tiefgaragen und Parkhäusern nicht eingestellt seien. So gelte die Breite eines VW Käfers von etwa 1,60 Meter seit Jahrzehnten als Richtschnur für die Normbreite eines Parkplatzes von 2,30 Meter. Das rund 1,60 Meter Auto wird jedoch schon seit 2003 nicht mehr hergestellt. Laut Dudenhöffer beträgt die Durchschnittsbreite eines Neuwagens inzwischen über 1,80 Meter. Das Land Nordrhein-Westfalen fordere daher mittlerweile eine Mindestbreite von 2,45 Metern pro Stellplatz bei neuen Parkhäusern.

Parkgebühren und Versicherungsprämien anheben

Duddenhöffer schlägt vor, an den Einfahrten zu Parkhäusern Scanner aufzustellen, die die Größe eines Fahrzeugs messen und auf dieser Basis die Höhe der Parkgebühr berechnen. "Von Fahrern großer Autos höhere Parkgebühren zu verlangen, ist nichts Unanständiges. Sie zahlen ja auch mehr für Sprit", sagt er in der WAZ.

Auch bei den Versicherungsprämien sollten seiner Ansicht nach Besitzer größerer Pkw stärker zur Kasse gebeten werden, schließlich würde die breiten Fahrzeuge für Radfahrer oder in engen Baustellenbereichen eine größere Gefahr darstellen.

Dudenhöffer übt deutliche Kritik an der Automobilindustrie. Der Trend zu immer breiteren Fahrzeugen sei sachlich nicht gerechtfertigt: "Um Airbags und Fahrassistenzsysteme in den Pkw unterzubringen, braucht man diese Breiten nicht."

Den "Wachstumsschub" beobachte der Professesor nicht nur bei den oft kritisierten SUV, sondern ebenso bei Kleinwagen und Kompaktmodellen. So sei der VW Golf seit seiner Markteinführung 1974 in der Breite um fast 19 Zentimeter auf nun rund 1,80 Meter gewachsen. Die Industrie reagiere damit auf Kundenwünsche etwa nach höherem Komfort oder größerer subjektiver Sicherheit. Ein Umdenken bei den Autombilkonzernen könne er nichte erkennen, so Dudenhöffer.

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