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Probleme bei Elektrofahrzeugen: Was den Durchbruch des E-Autos behindert

Die Hersteller von Elektroautos fordern immer vehementer Subventionen vom Staat. Dabei ist die Technologie noch nicht marktreif. Die größten Probleme des E-Autos.

Von Margret Hucko und Heimo Fischer

Politik und Industrie stehen unter Hochspannung, wenn es um das Elektroauto geht. Mit einem Unterschied: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert von den Herstellern eine Million strombetriebene Fahrzeuge bis 2020. Die Autobauer verlangen ihrerseits Milliarden - allerdings in Euro.

"Eine Prämie für Kunden, die sich für elektrisch betriebene Fahrzeuge entscheiden, gibt es leider nicht", beklagte Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes jüngst in einer Rede. "Eine solche zeitlich befristete Unterstützung für Elektrofahrzeuge wie etwa über Prämien, über steuerliche oder Nutzervorteile, hielte ich jedoch für begrüßenswert." Auch Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber trommelte in Richtung Berlin. "Elektrofahrzeuge brauchen mindestens zu Beginn zusätzlich Kaufanreize, um sich als neue Technologie am Markt zu etablieren", sagte er.

Nächste Woche stellt die Nationale Plattform Elektromobilität ihren ersten Zwischenbericht vor. Für Forschungsprojekte fordert die Plattform nach Zeitungsberichten 4,5 Milliarden Euro. Die Bundesregierung lehnt weitere Subventionen jedoch ab.

Ganz schön viel Wind um eine Technologie, von der gar nicht feststeht, ob sie so umweltfreundlich ist, wie die Werbung verspricht. Die Liste der ungelösten Probleme ist lang.

Problem CO2-Bilanz

Ein E-Auto stößt zwar keine klimaschädlichen Gase aus. Bei der Herstellung des Stroms kann aber jede Menge CO2 entstehen. Kommt er aus einem Kohlekraftwerk, kann der indirekte Ausstoß deutlich höher sein als bei einem herkömmlichen Wagen mit Verbrennungsmotor, der heute etwa 150 Gramm CO2 pro Kilometer produziert. Bliebe der heutige Energiemix in Deutschland unverändert, würde ein E-Auto je nach Schätzung noch 60 bis 100 Gramm CO2 ausstoßen. Schadstofffreies Fahren ist nur möglich, wenn der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Wasser kommt. Davon ist Deutschland weit entfernt. Der Anteil der Erneuerbaren beträgt 16 Prozent. Bis 2020 soll er gerade doppelt so hoch sein.

Tankstellennot

Das Aufladen von E-Autos benötigt Geduld und am besten eine eigene Garage. Denn an der heimischen Steckdose lädt ein Wagen der Golf-Klasse mehr als eine Stunde, um 20 Kilometer weit zu fahren. Das Ladeproblem macht es der urbanen Zielgruppe schwer, ein E-Auto zu besitzen.

Sicherheitsrisiko

Die Speicherung von Strom in einer Batterie birgt Risiken. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass ein Brand auf der dänischen Fähre "Pearl of Scandinavia" durch das Aufladen eines umgebauten Elektroautos ausgelöst wurde. Tatsache ist: Werden Batteriezellen durch einen Unfall beschädigt, läuft ein leicht entflammbares Elektrolyt aus. Forscher versuchen, dieses durch nicht brennbare Polymere zu ersetzen. Besonders problematisch ist die neue Technik für Rettungskräfte, weshalb die Uno im Sommer Schutzauflagen verabschieden will.

Herausforderung Batterie

Die Lebensdauer der Batterien ist zu kurz, die Reichweite zu gering, die Kosten sind zu hoch. Derzeit rechnen Autobauer wie VW mit 15.000 Euro Aufpreis und einer Lebensdauer von zwölf Jahren. Aufgrund der vielen Fragezeichen bieten die meisten Autohersteller E-Fahrzeuge daher nur gegen eine Leasinggebühr an.

Ungleiche Normen

Will der Fahrer eines E-Autos im Ausland tanken, muss der Stecker passen. Da dies im Moment nicht sicher ist, will die EU bis 2012 einen Standard für Kabel und Zapfsäule schaffen. Weltweit wird sich das Normchaos aber voraussichtlich nicht vermeiden lassen.

Märchen Jobwunder

Der Bau von E-Autos bringt zwar neue Stellen. Das könnte aber zu Lasten der heutigen Zulieferer gehen. Grund: Ein Elektromotor ist sehr einfach gebaut. Er kommt ohne Kolben, Kurbelwellen und Getriebe aus.

Gefunden in der "Financial Times Deutschland"

FTD

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.

Von:

Margret Hucko und Heimo Fischer