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T-14 Armata: Putins Superpanzer wird mit Playstation-Controller gesteuert

Immer neue Details sickern über den neuen Russenpanzer durch. In Zukunft soll er eine noch mächtigere 152-mm-Kanone bekommen und schon jetzt lenkt der Fahrer den 55-Tonnen Koloss per Gamepad.

Der neue Armata wurde auf der Parade per Gamepad bewegt.

Der neue Armata wurde auf der Parade per Gamepad bewegt.

Der neue Panzer der russischen Armee, der T-14 Armata, sorgt auch nach seinem Debut auf der Siegesparade am 9. Mai auf dem Roten Platz für Schlagzeilen. Albert Bakov, Vizepräsident des Panzerbauers, verriet russischen Medien, dass der Armata und die anderen Kettenfahrzeuge, die auf dem gleichen Chassis beruhen, nicht durch ein Lenkrad gesteuert wird, sondern durch einen Playstation-Controller.

Natürlich handelt es nicht um ausgebaute Sony-Steuerungen, doch die russischen Controller sind vom großen Vorbild inspiriert. "Ich habe zwei Jahre damit verbracht, unsere Designer zu überzeugen, die Konsole genauso zu bauen, wie das Gamepad der Sony Playstation. An so etwas gewöhnen sich junge Soldaten heute besser", sagte Bakov.

Auch an diesen Details erkennt man den Entwicklungsschritt des T-14. Im deutschen Leopard sieht es noch aus wie in einem LKW - wenn auch mit Panzerung und ohne Panoramascheibe. Ein Lenkrad in der Mitte plus Brems- und Gaspedalen - alles in rustikaler Stahlausführung. Die Systeme des Armata hingegen werden digital durch einen Datenbus gesteuert, daher lässt sich der Panzer mit dem Gamer-Daumen bewegen. Beobachter rechnen damit, dass die nächste Generation des Armata auch als Roboterpanzer ohne Besatzung an Bord gebaut wird.

Vize-Premier Dmitri Rogosin bestätigte die Gerüchte, dass der T-14 in Zukunft eine noch leistungsfähigere Kanone erhalten werde. Schon die jetzt verbaute Hauptwaffe im Kaliber von 125-mm soll die Leistungen der Kanone des Leopard II übertreffen, doch sie soll durch eine vom Kaliber 152-mm abgelöst werden. Das wäre die stärkste Panzerwaffe der Geschichte, deren Wuchtgeschosse jede bekannte Panzerung durchschlagen werden. Der "Iswestija" sagte Rogosin, "für sie gibt es Geschosse, die bis zu einem Meter dicken Stahl durchschlagen können und mit denen die Armata-Panzer bestückt werden sollen".

Verkehrssünder benutzen verbotenerweise den Standstreifen.

Auf dem russischen Facebook VK-Kontakte sind mittlerweile die ersten Fotos des Innenraums des Armata aufgetaucht.

Gernot Kramper
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