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Renault Twingo: Das kleine Knuffelchen

Renaults Mini ist wieder da. Der neue Twingo ist innen größer, als er von außen aussieht. Mit wenigen Handgriffen wird er zum flexiblen Lastesel und hält ein paar frische Design-Ideen parat.

Als 1993 der Renault Twingo auf den Markt kam, war er erfrischend anders. Wegen seiner kompakten Abmessungen und des günstigen Preises wurde er zum Lieblingsgefährt allein erziehender Mütter oder zum unproblematischen Zweitwagen gestresster Pendler. Und abgesehen vom Ford Fiesta oder Opel Corsa gab es nur wenige Kleinwagen, die eine so beliebte Studenten-"Karre" waren wie der Twingo. Insgesamt verkaufte Renault seinen Winzling 2,4 Millionen mal. Kann die neue Generation an diesen Erfolg anknüpfen?

Das erste Probesitzen im 3,6 Meter langen Twingo hinterlässt einen positiven Eindruck. Fahrer und Beifahrer haben reichlich Platz, sogar hinten sitzt es sich ganz bequem. Die großen Seitenscheiben sorgen auch auf der Rückbank für schöne Ausblicke. Das Cockpit ist peppig gestaltet, runde Formen bestimmen das Bild. Auf Wunsch lässt sich der Innenraum noch weiter individualisieren - das dürfte nicht zuletzt die Studenten freuen. Der Becher-Halter für den extra starken Kaffee nach einer durchzechten Nacht ist noch nichts Besonderes. Entfernt man den Halter allerdings, kann man stattdessen eine "Organizer-Box" platzieren. Dort finden Handys oder Parkscheine ebenso Platz wie Stifte (zum Mitschreiben bei einer interessanten Vorlesung) oder MP3-Player (zum Ablenken bei einer langweiligen).

"Gras-Matte" wird mit geliefert

Anstelle des Aschenbechers können Studentinnen eine Make-Up-Box installieren und sich noch schnell für die BWL-Vorlesung hübsch machen. Außerdem gibt es eine "Gras-Matte". Das ist nicht das, was Sie vielleicht denken, sondern eine spezielle Ablage fürs Armaturenbrett, die aus einer Matte mit langen Noppen besteht. Dort findet Kleingeld und allerlei anderer Krimskrams während der Fahrt festen Halt.

Außergewöhnlich in dieser Fahrzeugklasse ist die Ladekapazität des Twingo. Bei umgelegter Rückbank stehen mehr als 950 Liter zur Verfügung. Außerdem kann man statt der Rückbank auch zwei Einzelsitze ordern. Die lassen sich dann auf einer Länge von 220 Millimetern verschieben, um den Gepäckraum variabel zu vergrößern. Die Lehne des Beifahrersitzes lässt sich komplett umklappen. Dann hat man entweder eine Arbeitsfläche, auf der Studenten noch schnell an der Ampel die nächste Vorlesung vorbereiten können, oder eine Lademöglichkeit für bis zu 2,15 Meter lange Gegenstände.

Preis dürfte unter 11.000 Euro liegen

Ob der Preis des neuen Twingo für Studiengebühren-geplagte Studenten ohne dicke Finanzspritze von den Eltern erschwinglich ist, lässt sich noch nicht sagen. Die Zahlen geben die Franzosen noch bekannt. Der billigste Renault Clio ist für rund 11.000 Euro zu haben, der Basis-Twingo dürfte deutlich darunter liegen. Fest stehen schon die Motorvarianten (drei Benziner mit 60, 75 und 100 PS sowie ein Diesel mit 70 PS) sowie die Ausstattungslinien - satte sechs Versionen gibt es für den Twingo. Los geht es mit den einfachen "Access und "Authentique"-Varianten, der sportlichste und optisch auffälligste Twingo ist der "GT". Top-Modell der Baureihe wird der "Initiale". Er hat unter anderem Licht- und Regensensor, Einparkhilfe, Tempomat, Nebelscheinwerfer und Lederausstattung an Bord.

Sebastian Viehmann/Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.