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Seat Leon ST 2.0 TDI 4Drive: Alpenblick

Die Europäer lieben Kombis, Allradantrieb und Autos des Volkswagen-Konzerns. Eines der interessantesten Auto kommt weder von VW noch von Skoda. Unterwegs im Seat Leon Kombi mit Allradantrieb.

Seat hat sein Portfolio in den vergangenen Jahren mächtig aufgeräumt. Ibiza, Mii und Leon - gehört alles zum besten, was die jeweilige Klasse zu bieten hat. Der Leon, spanischer Golf-Bruder mit Designanspruch, ist gerade als Kombiversion namens ST eine exzellente Wahl. Am besten, man kombiniert ihn mit dem zwei Liter großen Commonraildiesel und Allradantrieb. Mehr Auto, mehr Platz und mehr Komfort dürften viele Kunden kaum brauchen. Das ganze gibt es ab 24.290 Euro für den Seat Leon ST 1.6 TDI 4Drive Reference. Der bessere 2.0 TDI startet als Allradler in der FR-Variante bei 29.290 Euro, was einen Allradaufpreis von rund 2.000 Euro bedeutet.

Seat Leon ST 2.0 TDI 4Drive: Alpenblick
Seat Leon ST 2.0 TDI 4Drive

Seat Leon ST 2.0 TDI 4Drive

Seat blickt auf erfolgreiche Monate zurück. Nicht, dass die Konzernführung in Wolfsburg bereits mit dem spanischen Ableger zufrieden sein könnte; doch in den ersten sechs Monaten des Jahres gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Verkaufszahlen um zehn Prozent. Erstmals sein 2008 ging es auch wieder über die 200.000-Fahrzeug-Marke. Die Spanier machen keinen Hehl daraus, dass die Allradversion des Seat Leon ST allenfalls fünf bis zehn Prozent aller Verkäufe auf sich vereinigt. Groß sind dem gegenüber jedoch die Hoffnungen, dass die potenziellen Kunden Seat in einem neuen Marktsegment wahrnehmen. Die Symbiose aus effizienten Dieselmotoren, Allradantrieb und dem üppigen Raumangebot eines Kombis bieten aktuell nicht viele. Zudem sieht der Spanier gut aus und ist fair gepreist.

Der Kunde hat die Allradwahl zwischen dem 1.6 TDI mit 77 kW / 105 PS und der besseren Alternative des 2.0 TDI mit 110 kW / 150 PS, der sich besonders auf dem Hauptmarkt Deutschland einer großer Beliebtheit erfreuen dürfte. Der Haldex-Allradantrieb der Generation 5 ist dabei keiner der leichtesten. Insgesamt wiegt der Leon ST 4Drive 124 Kilogramm mehr als der Fronttriebler. Zwar verfügt der ST 1.6 TDI als Allradversion endlich über die standesgemäßen sechs Gänge; ein Doppelkupplungsgetriebe ist zunächst jedoch für beide Dieselmotoren nicht verfügbar.

Das Handling auf kurviger Strecke wird durch den Allradantrieb ebenso verbessert wie der Vortrieb auf rutschiger Fahrbahn, bei Glätte oder Schnee. Bei normaler Fahrt wird die Motorleistung komplett an die Vorderachse gebracht. Bie Bedarf gelangen 150 PS sowie das maximale Drehmoment von 340 Nm ab 1.750 U/min diese in Sekundenbruchteilen komplett an die hinteren Räder. Eine elektrische Diffentialsperre ersetzt in weiten Bereichen an beiden Achsen die Funktion einer mechanischen Sperre für maximalen Vortrieb bei unterschiedlichem Grip zwischen den Rädern. Selbst bei trockenere Fahrbahn bietet der Leon ST 4Drive spürbar weniger Untersteuern in Kurven und Kehren, was das Fahrgefühl spürbar verbessert. Jedoch ist die spanische Allradversion im Spurt 0 auf Tempo 100 eine Sekunde langsamer und der Verbrauch steigt um 0,7 Liter auf nach wie vor gute 4,8 Liter Diesel auf 100 Kilometern an. Die Fahrleistungen lassen mit 211 km/h Spitze und 0 auf Tempo 100 in 8,7 Sekunden nur wenige Wünsche offen.

Das Platzangebot ist eines der Stärken des 1,5 Tonnen schweren Seat Leon ST 2.0 TDI 4Drive. Vorne sitzt es sich auf wohl konturierten Sitzen kommod und auch im Fond finden zumindest zwei Personen ausreichend Platz. Das Ladevolumen liegt mit 587 Litern 207 Liter über dem des Fünftürers. Mehr bieten nur Civic Tourer und der Konzernbruder Golf Variant. Wenn das Platzangebot nicht reicht, kann der spanische Kombi 1,7 Tonnen an den Haken nehmen.

Press-Inform / pressinform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.