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Challenge : Zwei Polizisten räumten ihr Auto aus – nun flippt das Internet aus

Zwei Verkehrspolizisten aus der Schweiz machten ein Foto von sich und ihrer Ausrüstung. Aus der Vogelperspektive sehen sie aus, als stammten sie aus einem Playmobil-Kasten.

Weitere Fotostrecken aus dem Ressort

Die meisten "Herausforderungen" im Netz gehören in die Rubrik Teeny-Unsinn, so wie jüngste Aktion, mit der Sekundenkleber eine Kylie-Jenner-Lippe simulieren soll, doch mit der #tetrischallenge sorgt die hochseriöse Kantonspolizei Zürich weltweit für Aufsehen. Feuerwehrleute, Sanitäter und Soldaten auf der ganzen Welt haben die Challenge begeistert angenommen. Selbst eine Panzerhaubitze wurde schon entladen und geknipst.

Das Ganze begann am 1. September. Damals wurde das Bild eines Streifenwagens aus der Vogelperspektive gepostet – neben dem Fahrzeug lagen die Beamten am Boden und ihre komplette Ausrüstung. "Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, was sich alles in einem Patrouillenwagen der Verkehrspolizei befindet – voilà", tippte Rebecca Tilen, Sprecherin der Zürcher Kantonspolizei daneben. Sie postet regelmäßig am Sonntag etwas Lustiges aus dem Polizeileben. Von dem Foto, das ihr die zwei Polizisten geschickt hatten, war sie sofort begeistert.

"Jeden Tag kommen neue Bilder dazu", sagte Tilen dem "Blick". "Unsere Followerzahl hat sich durch diese Aktion noch einmal vergrößert. So haben wir auch für unsere Präventionskampagnen und Zeugenaufrufe eine größere Reichweite."

Spontan entstanden

Die Verkehrspolizisten aus Winterthur hatte niemand für das Bild gebrieft. Die Tetrischallenge ist spontan entstanden. Sofort dachten sich andere Polizisten in der Schweiz: "Was die in Zürich können, bekommen wir auch hin." Die Kantonspolizeien Freiburg, Waadt und Zug antworteten mit eigenen Bildern. Sanitäter schlossen sich an. Kurz darauf brach die Aktion aus der Schweiz aus, Frankreich und die Niederlande folgten – inzwischen gibt es Bilder aus Singapur und Taiwan.

Dazu kamen immer exotischere Fahrzeuge, bis hin zu Schiffen, Sanitätspanzern und schweren Panzerhaubitzen. In Konstanz fertigte die Feuerwehr ein Video aus Einzelbildern an, die Fotos zeigen wie das Einsatzfahrzeug scheinbar von Geisterhand entladen wird und sich die Ausrüstung auf dem Parkplatz verbreitet wird.

Den besonderen Reiz erhalten die Aufnahmen, weil Gegenstände und Personen aussehen wie das Unboxing einer Spielzeugschachtel von Playmobil. Durch die Anordnung des Materials wird der Eindruck, dass es sich um einen Modellbausatz aus Spritzguss handle, dessen Bestandteile noch durch einen Rahmen verbunden sind.

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