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Verkehrssicherheit WHO fordert Tempolimit 30 in Städten und Dörfern – weltweit

Verkehrsschild Tempolimit 30
Ein neues Tempolimit in Ortschaften soll die Zahl der Verkehrstoten senken
© georgeclerk / Getty Images
Die Weltgesundheitsorganisation will ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern in geschlossenen Ortschaften einführen. Es soll die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern erhöhen, für Fußgänger, Rad- und Autofahrer.

Jedes Jahr kommen weltweit 1,3 Millionen Menschen durch Unfälle im Straßenverkehr ums Leben. Um diese Zahl zu reduzieren, forderte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf anlässlich der Globalen Verkehrssicherheitswoche, die am Montag startete, das innerörtliche Tempolimit zu reduzieren. Verkehrsteilnehmer müssten besser geschützt werden, egal ob sich zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto fortbewegen. Für Städte und Dörfer soll die zulässige Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt werden, in Ländern wie den USA, die das angloamerikanische System verwenden, entspreche das 20 Meilen pro Stunde.

"Verkehrsunfälle sind die Hauptursache für den Tod von Kindern und jungen Erwachsenen", erklärte Ghebreyesus in einer Twitter-Videobotschaft. Die Geschwindigkeitsbegrenzung sei auch aus Umweltgründen zur Reduktion von Abgasen wichtig, nachhaltige Transportsysteme sollen dabei helfen. "Zum Neustart nach Covid-19: Lasst uns sicherere Straßen für eine sicherere Welt schaffen", bittet er.

Jeder Stundenkilometer zählt

Nach Angaben der WHO stirbt alle 24 Sekunden ein Mensch im Straßenverkehr. Ein Drittel der Unfallopfer gehe auf überhöhte Geschwindigkeit zurück. Die WHO schätzt, das mit jedem Stundenkilometer über der Geschwindigkeitsbegrenzung das Risiko eines tödlich verlaufenden Unfalls um vier bis fünf Prozent steigt.

In der Montagsansprache kam auch Zoleka Mandela zu Wort, weltweite Botschafterin der Kampagne für Kindergesundheit. Sie erklärte: "Heute und an jedem anderen Tag werden 3000 Kinder weltweit im Straßenverkehr getötet oder verletzt. Das ist ein menschengemachter Zustand und komplett vermeidbar." Mandela, Enkelin des südafrikanischen Bürgerrechts-Protagonisten Nelson Mandela, verlor selbst ihre 13-jährige Tochter durch einen Unfall. "Meine Familie hat sich davon nie erholt", sagt sie. "Keine Familie tut das."

Quelle:Deutsche Welle

bal

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