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Pariser Auto-Salon: Paris soll die Trendwende bringen

Nachdem die Pkw-Zulassungen europaweit im Sommer an Schwung verloren haben, richtet die Automobilbranche ihre Hoffnungen nun ganz auf den Automobilsalon in Paris.

Die Herbst-Autoschau in Paris bietet den Herstellern noch einmal eine große Bühne, um ihre Modelle im Rampenlicht der bislang eher kaufmüden Kundschaft schmackhaft zu machen. Aber selbst wenn die von den Autobauern angekündigten neuen Volumenmodelle bei den Käufern ankommen, dürfte es für eine durchgreifende Erholung der Autokonjunktur in diesem Jahr zu spät sein - 2004 wird wohl vor allem wegen schwacher Verkaufszahlen auf dem größten Einzelmarkt Deutschland das fünfte Jahr in Folge mit stagnierenden Neuzulassungen. Die erhoffte Trendwende könnte im nächsten Jahr eintreten - wenn nicht sogar noch später.

Renault-Chef: Keine Baldige Erholung der Autobranche

Der Chef des französischen Autoherstellers Renault , Louis Schweitzer, rechnet nicht damit, dass sich die schwächelnde europäische Autoindustrie in nächster Zeit erholen wird. "Durch die schwache Wirtschaft fahren die Menschen die Autos länger als früher," sagte Schweitzer der "Welt am Sonntag". Der Autoabsatz könne nur dann steigen, wenn die Wirtschaft in der Eurozone um mehr als zwei Prozent wachse. Das sei nicht zu erkennen, sagte Schweitzer.

Branchenbeobachter gehen für Westeuropa zwar weiterhin davon aus, dass die Zahl der Pkw-Neuanmeldungen nach einem Rückgang im vergangenen Jahr 2004 wieder leicht steigen wird. Sie stützen ihre Erwartungen dabei auf die neuen Volumenmodelle, die die Hersteller in diesem Herbst in den Handel bringen. Eine Trendwende bei den Pkw-Neuzulassungen hängt nach Expertenschätzung aber davon ab, dass der Automarkt in Deutschland anspringt. Dort war schon der erhoffte Impuls der Autoschau IAA vor einem Jahr verpufft, weil die Käufer wegen der Sozial- und Arbeitsreformen verunsichert sind.

Prognose: Knoten platzt frühestens im nächsten Frühjahr

Der Geschäftsführer des Prognoseinstituts B&D Forecast, Ferdinand Dudenhöffer, geht davon aus, dass selbst die vom Branchenverband VDA für dieses Jahr jüngst reduzierte Prognose stagnierender Pkw-Neuzulassungen nicht gehalten werden kann. "Ich erwarte, dass sich der ’Knoten’ frühestens im April, Mai nächsten Jahres lösen wird." Erst zu Mitte des Jahres 2005 werde sich der Automarkt Stück für Stück erholen, "so dass wir 2006 wieder bessere Zeiten sehen". In Deutschland würden 2004 voraussichtlich 3,17 Millionen Autos neu registriert, schreibt Dudenhöffer in einer Kurzstudie. Das wären rund zwei Prozent weniger als 2003.

Massenmodelle sollen die Wende bringen

Der Autosalon in Paris ist wenige Monate vor dem Jahresende die große Nabelschau der Branche, auf der die Modelle für das kommende Jahr präsentiert werden. Anders als etwa die sehr viel kleinere Autoschau im Frühjahr in Genf, auf der zumeist Nischenmodelle wie Cabrios, Roadster sowie Designstudien und Fahrzeugkonzepte künftige Trends zeigen, steht in Paris der Massenmarkt im Scheinwerferlicht.

Blickfang an den Messeständen sollen wiederum Volumenmodelle sein, mit denen die Hersteller die Nachfrage ankurbeln wollen. In dem Segment, in dem durch Golf und Astra die Konkurrenz bereits am größten ist, präsentiert Ford den neuen "Focus". BMW hat den zum Golf-Rivalen stilisieren "1er" gerade auf den Markt gebracht und Mercedes verkauft bereits mit Erfolg seine neue "A-Klasse". In dieser Konkurrenz entscheidet sich nach Expertenmeinung, wer sich von den Massenherstellern in der von Rabattschlachten, Überkapazitäten und Kostendruck geprägten Autoindustrie durchsetzen kann.

Mit der "Vision B" rückt Mercedes in Paris zudem einen Kompaktvan auf Basis der A-Klasse ins Rampenlicht, der ab dem Frühjahr 2005 dem VW Touran Volkswagen und dem Renault Scenic Konkurrenz machen soll. Die GM-Tochter Opel zeigt mit dem Grand Tourismo Compact (GTC) erstmals eine zweitürige Version des bisher nur als Viertürer und Caravan erhältlichen Astra. Audi präsentiert den neuen A4 und BMW zeigt erstmals den 507 PS starken M5. VW setzt den Golf GTI in Szene und Peugeot erweitert mit dem 1007, einem van-artigen Kleinwagen mit elektrischen Schiebetüren, sein Angebot im Kleinwagensegment.

Von Jan Christoph Schwartz /Reuters

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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