Promiraser Die Temposünden der Promis


Wer im Rampenlicht steht, ist auf der Straße noch lange kein Vorbild. Auch Fußballprofis, Wirtschaftsbosse und TV-Moderatoren rasen.

Der Fall Stefan Effenberg

Der Führerschein war keine zwei Monate alt. Auf der Autobahn südlich von München sind streckenweise höchstens 80 Sachen erlaubt, doch Bastian Schweinsteiger lieferte ein böses Tempo-Foul. Der Jungstar vom FC Bayern München bretterte mit Tempo 150 in den Radarblitz. Weil die drohende Buáe von 375 Euro für den Fuáballer Klimpergeld ist, erlaubte er sich ein paar Tage sp„ter wieder ein dickes Ding: bei Rot über die Ampel. Dienstwagen futsch, Fahrverbot und Führerschein auf Probe von zwei auf vier Jahre verlängert. Unterdessen wurde Schweinsteiger auf der Fahrt zum Training am Steuer eines Autos gesichtet - diesmal war es sein privater Wagen.

Der Fall Kahn

Mannschaftskollege Oliver Kahn trieb auf der A 96 mit seinem 450 PS starken Renn-Kombi Audi RS 6 auf Wagenlänge einen Vordermann vor sich her. Erwischt. Weil der Nationaltorwart schon vorher an einem Tag dreimal als Raser in Österreich und Bayern geblitzt worden war, muss er sich jetzt zumindest vorübergehend einen Chauffeur suchen.

Der Fall Böcking

Fernsehmoderator Kai Böcking ("Formel 1", "Risiko") nahm die Titel seiner Sendungen ernst. Nachdem er schon zweimal mit 23 und 24 Sachen zu viel geblitzt wurde, legte er beim dritten Treffer noch reichlich was drauf. 155 statt 120. Die Bürokraten von der städtischen Bußgeldstelle sahen darin eine "beharrliche Pflichtverletzung" und legten ihrerseits zu. Beim Bußgeld. 250 Euro.

Der Fall Vanjoki

Teuer wurde der Fahrspaá auch für den Finnen Anssi Vanjoki, Vize-Chef von Nokia. Tempo 75 in einer 50er-Zone kosteten den schnellen Harley-Davidson-Reiter umgerechnet 116 000 Euro - wegen seines hohen Einkommens.

Der Fall Effenberg

Balltreter Stefan Effenberg muss 100 000 Euro Strafe zahlen, weil er einem Polizisten bei der Führerscheinkontrolle nach eigener Aussage "einen schönen Abend gewünscht" hatte. Angekommen war beim grün Uniformierten allerdings das Wort "Arschloch". Das glaubten auch die Richter. Einen Hörfehler der Beamten oder undeutliche Aussprache des Fußballstars schlossen sie aus. Den Lappen wollte der Ordnungshüter übrigens sehen, weil "Effe" ihm zuvor als Temposünder aufgefallen war. Statt mit erlaubten 80 Sachen rauschte der Fuáballprofi in seinem Ferrari mit 120 Stundenkilometern durch eine Autobahnbaustelle.

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