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IAA 2009: Wir haben Kasse leer

Luftige Visionen sind vorhanden, aber eines wird auf der IAA klar: Die Zukunft wird so teuer, dass sich nur die wenigsten den Eintritt leisten können.

Auch wenn überall grüne und blaue Stromstecker die Stände zieren, Spardiesel in unschuldigem weiß die Messeshuttle mimen und aus nahezu jedem Gespräch Worte wie Hybrid, Elektro und Akkutechnik heraus flattern, wird schnell deutlich, dass niemand weiß, wohin die Straße von Frankfurt aus führen soll. Die 63. Internationale Automobilausstellung dreht sich vorrangig um die Sparstars wie das 1-Liter-Auto von Volkswagen, den E-Up aus gleichem Hause, Elektromobile wie Opel Ampera, Renault Z22 / Z23 oder den überaus schnuckeligen Peugeot BB1. Doch hinein in eine grüne Zukunft haben die Autohersteller vor zwei Jahren bei der letzten IAA schon erfolglos gestochert. Deutlich konkreter sind die Inhalte der zahlreichen Messestände nicht geworden. Vielmehr haben die Krisen der Finanz- und Autoindustrie der Branche in den letzten 15 Monaten nochmals kräftig zugesetzt. In kaum einer Messehalle wird laut für die neuen Autos geworben. Das war in den letzten Jahren zumeist ganz anders.

Doch die Kostendämpfungsmaßnahmen sind an allen Ecken und Kanten zu spüren. Viele Stände sind kleiner, die Studien dezenter und selbst die Messeschönheiten an den einzelnen Ausstellungsstücken sind rarer gesät als in den Jahren zuvor. Die Antwort nach einem Königsweg in eine sonnige Autozukunft ist unterhalb des Messeturms nicht in Sicht. Immer wieder tönt es von emotionalen Markengenen, die bei allen Effizienzthemen nicht vergessen werden dürfen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Hersteller wie Audi, Mercedes, Peugeot, Lexus, BMW oder Kia versuchen einen schwierigen Spagat. Doch Fahrspaß, sportliches Design und beeindruckende Fahrleistungen lassen sich mit geringen Verbräuchen, alternativen Antrieben und günstigen Preisen nur selten unter einen Hut bringen.

Wie sehr das Publikum nach wie vor an altbekannten Autodogmen festhält, davon kann man sich an den meisten Messeständen überzeugen. Die schönen Stars der 63. IAA in Person von Audi R8 Spyder, Maserati GranCabrio, Mercedes SLS oder Ferrari 458 lassen die Fotoapparate klicken und sich die Mengen um die Ausstellungsflächen drängeln. Bei den Sparmodellen ist deutlich weniger los. Ein mahnender Fingerzeig, dass auch in Zukunft ohne Emotionen für die Autohersteller kein Blumentopf zu holen ist. Nur wenige Aussteller scheinen von der Krise kaum beeindruckt. Da sind die starken Koreaner, die mit Kia und Hyundai längst nicht nur von der deutschen Abwrackprämie, sondern auch von zeitgemäßer Technik profitiert haben. Da ist der Volkswagenkonzern, der mit seinem Konzernevent am Vorabend der Messe und dem gewaltigen Auftritt in Halle 3 insbesondere der deutschen Premiumkonkurrenz eine schmerzhafte Nase dreht und aus allen Rohren schießt. Bei VW Golf R, Audi R8 Spyder, dem VW L1 oder dem sehenswerten Seat Ibiza Kombi ist für nahezu jeden etwas dabei.

Die Frankfurter Messe wirft genau die Fragen auf, die sie eigentlich beantworten sollte. Scheinbar weiß niemand, wohin der Weg gehen soll. Darüber trügen auch ein paar ansehnliche Elektroansätze kaum hinweg. Nach jüngsten Absprachen versucht sich die längst tot geglaubte Brennstoffzelle über Nacht wieder in die Herzen der Autohersteller zu fahren. In Herz und Kopf der Kunden hat sie es bis dato nicht geschafft. Elektrische Antriebe werden kommen - in welcher Form genau und insbesondere wann - darüber wird an fast jedem Messestand wild gesponnen. Range Extender, Diesel-Hybrid, efficient dynamics oder blue zero - kein Wunder, dass viele Kunden längst den Spaß und das Verständnis für Autos verloren haben.

Schön immerhin, dass die Frankfurter IAA zumindest hier und da an ihre alte Stärke als ehemals wichtigste Automesse der Welt anknüpfen kann. Da zeigt Skoda einen beeindruckend praktischen und ebenso ansehnlichen Superb Combi und Mercedes einen zum Niederknien emotionalen Flügeltürer Mercedes SLS. Da strahlt das T-Modell der Mercedes E-Klasse, der sehenswerte Ford C-Max und der schmucke Frauenversteher Citroen C3. Volumenstarke Publikumsstars sind Fahrzeuge wie der neue Opel Astra, der sich sowohl innen als auch außen stark an seinem großen Bruder Insignia orientiert, ein überaus schnittiger Peugeot 308 RCZ und der BMW X1, der Audi und Mercedes wie ein Stachel im ertragreichen SUV-Fleisch sitzt. Doch wer die Messe besucht, wird sie genau so schlau verlassen, wie er sie betreten hat. Antworten findet er keiner

Stefan Grundhoff/Press-Inform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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