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Kfz-Versicherung: Jetzt richtig wechseln

Bis Ende November können Kfz-Versicherungsverträge ohne Grund gekündigt werden, bei Beitragerhöhungen geht es auch danach. Neue Rabattstaffeln erschweren in diesem Jahr den Kostenvergleich.

Kfz-Versicherungen werden teurer. Eine Überprüfung der eigenen Police ist dabei in diesem Jahr besonders interessant. Zum einen führen einige Kfz-Versicherer neue Rabattstaffeln ein, die zu erheblichen Unterschieden bei den Beiträgen führen können. Zum anderen haben einige Versicherer Preiserhöhungen angekündigt. Insgesamt rechnet die Branche erstmals seit sieben Jahren wieder mit moderaten Preisanstiegen. Je nach Vertrag können diese aber auch deutlich höher ausfallen.

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Damit der Versicherungswechsel reibungslos über die Bühne geht, gilt es, einige grundlegende Hinweise zu berücksichtigen. Die meisten Kfz-Policen haben eine Hauptfälligkeit zum 1. Januar. Mit Blick auf die geltende einmonatige Kündigungsfrist rückt somit der 30. November als Kündigungsstichtag in den Fokus der wechselwilligen Autofahrer. Wird die Police fristgerecht gekündigt, erlischt der Versicherungsschutz zum Ende des laufenden Jahres und geht auf den neuen Versicherer über. Versicherungsnehmer sollten sich daher rechtzeitig (bis spätestens Ende Dezember) um einen neuen Anbieter kümmern, damit ein lückenloser Versicherungsschutz für das Fahrzeug bestehen bleibt. Wird die Kündigung zum 30. November verpasst, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr.

Kündigung per Einschreiben

Grundsätzlich müssen bestehende Policen schriftlich gekündigt werden. Um sicher zu gehen, dass das Schreiben tatsächlich beim Versicherer ankommt, sollte die Kündigung per Einschreiben gegen Rückschein verschickt werden. Entscheidend ist dabei das Eingangsdatum beim Versicherer. Bei Kündigung per Fax empfiehlt es sich, einen Sendebericht als Nachweis aufzuheben. Wird es zeitlich knapp, können Versicherte auch persönlich bei einem Vertreter oder in einer Filiale kündigen. Egal, auf welchem Wege die Kündigung erfolgt: Versicherungsnehmer sollten stets eine schriftliche Kündigungsbestätigung bei den Assekuranzen anfordern. In den letzten Jahren sind einige Versicherer – wie Allianz und Ergo – von der bis dato gängigen Hauptfälligkeit zum 1. Januar abgerückt und bieten auch unterjährige Policen an. Auch in diesen Fällen gelten Kündigungsfristen von einem Monat. Wurde die Police zum Beispiel am 1. Juli abgeschlossen, läuft der Vertrag bis zum 30. Juni des Folgejahres. Versicherungsnehmer mit unterjährigen Policen sollten ihre Vertragsunterlagen genau studieren und sich den persönlichen Kündigungsstichtag am besten rot im Kalender anstreichen.

Wann sind Sonderkündigungen möglich?

In besonderen Fällen haben Versicherte die Möglichkeit, bestehende Verträge auch nach dem 30. November zu kündigen. Dieses Sonderkündigungsrecht greift im konkreten Schadensfall, beim Fahrzeugwechsel und bei einer Beitragserhöhung des Versicherers.

Benachrichtigungen über Beitragserhöhungen können auch erst nach dem 30. November bei den betroffenen Kunden eingehen. Generell gilt bei Beitragserhöhungen ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht ab dem Eingang beim Versicherten. Autofahrer können dann mit sofortiger Wirkung, frühestens jedoch zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung, also in der Regel zum 1. Januar kündigen.

Versicherungsnehmer sollten den gegenwärtigen Wettbewerb der Versicherer nutzen und alternative Angebote für ihr Fahrzeug genau vergleichen. Oft zeigt sich, dass die Kosten bei teuren Kfz-Policen doppelt so hoch sind wie bei günstigen Angeboten – bei gleichem Leistungsumfang. Ein Wechsel kann in vielen Fällen mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Nicht zuletzt ist eine Nachfrage beim aktuellen Versicherer oft lohnend und erbringt einen günstigeren Kurs.

MID / MID

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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