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Navi-Frühling: Die wissen, wo's langgeht

GPS-Navigatoren fürs Auto verkaufen sich derzeit bestens. Vier Trends beherrschen den Navi-Frühling. Der stern sagt, zu welchem Typ die neuen Wegweiser passen

Sparmodelle

Immer weiter rutscht die Preisgrenze bei Einsteiger-Navis. In dieser Klasse unterscheiden sie sich vor allem im Kartenumfang - nur Deutschland, Österreich, Schweiz (D/A/CH), West- oder ganz Europa - und im Empfang von Staumeldungen (TMC), bei der Displayqualität und der Kartendarstellung

GARMIN NÜVI 200 mit Karten für D/A/CH und Tschechien, ohne TMC, ab Mai, ca. 250 Euro
Für Technikmuffel Speziell an Einsteiger richtet sich das Bedienkonzept des Nüvi 200. Der Eröffnungsbildschirm bietet nur zwei Optionen auf dem berührungsempfindlichen Display, die Menüführung ist gut zu verstehen. Für 300 Euro gibt es den großen Bruder Nüvi 250, der Karten für ganz Europa mitbringt.

Navigon 3100 mit Karten für D/A/CH, ohne TMC, ca. 250 Euro
Für Komfortliebhaber Besonders ausgefeilt sind die Anzeigen des Navigon: Namen werden wie auf der tatsächlichen Beschilderung angezeigt, ein Fahrspurassistent hilft beim Einordnen auch bei unübersichtlichen Verkehrsführungen, auf Wunsch wird die benzinsparendste Route berechnet. Ein Empfänger für TMC-Staumeldungen lässt sich nachrüsten.

FALK E60 mit Karten für Westeuropa, ohne TMC, im April erhältlich, ca. 270 Euro
Für Reiselustige Das E60 führt durch ganz Westeuropa. Es zeigt in Städten die Umrisse einzelner Häuser an, was die Orientierung erleichtern soll. Falk bietet auch eine Warnfunktion für fest installierte Ampel- und Tempoblitzanlagen. Deren Nutzung während der Fahrt ist allerdings in Deutschland verboten - nur vorher bei der Routenplanung darf man sich ansehen, wo die Fallen versteckt sind.

NAVMAN F30 mit Karten für D/A/CH und TMC, ca. 250 Euro
Für Stau-Hasser Der F30 empfängt mit seinem TMC-Modul Staumeldungen, die die Radiosender ausstrahlen. Mit deren Hilfe kann der Navi Verkehrsstaus anzeigen und um sie herum führen - diese Funktion haben sonst nur teurere Geräte. Eine separate Taste dient eigens dazu, nahe gelegene Tankstellen oder Parkplätze anzuzeigen. Auch ein Radarwarner ist integriert.

Multimedia-Alleskönner

Sie sorgen für Bordunterhaltung wie im Flugzeug, spielen Musik oder Filme ab, zeigen Fotos an und sind Freisprechanlage

Blaupunkt travel-pilot lucca 5.2 mit Karten für Europa und TMC, ca. 410 Euro
Für Filmfreunde Der Lucca 5.2 hat Europakarten und TMC-Staumelder, aber er leistet noch mehr: Über einen Videoeingang kann man am 16:9Display DVD-Player, Fernsehempfänger und Videoplayer anschließen oder Fotos anzeigen - am besten auf dem Parkplatz. Auch digitale Musik von Speicherkarten spielt der Navi ab.

JVC KV-PX70 mit Karten für Europa und TMC, ca. 390 Euro
Für Musikfans Alles, was auf der Speicherkarte ist, spielt der JVC ab: Musik ebenso wie Filme oder Fotos. Auch als Bluetooth-Freisprechanlage eignet er sich. Obwohl es sich immer noch um nicht fest installierte Geräte handelt, lohnt sich in dieser Klasse der Anschluss ans Autoradio. Dann kommt die Musik aus der Soundanlage des Fahrzeugs - und damit zu voller Geltung.

Reiseführer

Hinkommen ist nicht alles: Restaurant- und Hoteltipps, der automatische Hinweis auf Sehenswürdigkeiten entlang dem Weg einschließlich deren Erklärung, Routenplanung auf den schönsten Strecken und sogar Sicherheitshinweise ergänzen die simple Navigation von A nach B

Merian scout navigator mit Karten für Europa und TMC, ab Sommer, ab 600 Euro
Für Neugierige Ein richtiger Reiseführer ist dieser Navi - mit 30 000 redaktionell bearbeiteten Zielen (aus den Zeitschriften "Der Feinschmecker" und "Merian"), mit 800 Audiobeiträgen, die auf Wunsch automatisch abgespielt werden, wenn man eine Sehenswürdigkeit passiert. So macht Reisen Spaß!

Mobiler navigator 3300 mit Karten für Europa und TMC, ab Mai, ca. 400 Euro
Für Sicherheitsbewusste In Zusammenarbeit mit dem ADAC bietet der Navigator nicht nur umfangreiche Reiseinformationen mit mehr als 50 Routenvorschlägen, sondern auch Sicherheitshinweise: Er warnt mit entsprechenden Symbolen vor scharfen Kurven, Wildwechseln oder unbeschrankten Bahnübergängen.

VIA michelin X-980T mit Karten für Europa und TMC, ca. 480 Euro
Für Genießer Michelin, das sind die mit den Restaurant-Sternen. Und so hat der schicke Navi viele Infos über Restaurants und Hotels. Er berechnet auch eine "von Michelin empfohlene" Route.

Wegweiser-Handy

GPS-Empfänger sind klein und billig genug geworden: Sie werden jetzt gleich mit ins Mobiltelefon eingebaut. Nokia setzt den Trend, andere Hersteller werden nachziehen

Nokia N95 mit Karten weltweit, ohne TMC, ca. 550 Euro ohne Vertrag
Für Vielzweck-Freunde Dieser Alleskönner kombiniert ein Mobiltelefon mit Camcorder, Videoplayer und Navi. Die Kartendarstellung überzeugt, das Display ist gut ablesbar. Karten für 150 Länder mit 15 Millionen Einzelinformationen ("Points of Interest") lassen sich gratis runterladen. Reiseführer und gesprochene Richtungshinweise kosten jedoch extra. Preis: ab 5,97 Euro für eine Woche.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.