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Produktionsende des Hummer: Luden aufgepasst! Euer Auto gibt's nicht mehr

Im US-Bundesstaat Louisiana werden die Letzten einer Art zusammengeschraubt. Die Produktion des Hummer wird eingestellt. Wie kein anderes Automobil war der Hummer Sinnbild eines allzu verschwenderischen Umgangs mit der Natur.

Von Helmut Werb

Wenige Automobile haben Autofahrer und Nicht-Autofahrer so polarisiert wie der Hummer. Für Fans des Ungetüms wie Ari Fleischer, Pressesprecher des Ex-Präsidenten George Bush, war der Hummer ein Symbol "unseres Gott-gesegneten American way of life". Der amerikanische Umweltpapst und Teilzeit-Präsidentschaftskandidat George Nader sagte hingegen, der Benzinvernichter sei "das Symbol amerikanischer Arroganz schlechthin". In Deutschland kam der Hummer nie über ein Nischendasein in der Halbwelt hinaus. In Germany war er nur als Stretchlimousine für den Junggesellenabschied, als Promotion-Mobil mit GoGo-Girls oder schlicht als Wagen für Zuhälter im Einsatz. Weltweit galt die tonnenschwere Landmaschine als personifizierte Heizsonne für das Weltklima, während Leute aus den General Motors’ Chefetagen wie Bob Lutz den militanten Kleinlaster als wirtschaftliche Notwendigkeit verteidigten. "So lange die Leute das kaufen", sagte der gute Mann noch vor einigen Jahren, "so lange werden wir es bauen." Mit Kaufen und Bauen ist jetzt Schluss. Mit dem Verkauf an die Chinesen zogen Bob und die anderen GM-Generäle den Schlussstrich unter einem einmaligen automobilen Kapitel, und der Hummer wird als Klassiker in die Automobilgeschichte eingehen.

Langsames Sterben

Dabei ging die Ära des Hummers langsam zu Ende. Seit dem 11. September 2001 erschien gemäßigter Benzindurst in den USA als patriotisch, und stetig steigende Benzinpreisen dämpften die Nachfrage nach fahrenden Ungetümen mit einem Durchschnittsverbrauch von bis zu dreißig Litern Jahr um Jahr. Als die Bankenkrise 2009 voll durchschlug, rutschten die verkauften Stückzahlen trotz dramatischer Rabatte endgültig in homöopathische Bereiche ab. Mit nicht mal 15.000 verkauften Einheiten für alle Hummer-Modelle, entschied sich der blutende Riese General Motors, im Rahmen des Konkursverfahrens die Reißleine zu ziehen und die Marke Hummer zu verscherbeln.

Geschichte eines Missverständnisses

Dabei war das Fortbewegungsmittel für den wahren amerikanischen Mann in Wirklichkeit immer schon eine Mogelpackung. Im Jahr 1984 begann beim US-Konzern AM General Corporation die Produktion des Ur-Vaters aller Hummers. Das militärisch genutzte "High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle", kurz HumVee genannt, sorgt bis heute mit Kanonen, Radarschirmen und Mikrowellenstrahlern weltweit für Ruhe und Ordnung nach US-Art. Auf Drängen des damaligen Action-Stars und heutigen Gouverneurs von Kalifornien Arnold Schwarzenegger, entwickelte AM General 1992 eine zartere Version des Mini-Panzers und gab ihm den Namen Hummer M998. Der Ur-Hummer war geboren. "Arnie" war zufrieden und kaufte gleich acht Stück davon.

Sechs Jahre später kam General Motors auf die Idee, sich den Vorgartenkrieger einzuverleiben, und kaufte AM General die Marke Hummer ab. AM baute den nun H1 genannten M998 weiter für die Kollegen in Detroit, bis der Opa-Hummer 2006 unter dem Vorwand eingestellt wurde, Kapazitäten fürs Militär freischaufeln zu müssen. Hinzu kam die von General Motors vorgestellte weichgespülte Version der Zivil-Version, der H2. GM’s nächster Streich, die vollkommen softe Variante H3, verkaufte sich anfangs recht ordentlich. Was weniger an der Technik lag, die von einem schlaffen Chevrolet Colorado stammte, als am martialischen Aussehen des Zweieinhalbtonners. Noch als die Verkäufe völlig abrutschten, malten sich die Hummer-Manager die düstere Zukunft mit Dieselmotoren und Hybrid-Modellen schön, aber nichts kam über einen Vorproduktionsstatus hinaus. 2008 musste GM dann den H2 auf Grund der Nachfrage Null einstellen.

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Urahn lebt weiter

In der kleinen Gemeinde der echten Off-Roader gilt das Ende des Hummer als Trauerfall. Im Gelände setzten die Hummer Standards, an die andere Vierrädler nicht denken konnten. Bei einer Vorstellung in Colorado fuhr man den H2 eine fast senkrechte Wand hoch, und das ohne Händezittern, von wilden Flussdurchquerungen und atemberaubenden Seitenneigungen ganz zu schwiegen. US-Renn-Legende Robbie Gordon bestritt die gerade zu Ende gegangene Rallye Dakar mit zwei Hummern, deren brachiale V8-Motoren er zwecks größerer Federbeinwege einfach hinter die Hinterachse verlegte. Ob er nun unter Regie der Volksrepublik durch Chile oder die Baja jagen wird? "Was weiß schon ich", zuckte Gordon hilflos mit den Schultern, als ihn stern.deauf die ungewisse Zukunft ansprach. "Meint ihr, ich soll jetzt Mandarin lernen?"

Ob sich die chinesische Transplantation des ur-amerikanischen Hummers als Erfolg herausstellen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin scheint die Begeisterung für bombastische Geländewagen in Asien (noch) ungebrochen. Und ganz werden die kantigen Spritsäufer auch in den USA nicht verschwinden. Dank der amerikanischen Kriegsführung in Irak und Afghanistan läuft die Produktion des Militär-Humvee auf Hochtouren. Der Ur-Saurier überlebt locker seine verweichlichten Abkömmlinge.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(