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Rallye Dakar 2010: Rasende Medizinmänner

Mehr als 9000 Km in zwei Wochen. Das geht an keinem spurlos vorbei - und schon gar nicht an den Rallye Dakar Teilnehmern. Der VW-Teamarzt Markus Preuth verrät stern.de, wie Fahrer und Beifahrer fit bleiben.

Von Stefanie Szlapka

Trotz der Strapazen müssen die Fahrer jeden Tag ihre 100%ige Leistung abrufen können. Nur so haben sie die Chance, die Rallye heil zu überstehen und an der Spitze mitzufahren. Um das zu gewährleisten, steht den Piloten des Volkswagen Werksteams ein Medical Team zur Verfügung. Im Auftrag der Sportklinik Bad Nauheim betreut Markus Preuth das Volkswagen Motorsport Team während der Dakar.

Preuth gehört zu den ersten Teammitgliedern, die die Fahrer im Biwak von Volkswagen in Empfang nehmen. Über seine Arbeit auf der Dakar sagt der Arzt: "Das Wichtigste ist der ständige Dialog zwischen den Fahrern, Beifahrern und dem medizinischen Team. Wir informieren uns, was bei den Fahrern und Beifahrern los ist. Damit versuchen wir frühzeitig Dinge, wie eine Erkältung oder andere Probleme der Fahrer und Beifahrer zu erkennen und zu versorgen. Die Physiotherapeuten behandeln die Fahrer und Beifahrer täglich - teilweise im Hotel oder auch direkt im Biwak. Das kommt auf die momentane Situation an: die Beifahrer bleiben nach den Prüfungen oft im Biwak, um das Roadbook entgegenzunehmen und vorzubereiten. Daran schließt sich die Behandlung oftmals an, während die Fahrer oft im Hotel behandelt werden.

Die tägliche Betreuung beinhaltet auch das Flüssigkeitsmanagement. Das heißt, wir befüllen die Trinkflaschen mit speziellen Elektrolytgetränken. Somit können wir auch nach den Prüfungen kontrollieren, wie viel die Piloten getrunken haben. Die Piloten schwitzen sehr, sehr viel während der Etappen und sie müssen sich zwingen, etwas zu trinken, auch wenn das Durstgefühl nicht immer da ist. Man kann sagen, dass die Beifahrer etwas weniger trinken als die Fahrer. Sie haben immer zwischen drei und sechs Litern an Bord. Die sind bei den meisten Fahrern fast immer aufgebraucht

In den Fahrzeugen liegen zusätzlich noch Glykose-Gels und Riegel, um den Energiehaushalt der Fahrer zu decken. Die liegen meistens in der Tür des Beifahrers. Das Auto ist immer so ausgestattet, dass man auch länger unterwegs sein kann. Selbst, wenn man einen Schaden reparieren oder sogar eine Nacht in der Etappe verbringen muss. Mark Miller nutzt das relativ häufig und zwingt sich pro Stunde eines dieser Gels zu nehmen. Ist richtig, damit gerät er nie in die Gefahr, dass seine Konzentration durch Hunger oder Dehydration leidet.

Die Grundlagen ihrer Leistungsfähigkeit legen die Piloten während des Jahres durch ein spezielles Training. Hierbei werden sie ganzjährig von der Sportklinik in Bad Nauheim sowohl internistisch-kardiologisch, als auch orthopädisch betreut. Wir können hier vor Ort nur unterstützend wirken und sie nach der Etappe wieder fit machen, damit sie ausgeruht und konzentriert in die nächste Stage starten können."

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.