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Safety Stars: Auf die Idee kommt's an

Setzen Sie sich für mehr Verkehrssicherheit ein oder zeigen als junger Fahrer Klasse? Die Aktion safety stars sucht solche Typen. Es gibt tolle Preise zu gewinnen.

Ein schwerer Verkehrsunfall vor einigen Jahren war für Andreas Gumbinger aus Osthofen bei Worms der Auslöser, selbst etwas für die Sicherheit auf den Straßen zu tun. "Ich lag mit gebrochener Hüfte im Uni-Krankenhaus in Heidelberg und hab mich ziemlich bemitleidet", sagt der Unternehmer. "Aber dann habe ich auf der Station Kinder mit viel schwereren Verletzungen gesehen, die ebenfalls Opfer eines Verkehrsunfalls geworden waren. Da bin ich ins Grübeln gekommen."

Nach seiner Entlassung aus der Klinik gründete er den "Verein für Kinderunfallopfer im Straßenverkehr Deutschland e. V.", der kindgerechte Verkehrsanlagen sowie Kinderkliniken finanziell unterstützt. Den größten Teil der Mittel bezieht Gumbinger aus Zahlungen, die von verurteilten Sündern an karitative Einrichtungen wie seine geleistet werden müssen.

Auf junge Erwachsene und deren Verhalten am Steuer konzentriert sich der Unfallchirurg Gerrit Matthes. Er unterrichtet nebenher in den Beruflichen Schulen am Klinikum der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald das Fach Unfallprävention. In regelmäßigen Praktika bringt er gesunde junge Leute aus seiner Klasse mit gleichaltrigen Verkehrsopfern zusammen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. "Die Methode ist brutal, aber wirksam", sagt der junge Mediziner. "Wenn man einen 20-Jährigen mit einem Querschnittsgelähmten zusammenbringt und der erzählt, dass für ihn die Sexualität abgehakt ist, dann wirkt das mehr als alles andere. Denn in dem Alter ist Sex ja ein wichtiges Thema."

Engagierte Leute wie Gumbinger oder Matthes sind potenzielle "Safety Stars", die in der Aktion "Menschen engagieren sich" der Renault Deutschland, der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände und des stern gesucht werden. Es geht um Leute, die sich mit persönlichem Engagement und unkonventionellen Aktionen für die Verkehrssicherheit einsetzen und dafür ausgezeichnet werden sollen. Schirmherr ist das Bundesministerium für Verkehr.

In der Jury von "Menschen engagieren sich" sitzen Fachleute sowie junge Prominente aus Musik und Fernsehen. Zu den Experten zählen Gerhard von Bressensdorf von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF), Jacques Rivoal als Vorstandsvorsitzender der Renault Nissan Deutschland AG, und stern-Chefredakteur Andreas Petzold. Zusammen mit Kim Rohwetter, beste Fahranfängerin des Jahres 2004, Sarah Brendel, Sängerin und Songschreiberin, und Viva-Moderatorin Gülcan Karahanci entscheiden sie über die drei Gewinner bei den Safety Stars. Diese erhalten Geldpreise zur Finanzierung künftiger Aktionen: 5000 Euro gibt es für den Besten und jeweils 2500 Euro für die beiden Zweitplatzierten.

Teilnehmen kann jeder, der sich für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen einsetzt. Bewerbungen können persönlich oder von Dritten eingereicht werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Juli 2005. Dazu muss ein Fragebogen ausgefüllt werden, den man entweder aus dem Internet (www.safety-stars.de) herunterladen oder über das Aktionsbüro Safety Stars (Pleon Kohtes Klewes, Kaiserstraße 33, 53113 Bonn, Tel.: 0228/915 14-128, E-Mail: aktion@safetystars.de) anfordern kann. Die Sieger werden bei der Abschlussgala am 20. September 2005 zusammen mit "Deutschlands besten Fahranfängern" ausgezeichnet. Dieser Wettbewerb läuft parallel nun schon im vierten Jahr.

Wenn es auf Deutschlands Straßen knallt, sind besonders häufig junge Fahranfänger beteiligt. Hier setzt der zweite Wettbewerb an. Jährlich bestehen etwa 750 000 junge Menschen die Führerscheinprüfung. Wie die kürzlich erschienene Aral-Mobilitätsstudie zeigt, stehen Jugendliche der Fahrprüfung jedoch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits sehen sie es als Pflicht an, diesen Abschluss zu schaffen, wenn man dazugehören will. Andererseits bestehen große Ängste vor dem Versagen - was dazu führt, dass die Prüfung hinausgezögert wird. Besitzen sie dann den Führerschein, fühlen sich viele Anfänger im Verkehr überfordert. Sie fahren am liebsten mit Beifahrer, würden dies aber nie zugeben. Viele empfinden am Steuer eine große Unsicherheit. Rasen, so die Studie, ist oft eine Art von Angstbewältigung. Gefährliche Situationen werden erzeugt, um sie zu überwinden. Nach einer Untersuchung von Renault stellen aber nur rund 30 Prozent der jungen Fahrer eine Gefährdung für den Straßenverkehr dar. Die restlichen 70 Prozent fahren eher umsichtig. Dennoch sind die Jungen zwischen 18 und 24 Jahren besonders gefährdet. Obwohl sie nur knapp acht Prozent der Bevölkerung ausmachen, sind sie an gut einem Fünftel aller tödlichen Verkehrsunfälle beteiligt - zum Glück inzwischen mit fallender Tendenz. Nach ersten Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen ist 2004 die Zahl der Toten unter den Verkehrsteilnehmern dieser Altersgruppe auf 1230 gesunken (2003: 1392).

An der Fahranfänger-Aktion können junge Leute teilnehmen, die am Stichtag 30. Juni 2005 maximal zwei Jahre im Besitz eines Führerscheins der Klasse B sind, und sie dürfen zu diesem Termin nicht älter als 25 Jahre sein. Der Weg zur Teilnahme führt nur über das Internet: www.safety-stars.de. Wichtig: Keiner darf in Flensburg Punkte haben. Wer während der Aktion welche bekommt, wird vom laufenden Wettbewerb ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 30. Juni 2005. In drei Runden müssen sich die Teilnehmer aus ganz Deutschland bewähren. Wer es unter die Besten schafft, wird belohnt. Die Hauptpreise:

1. Preis: ein Renault Mégane,
2. Preis: ein Renault Modus
3. Preis: ein Renault Twingo.

Los geht es beim Online-Qualifying mit kniffligen Wissensfragen. Die jeweils 50 punktbesten Kandidaten aus einer der fünf Regionen kommen in die zweite Runde der regionalen Vorausscheidungen, die in Fahrsicherheitszentren stattfinden. Bei den eintägigen Tests wird besonderer Wert auf das souveräne und gelassene Verhalten am Steuer gelegt. Das Finale mit 20 Fahrern - zwei Frauen und zwei Männer aus jeder Region - findet am 19. und 20. September 2005 in Berlin statt, wohin die Fahranfänger gemeinsam mit ihren ehemaligen Fahrlehrern eingeladen werden.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.