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Sicher Fahren: Geflügelte Blondinen retten Leben

Früh am Morgen, nach einer durchtanzten Nacht machen sich junge Autofahrer auf den Heimweg. Alkoholisiert oder unter Drogen endet die Fahrt im schlimmsten Fall tödlich. In den Niederlanden helfen Schutzengel.

Der Schutzengel wirkt frech, nicht brav: Eine junge blondmähnige Comicfigur breitet auf Plakaten und Handzetteln in der niedersächsisch-niederländischen Grenzregion ihre Flügel aus. "Sag NEIN zu Alkohol und Drogen am Steuer", steht daneben, oder auch: "Ras' nicht so!". Damit die Botschaft auch jenseits der Grenze ankommt, ist der Text zusätzlich auf niederländisch formuliert.

Was so bunt und lustig aussieht, hat einen ernsten Hintergrund: In Deutschland sind männliche Autofahrer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren überdurchschnittlich oft in schwere Verkehrsunfälle verwickelt, sagt Karl-Heinz Brüggemann, Leiter der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim (Niedersachsen). Viele der Unfälle enden tödlich, wenn die jungen Männer nach Discothekenbesuchen womöglich noch unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen Gas geben. "In dieser Altersgruppe ist der Verkehrsunfall die häufigste Todesursache."

Zahl der Verkehrstoten bereits gesunken

In den ersten Monaten dieses Jahres sind in seinem Zuständigkeitsbereich bereits fünf junge Autofahrer im Alter zwischen 21 und 24 Jahren tödlich verunglückt. Den Trend sollen die weiblichen Begleiterinnen stoppen: Sie sind die Schutzengel, die ihren Freunden vor der Fahrt ins Gewissen reden. Weil viele der Discobesucher in der Grenzregion aus den Niederlanden kommen, werden auf beiden Seiten der Grenze Schutzengel geworben, sagte Roel ter Schure von der niederländischen Polizei.

Das Schutzengelprojekt, das von der deutschen und niederländischen Polizei und der Sportjugend der beiden Landkreise ins Leben gerufen wurde, hat sich schon in Dänemark und im niedersächsischen Kreis Soltau-Fallingbostel bewährt. In den vergangenen beiden Jahren sei die Zahl der Verkehrstoten in diesem Landkreis deutlich gesunken, betonten Brüggemann und Osnabrücks Polizeipräsident Rolf Sprinkmann. "Niemand hat auf junge Männer in diesem Alter so viel Einfluss wie junge Frauen", sagte Sprinkmann.

"Junge Frauen werden funktionalisiert"

Bei der Landesverkehrswacht Niedersachsen löst diese Aussage eher Kopfschütteln aus. "Junge Frauen werden funktionalisiert", kritisierte deren Geschäftsführerin Cornelia Zieseniß. "Frauen sind grundsätzlich nicht dafür da, um auf Männer aufzupassen." Oft werde vergessen, dass das Projekt nur als Teil eines Bündels von Maßnahmen wie Aufklärungsarbeit oder Fahrsicherheitstraining erfolgreich sei, betonte Zieseniß. "Auch Männer können durchaus Schutzengel sein, wenn sie sich dazu bekennen: Wir fahren ohne Alkohol und Drogen."

Allein auf die Wirkung der Schutzengel wollen Kreise, Polizei und Sportjugend auch nicht setzen. Alkohol- und Drogenkontrollen beiderseits der Grenze sollten fortgesetzt und verstärkt werden, sagte ter Schure. In den Niederlanden und in Deutschland gibt es zudem Aktionen, die auf die Folgen riskanten Autofahrens hinweisen - von schockierenden Plakaten an den Landstraßen bis hin zu Sitzungen in Fahrsimulatoren.

Elmar Stephan/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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