HOME

Sicherheit: Fit für die Rutschpartie

Wenn es draußen nass und eisig wird, ist für Autofahrer höchste Vorsicht und Vorsorge geboten: Vor allem der Zustand der Reifen entscheidet über die Fahrsicherheit.

Der Herbst verlangt von Autofahrern besondere Aufmerksamkeit: Nässe und Laub auf der Fahrbahn, Sichtbehinderungen durch Regen, Nebel oder tief stehende Sonne machen ihnen das Leben schwer. Damit es nicht zu einer vorwinterlichen Rutschpartie kommt, sollten Autofahrer ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anpassen und gegebenenfalls den Fuß vom Gas nehmen.

Eine wichtige Rolle für die Verkehrssicherheit spielt auch der Zustand der Reifen. "Schließlich müssen die Reifen das Kraftfahrzeug mit einer Aufstandsfläche, die jeweils nur postkartengroß ist, sicher auf der Fahrbahn halten", erklärt der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV). "Mehr Profil bedeutet bessere Bodenhaftung, kürzere Bremswege und reduziertes Aquaplaning-Risiko, da mehr Wasser durch die Profilrillen verdrängt werden kann." 1,6 Millimeter Mindestprofil sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

Tipps rund um die Bereifung

Aus Sicht des BRV reicht dies aber bei weitem nicht aus für eine sichere Fahrt auf nassen oder - fast noch unfallträchtiger - mit dünnem Rutschfilm überzogenen Straßen. Der Verband empfiehlt deshalb mindestens zwei Millimeter Profiltiefe für Pkw-Reifen der Geschwindigkeitskategorien S und T beziehungsweise drei Millimeter für Reifen der Kategorien H, V, Z, Y oder W. Zudem sollten Autofahrer ihre Kraftwagen von Oktober bis April grundsätzlich mit Winterreifen mit einer Mindestprofiltiefe von 4 Millimeter ausrüsten. Denn Winterreifen seien nicht nur bei extremem Winterwetter den Sommerpneus überlegen, sie seien generell besser auf niedrige Temperaturen eingestellt.

Darüber hinaus gibt der Verband allen Autofahrern folgende Tipps rund um die Bereifung mit auf die Fahrt:

- Der Luftdruck der Reifen sollte regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden - wenigstens alle vier Wochen.
- Die Bereifung sollte durch regelmäßige Sichtkontrollen auf akute Schäden wie Beulen, Risse und Schnitte, aber auch auf unregelmäßige Abnutzungserscheinungen der Lauffläche geprüft werden.
- Auch bei vergleichsweise geringer Abnutzung haben Reifen nur eine begrenzte Lebensdauer. Die Reifenindustrie empfiehlt deshalb: Pkw-Reifen, die älter als zehn Jahre sind, sollten grundsätzlich nur noch benutzt werden, wenn sie vorher ständig unter normalen Bedingungen im Einsatz waren. Und sie sollten auch nicht mehr umgesteckt, sondern nur noch im laufenden Betrieb abgefahren werden.

AP / AP
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.