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Steuerreform: Werkswagenkauf lohnt sich wieder

Frohe Weihnachtsbotschaft für alle Beschäftigten von Autobauern: Das Finanzministerium regelt die Besteuerung beim Kauf von Werkswagen neu. Die Steuern sinken in der Folge deutlich.

Von Hans Peter Schütz

Bei den Arbeitnehmern der deutschen Automobilindustrie darf man sich freuen: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) reformiert die Besteuerung von so genannten Jahreswagen. Und die Neureglung ist zudem von den Finanzbehörden rückwirkend ab Januar 2009 anzuwenden.

Durch diese Neuregelung sinkt die steuerliche Belastung der Mitarbeiter von Automobilherstellern und Autohändlern, die ein Fahrzeug ihres Arbeitgebers erwerben. Jetzt berechnen die Finanzbehörden den geldwerten Vorteil von Jahreswagenkäufern nicht mehr anhand fiktiver Verrechnungspreise. Stattdessen dient der Marktpreis als Berechnungsgrundlage. Das geht aus dem stern.de vorliegenden Schreiben des Bundesfinanzministeriums hervor.

Ein Beispiel: Angenommen der Listenpreis eines Neuwagens beträgt 35 000 Euro, der Marktpreis jedoch liegt durch offene und verdeckte Händlerrabatte bei 30.000 Euro. Dann betrug der vom Finanzamt berechnete steuerpflichtige geldwerte Vorteil bisher 3365 Euro. Nach der Neuregelung beträgt er jetzt nur noch 1205 Euro.

Nachhaltige Belebung des Marktes

Auf Druck vor allem der baden-württembergischen CDU-Abgeordneten Clemens Binninger und Thomas Strobl war im schwarz-gelben Koalitionsvertrag festgeschrieben worden, dass die "Besteuerung von Jahreswagenrabatten für Mitarbeiter zügig auf ein realitätsgerechtes Maß" zu bringen sei.

Dass die Forderung so schnell und rückwirkend umgesetzt wird, dürfte den betriebsinternen Absatz von BMW, Audi, Mercedes, Ford, Opel und Volkswagen erheblich beflügeln. Bei Mercedes waren beispielsweise 2002 noch über 40.000 Autos an Mitarbeiter verkauft worden. 2008 waren es nur noch rund 7000 Fahrzeuge. Der frühere Finanzminister Peer Steinbrück hatte eine Reform abgelehnt. Nachdruck erhielt die Forderung der CDU-Abgeordneten erst, als ein Urteil des Bundesfinanzhofs die bisherige Besteuerungspraxis in Teilen für nichtig erklärt hatte.

Der Abgeordnete Binninger sagte zu stern.de: "Die jetzt marktgerechte Besteuerung des Jahreswagenverkaufs wird den Markt für Modelle deutscher Hersteller nachhaltig und langfristig beleben." Außerdem sei die marktgerechte Besteuerung von Jahreswagen ordnungspolitisch im Gegensatz zur Abwrackprämie ein sauberes Instrument.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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