SMART CROSSBLADE Das Knallfrosch-Auto


Was übrig bleibt, wenn man einen Smart aller Türen und Fenster beraubt? Relativ wenig. Und dieses Wenige wird in Genf als Serienmodell vorgestellt.

Was übrig bleibt, wenn man einen Smart aller Türen und Fenster beraubt? Relativ wenig. Und dieses Wenige wird auf dem Genfer Autosalon als Serienmodell vorgestellt werden. Crossblade heißt der neue Smart, der die Extrem-Liebhaber des Mikro-Autos ansprechen soll.

2000 Stück werden gebaut

Vor einem Jahr stand der Crossblade noch als reines Showcar auf dem Internationalen Automobilsalon in Genf. Kein Besucher dachte im Traum daran, dass dieser Rest-Smart jemals den Weg auf die Straße finden würde. Weit gefehlt. 2000 Stück will die MCC GmbH vom Crossblade bauen.

Erweiterte Produktpalette

»Die Entwicklung des smart crossblade innerhalb eines Jahres ist ein weiterer Beleg für das Potenzial unseres Fahrzeugkonzeptes und gleichzeitig ein weiterer Schritt in der Erweiterung unserer Produktpalette«, erklärte Andreas Renschler, Vorsitzender der Geschäftsführung von MCC smart.

Stärkerer Motor

Befeuert wird die Mischung aus Knallfrosch und Auto vom bekannten SUPREX-Turbomotor, der auch in den Serien-Smarts zum Einsatz kommt. Um der Sache etwas mehr Nachdruck zu verleihen, wurde die Leistung des Motörchens elektronisch auf 52 kW (70 PS) gesteigert.

Maximal 135 km/h

Da der Crossblade, außer einem Mini-Windabweiser, dem Fahrtwind wenig entgegenzusetzen hat, ist seine Höchstgeschwindigkeit auf 135 Stundenkilometer begrenzt. Aber auch bei dieser Geschwindigkeit werden Fahrer und Beifahrer genug damit zu tun haben, anfliegenden Insekten zu entgehen.

Dazu Philipp Schiemer, bei MCC smart Geschäftsführer Marketing & Sales: »Mit dem smart crossblade sprechen wir einen exklusiven Kreis von Kunden an, der einen großen Wert auf persönliche Freiheit und Unabhängigkeit legt«.

Stabile Sicherheitsbügel

Der Flitzer verzichtet komplett auf Dach, Türen und eine herkömmliche Windschutzscheibe. Die Crossblade-Fahrer sitzen unter freiem Himmel, über den Cockpitbereich spannt sich lediglich ein schmaler Windabweiser. Anstelle von Türen schwingt sich beim Betreten des Crosblade ein Sicherheitsbügel auf

Neben Versteifungen im Boden sowie in A- und B-Säule soll auch der integrierte Überrollbügel dem Fahrzeug die gewünschte Biege- und Verwindungssteifigkeit verleihen.

Wasserabweisender Innenraum

Im Innenraum setzen Instrumententafel und Sitzbezüge aus wasserabweisendem, feuerrotem Kunststoff die Akzente. Lenkrad und Schaltknauf sind mit schwarzem Leder bespannt.

21.000 Euro

Wer tatsächlich Wert darauf legt, sich in einem Auto Wind und Wetter völlig schutzlos auszuliefern, kann den Smart Crossblade ab dem 5. März beim Händler ordern. Der völlige Verzicht bezieht sich allerdings nicht auf den Geldbeutel. 21. 000 Euro muss man für dieses Beinahe-Auto hinblättern.

Jochen Knecht


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker