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Aufrüstung Putins gefürchteter T-14 Armata Panzer kommt zur Truppe

Ein Eprobungsmodell des t-14 Armate auf dem Roten Platz im Mai 2019
Ein Erprobungsmodell des T-14 Armate auf dem Roten Platz im Mai 2019
© Alexander Nemenov / AFP
Im Mai 2015 rollte der T-14 erstmals über den Roten Platz. Die Neuentwicklung deklassierte aller existierenden Panzer, so auch den Leopard II. Nun werden die ersten Serienmodelle ausgeliefert.

Als der T-14 Armata erstmals im Mai 2015 vorgestellt wurde, lief ein Schock durch die westliche Welt. Der neuartige Panzer ist allen anderen Modellen hoffnungslos überlegen. Das ist kein Wunder: Das russische Modell ist eine komplette Neuentwicklung, die westliche Kampfpanzer hingegen stammen aus dem Kalten Krieg, wenn sie auch immer wieder aufgerüstet wurden.

Kleine Stückzahlen

Nun hat der Leiter des staatlichen Rüstungskonzerns Rostec Sergej Tschemesow auf der Dubai Airshow 2019 gesagt, dass die erste Lieferung der T-14 Armata-Panzer in den nächsten Wochen bei der Truppe ankommt. Russischen Medien nehmen an, dass die Panzer zum Jahreswechsel eintreffen werden. Der Schock im Westen ist heute deutlich geringer als im Mai 2015. Tatsächlich umfasst die erste Lieferung nur ein Dutzend Armata, dazu sollen vier Bergepanzer auf Basis der universellen Armata-Plattform kommen.

Im Januar wurde bekannt gegeben, dass die Erprobung der Prototypen abgeschlossen sei und die Serienfertigung beginne. Ein Jahr zuvor hatte das Verteidigungsministerium einen Vertrag über insgesamt 132 Armata-Fahrzeuge abgeschlossen, darunter auch einige schwere Schützenpanzer vom Typ T-15. Bis Ende 2020 sollen etwa 100 Kampfpanzer T-14 Armata geliefert werden. Es muss sich allerdings erst beweisen, ob der Hersteller Uralvagonzavod die Kapazitäten besitzt, 120 Modelle in einem Jahr zu produzieren. 

Im Jahr 2015 wurden zunächst gigantische Zahlen für den T-14 kolportiert, auch in den russischen Medien. 2000 T-14 solle die Armee bis 2020 erhalten, hieß es. Diese Zahl war allerdings unglaubhaft, da es bei Weitem keine Kapazitäten zum Bau solcher Stückzahlen gibt.

Stoßarmee im Westen

Alle Panzer der ersten Baugruppe sollen beim ersten Gardepanzerregiment der Tamanskaya-Division eingesetzt werden. Sie gehört zum neu aufgestellten Großverband der 1. Garde Panzer Armee. Für diese Formation wurde ein ruhmreicher Traditionsname aus dem Zweiten Weltkrieg reaktiviert. Die 1. Garde Panzer Armee ist ein reiner Offensivverband – anders als die Panzertruppen des Kalten Krieges soll die Armee auch für den Kampf im urbanen Gelände ausgerichtet sein.

Laut "Izvestiva" unterscheiden sich die ersten Serienmodelle von den Prototypen. Die neuen T-14s verfügen über einen modifizierten Motor und ein besseres Getriebesystem, um die Anforderungen an den Dienst in extremer Kälte und Hitze zu erfüllen. Dazu soll es ein optimiertes Zielerfassungssystem geben. Vorerst bleibt die selbstladende A82 125-Millimeter-Glattrohrkanone Hauptwaffe des Panzers. Sie soll später durch eine stärkere 152-mm-Kanone ersetzt werden, die auch Panzerabwehr-Raketen verschießen kann.

Es wird erwartet, dass das Verteidigungsministerium weitere Lieferungen des T-14 bestellen wird. Vermutlich wird der Panzer dabei kontinuierlich weiterentwickelt. Die russischen Streitkräfte sind derzeit mit Tausenden von Panzern der Typen T-72, T-80 und T-90 ausgestattet. Alle drei Baureihen werden umfassend modernisiert. Es ist daher nicht abzusehen, dass der T-14 die alten Panzertypen ablösen wird. Abzuwarten bleibt, ob der Kreml den T-14 genauso offensiv als Exportware vermarkten wird wie andere moderne Waffensysteme.

Quellen:The DiplomatESUTUKDJTass

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