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Smart forfour: Vier gewinnt

Ein Smart ist ein Smart ist ein Smart. Zwei Sitze, ungewöhnliches Design und winziger Motor. Nicht weniger und eben auch nicht mehr. Damit ist nun Schluss. Mit dem Produktionsstart des neuen Roadsters baut DaimlerChrysler Smart zur Markenfamilie aus. Bereits 2004 soll der Smart forfour ("fürvier") auch Familien in die Smart-Center locken.

Ein Smart ist ein Smart ist ein Smart. Zwei Sitze, ungewöhnliches Design und winziger Motor. Nicht weniger und eben auch nicht mehr. Damit ist nun Schluss. Mit dem Produktionsstart das neuen Roadsters baut DaimlerChrysler Smart zur Markenfamilie aus. Bereits 2004 soll der Smart forfour ("fürvier") auch Familien in die Smart-Center locken.

Gerüchte gab´s schon lange


Die Hoffnung auf Smart(en) Familienzuwachs ist nicht neu. Schon auf der letzten Internationalen Automobilausstellung (IAA) machte ein viersitziger Smart auf sich aufmerksam. "Kein Grund zu Hoffnung", hieß es damals aus der Presseabteilung, "der Smart bleibt ein Zweisitzer. Abweichende Karosserieformen sind nicht denkbar". Aha. So richtig ernst nahm diese Ankündigung niemand – schließlich war ein Smart Roadster zu diesem Zeitpunkt schon weit mehr als nur ein Gerücht.

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Smart wird zur Dachmarke
Pünktlich zum Produktionsstart des kleinen Roadsters verkündete DaimlerChrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert auch gleich die Abkehr von der Ein-Fahrzeug-Strategie: "Smart wird zur Dachmarke für eine ganze Produktfamilie ausgebaut". Neuster Spross soll ein viersitziger XXL-Smart werden. Der sieht, wen wundert´s, dem auf der IAA gezeigten "Tridion 4" doch sehr ähnlich.

Kunst-Name


Und weil man die verschiedenen Fahrzeuge der Marke nicht einfach Smart nennen kann, wird der Vier-Mann-Knubbel auch noch zum Vorreiter in Sachen Benamsung. "forfour" soll der Viersitzer heißen, was zwar nicht wirklich originell, dafür aber immerhin total Englisch ist. Keine Frage, dass auch der Ur-Smart seinen Namen abgeben muss. Bisherige Smart-Fahrer müssen sich darauf einstellen, dass sie künftig mit einem "fortwo" durch die Gegend knattern. Dumm nur, dass man mit dem Roadster noch einen weiteren „fürzwei“ im Programm hat. "fortwofast" würde doch passen, oder?

Gemeinsame Plattform mit Mitsubishi
Gebaut werden soll der "forfour" im niederländischen Werk Born, das Mitsubishi und Smart gemeinsam nutzen. Dabei teilt sich der Viersitzer seine Bodengruppe mit dem nächsten Mitsubishi Colt – extravagante Sonderlösungen in Sachen Fahrwerk oder Motor sind also kaum zu erwarten. Ein herkömmlicher Vierzylinder soll dem "forfour" als Kraftquelle dienen – kein Vergleich zum schwächlichen Dreizylinder, der ins City-Coupé gequetscht wurde.

Der Weg in die USA


80.000 XXL-Smarts sollen ab 2004 den Polos und Fiestas dieser Welt das Leben schwer machen. Und den Sprung über den großen Teich schaffen. Trotz aller Erfolge mussten die ehrgeizigen Smart-Bauer die Eroberung der neuen Welt nämlich vorerst einstellen. Zwar seien erste Präsentationen sehr gut verlaufen, allerdings gebe es technische Probleme. Amerikanische Vorschriften für den Tank seien mit dem City-Coupé nicht zu erfüllen, heißt es aus der Konzernzentrale.

So soll ab 2005 der "forfour" die Herzen der Amerikaner erobern. Optisch dem amerikanischen Markt angepasst – dank Tridion-Sicherheitszelle, zweifarbiger Karosserie und ungewöhnlichem Design aber immer noch typisch Smart. Gebaut werden soll der "Amerikaner" im brasilianischen DaimlerChrysler-Werk Juiz de Fora. Dann vielleicht auch als kleiner Offroader.

Jochen Knecht

Wissenscommunity