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Umweltzonen: Feinstaub Alaaf!

Jecke Öko-Aktion in Köln. Die Domstadt sperrt ab Januar als erste deutsche Großstadt die komplette Innenstadt für den Autoverkehr. Aber keine Angst, ihr Autonarren! Was ein Segen für die Umwelt sein soll, erweist sich als glatte Mogelpackung - zu einer sehr teuren obendrein.

Von Peter Weyer

Volle Beruhigungs-Dröhnung für das politisch korrekte Umweltgewissen: Köln sperrt Anfang Januar als erste Großstadt in Nordrhein-Westfalen die komplette Innenstadt für rollende Feinstaub-Schleudern. Glatte 16 Quadratkilometer, groß wie 3200 Fußballfelder, ist die Umweltzone zu beiden Seiten des Rheins. Ohne farbige Plakette an der Windschutzscheibe kommt kein Auto mehr durch. Freie Fahrt gibt’s nur noch für sauberes Abgas aus dem Auspuff.

Umweltzone mit etlichen Ausnahmeregelungen

Aber die Umweltzone wird nichts bringen. Denn praktisch darf jeder fahren wie zuvor. Erstens: Lediglich altersschwache Benziner ohne geregelten Kat und Diesel-Dinosaurier, die schon seit mehr als zwölf Jahren rumkurven, kriegen keine Plakette. Das sind mal gerade sieben Prozent der in Köln zugelassenen Autos. Sagt der Oberbürgermeister. Zweitens: Damit die neue Umweltzone wirklich niemanden trifft, gibt es etliche Ausnahmeregelungen.

Rheinischer Pragmatismus

Beispiele? Obwohl eigentlich als Feinstaub-Schleuder verbannt, darf mit seinem Auto dennoch durch, wer etwa in der Sperrzone wohnt oder dort einen Laden betreibt. Ebenso, wer irgendwas anliefern oder abholen muss, wer einen Arzttermin hat oder eine Veranstaltung besuchen möchte. Damit sind in Köln weniger die Gottesdienste als vielmehr die Karnevals-Sitzungen gemeint.

Die beiden Rheinbrücken am Zoo und im Severinsviertel sind ohnehin von der Umweltzone ausgenommen. Macht auch Sinn, denn beide Trassen sind stark befahrene Durchgangsstraßen und Pendler-Einfallschneisen. Ganz listig lösten die städtischen "Luftschutz"-Experten das Problem der Köln-Arena. Sie ist die größte Veranstaltungshalle weit und breit, fasst bis zu 18.000 Besucher und hat fast jeden Abend volles Haus. Entweder schunkeln massenhaft die Jecken, trällern Teeny-Idole oder Eishockey-Profis jagen nach dem Puck. Um dieses Me-ga-Event-Zentrum zirkelten die Planer die Grenzen der Umweltzone so haarscharf herum, dass die Arena wie in einer eigenen Ausnahme-Bucht liegt, die ohne Plakette befahren werden darf. Das ist rheinischer Pragmatismus.

Dabei glauben die Kölner vielfach auch an das, was der Metereologe Karsten Brandt von "donnerwetter.de" ausgerechnet hat. Die Feinstaubbelastung in Innenräumen, egal ob zu Hause, im Büro oder in der Kneipe, sei deutlich größer als die Außenluft in Innenstädten. Ein Stunde im Cafe entspreche etwa 300 Stunden tiefen Durchatmens an einer großen Kreuzung. Da spielt dann auch keine Rolle mehr, das die Umweltzone vielleicht insgesamt rechtswidrig ist, wie spitzfindige Juristen in wissenschaftlichen Aufsätzen behaupten. Deren Hauptargument: Zur Luftreinhaltung dürften nicht einseitig nur die Autofahrten beschränkt werden, während beispielsweise stark rußende Baumaschinen oder Kamine und Heizungen in privaten Haushalten unbeschränkt weiter qualmen dürften.

Freie Fahrt für Schiffe

Zudem werden die Kölner gleich von zwei Feinstaub-Keulen getroffen, die EU-Bürokraten offenbar völlig unterschätzt haben. Reisebusse, selbst schrottreife aus dem fernen Osteuropa, dürfen immer durch, damit der Touri-Rubel rollt. Allein zum vorweihnachtlichen Einkaufsrummel qualmten im vergangenen Jahr an einem einzigen Wochenende rund 450 Busse durch die künftige Umweltzone. Der nächste Hammer: für Wasserfahrzeuge gelten keine Beschränkungen. Gemeint waren ursprünglich Sportboote und kleine Ausflugsdampfer. Blöd nur, dass in Köln die meistbefahrene Wasserstraße Europas mitten durch die neue Umweltzone läuft. Täglich schippern etwa 200 Frachtschiffe vorbei. Selbst dem Umweltbundesamt ist in seiner Studie "Umweltschutz in der Binnenschifffahrt" aufgefallen, dass die Werte für Luftschadstoffe und Feinstaub aus den Frachtkähnen die Emissionen von LKW "bei weitem" überschreiten. Kein Wunder.

Ein einziges, normales 3000 PS-Frachtschiff pustet bei der halbstündigen Fahrt durch die Umweltzone knapp 500 Gramm Dieselruß um die Domtürme. Richtig, Gramm, nicht Milligramm. Das ist soviel wie in eine große Kaffeetüte aus dem Supermarkt passt. Die gleiche Menge produzieren 1800 Diesel-Personenwagen ohne Filter oder 200 schwere Brummis auf zehn Kilometer quer durch die Sperrzone.

Bringt zwar nix, kostet aber einen Haufen Geld

Kölns Oberbürgermeister, als ehemaliger Latein-Pauker rhetorisch voll fit, hat vorsorglich schon mal klargestellt, wer für den Feinstaub-Aktionismus verantwortlich ist, nämlich "eine gesetzliche Vorgabe der EU". Die bringt zwar nix, kostet aber einen Haufen Geld. So um die fünf Millionen Euro für Schilder und Bürokratie. Die zahlt nicht die EU, sondern die Stadtkasse. Dagegen hilft kein Latein.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.