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"Kong": Affiges Geballer

So viel Harmonie über die Weihnachtstage kann einfach nicht gut sein. Wer seinen Aggressionen freien Lauf lassen möchte, installiert das kostenlose Ballerspiel "Kong". Hier kann der Spieler im affigen Umfeld mit Bananenbomben um sich werfen und Mitspieler im Netzwerk herausfordern.

Dutzende 3D-Spielwiesen bietet das Spiel "Kong" an, das zwei Hobby-Entwickler in monatelanger Frickelarbeit selbst zusammengestellt und nunmehr als Freeware in das Internet entlassen haben. Das Ballerspiel im affigen Umfeld lässt sich im Netzwerk oder über das Internet gegen reale Gegner spielen. Um gegen sie aber auch bestehen zu können, sollte der Spieler zunächst ein Solo wagen und erste Erfahrungen sammeln.

Der Spieler tritt als muskulöser Affe an, der sich aufmacht, um ein riesiges Areal aus verschiedenen Räumen zu durchsuchen, die über Transmitter recht geschickt miteinander verbunden sind. In den Räumen stehen zahllose Kisten herum, die manchmal sogar über Rampen zu erklettern sind und ansonsten als Hindernis gelten. Manchmal muss der Spieler aber auch Trampoline verwenden, um in höhere gelegene Bereiche vordringen zu können. Überall in den Spielräumen liegen Waffen, Munitionspakete und Verbandskästen herum, die sich durch simples Überlaufen einsammeln lassen. Hat der Spieler erst einmal Maschinengewehre, Raketenwerfer, Bananenbomben oder Laserkanonen im Handgepäck, kann er per Tastendruck zwischen diesen Waffen hin und her wechseln und sie ganz nach Wunsch einsetzen. Lohnend ist es, noch vor dem ersten Kampf die Tastenbelegung des Spiels im Menü zu ändern, sodass sie der eigenen Spielgewohnheit entspricht. Dann ist es kein Problem mehr, zu laufen, zu zielen und zu feuern - notfalls auch gleichzeitig in verschiedene Richtungen.

Nicht tot, aber nackt

Hat der Spieler sich erst einmal einen Überblick verschafft, kann er verschiedene Bots mit ins Boot holen. Das sind vom Computer gesteuerte Affen, die selbstständig durch die Räume schleichen und versuchen, den eigenen Affen mit Waffengewalt von den Beinen zu holen. Die Bots gehen sehr gewieft vor. Sie verstecken sich, sie nutzen die Transmitter, um schnell zu verschwinden, und sie wissen, welche Waffen in welchen Situationen am besten zu gebrauchen sind. Wer im Kugelhagel stirbt, wacht an einer anderen Stelle im Level wieder auf - allerdings ohne Waffen, ohne Rüstung und ohne Munition. Ziel ist es, sich möglichst schnell wieder mit den wichtigsten Dingen einzudecken, um sich dann erneut ins Kampfgetümmel zu werfen.

Kong 1.02

System

ab Windows 2000, XP

Autor

Martin Sherburn

Sprache

Englisch

Größe

ca. 56 MB

Wer im Solo-Spiel Erfahrungen gesammelt hat, kann sich im Lan oder online mit echten Gegnern messen. Dabei bietet das optisch sehr beeindruckende Freeware-Spiel einen Deathmatch-Modus an, in dem alle gegen alle spielen. Im Team-Modus finden sich mehrere Personen zu einer Gruppe zusammen, um dann Schulter an Schulter gegen die Feinde anzutreten. Der Modus "Capture the Flag" erfordert etwas weniger Blutrünstigkeit bei den Spielern. Hier muss die gegnerische Flagge gefunden und ins eigene Areal geschafft werden.

Download beim Hersteller: konggame.co.uk

Carsten Scheibe
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