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Animation: Urmel aus der digitalen Puppenkiste

Hollywood in Hannover: Der Kinderfilm "Urmel aus dem Eis" entsteht komplett durch digitale Computeranimation. Mit Benedikt Niemann, Spezialist für Computeranimation, lernt das drollige Dinobaby Laufen und Sprechen.

Benedikt Niemann hat gerne Hollywood gegen Hannover eingetauscht. Der Spezialist für Computeranimation arbeitete für Star-Regisseur Roland Emmerich und wirkte an Kassenknüllern wie "Independence Day" und "Godzilla" mit - jetzt ist er gemeinsam mit einem Kollegen für die bewegten Bilder des Kinderfilms "Urmel aus dem Eis" verantwortlich. "Hier gibt es weniger Hierarchien als in Los Angeles, es ist familiärer, und der Job macht viel mehr Spaß", sagt der 37-Jährige, der vor sechs Jahren der amerikanischen Traumfabrik den Rücken kehrte und nach Niedersachsen zog.

Ambient Entertainment heißt jetzt sein Arbeitgeber - eine auf Computeranimation spezialistierte Firma. Mit "Back to Gaya" schuf das Unternehmen 2002 den ersten Film in Deutschland, der komplett am Computer entstand. Zu "Urmel aus dem Eis" lieferte das junge, kreative Team, das in einer alten Villa untergebracht ist, die Bilder. Den Film rund um das vom Naturforscher Tibatong entdeckte Wesen - halb Dinosaurier, halb Säugetier - wollten im vergangenen Jahr 700.000 Zuschauer sehen. Auch wegen dieses Erfolgs wagte sich die Bavaria als Produzent an einen zweiten Teil, der 2008 in die Kinos kommen soll.

Eine Woche Arbeit für ein paar Sekunden Film

Bevor Anke Engelke wieder der Schweinedame Wutz ihre Stimme leiht, gibt es bei Ambient noch eine Menge zu tun. Komplett animierte Filme sind ungleich aufwändiger zu produzieren als Spielfilme mit realen Schauspielern. Deshalb kommen jedes Jahr weltweit im Schnitt nur etwa sechs dieser Produktionen in die Kinos - "Toy Story" war 1995 der erste, "Findet Nemo" vielleicht der berühmteste. "An einer Szene von ein paar Sekunden sitze ich manchmal eine Woche. Es ist so wie einen Blitz in Zeitlupe einzufangen", sagt Niemann.

Seine Arbeit vergleicht er mit der eines Puppenspielers - wurde Urmel doch als Marionette der Augsburger Puppenkiste berühmt. Wie an Fäden bewegt der Animator die Figuren, die als schwarz-weiße Gittermodelle auf dem Computer-Bildschirm erscheinen. "Man muss eine gute Beobachtungsgabe und ein Gefühl für Bewegung haben", erklärt Niemanns Kollege Nicolai Tuma.

Insgesamt tüfteln knapp 50 Mitarbeiter zwei Jahre lang an den Bildern - einige sind nur für den Hintergrund zuständig, andere für das Licht oder die Kameraeinstellungen. Bevor die Animatoren Urmel und Co. Leben einhauchen, hat ein Spezialist einen Satz von etwa 45 individuellen Gesichtsausdrücken für jede Figur vorbereitet.

Character Desiger für Urmel

Oliver Kurth ist so etwas wie der Vater des Film-Urmel. Angelehnt an die Illustrationen im Kinderbuch von Max Kruse und die Marionette entwarf er das kulleräugige Tier - mit einem Stift auf Papier, und dann erst am Computer. Auf seinem Schreibtisch stapeln sich Zeichnungen und Bildbände, zum Beispiel über Meerestiere. Kurth hat umfangreich recherchiert - für den Schuhschnabel Schuusch (gesprochen von Oliver Pocher) zum Beispiel im Frankfurter Zoo. "Dort war gerade ein Schuhschnabel gestorben. Ich durfte sogar die Federn des Vogels anfassen", erzählt Kurth.

Die Dreidimensionalität ermögliche es, zum Beispiel ein nasses Federkleid viel realistischer und plastischer darzustellen als im gezeichneten Trickfilm. Das ist für Kurth ein Vorteil. Doch letztlich entscheidend sei immer noch, ob die Geschichte gut erzählt sei, betont der "Character Designer". Das sieht Markus Fischmann ähnlich, dennoch ist er überzeugt: "Dem Animationsfilm gehört die Zukunft." Der Professor an der Fachhochschule Hannover bildet junge Designstudenten mit diesem Schwerpunkt aus. Viele seiner Absolventen haben bei Ambient einen Job gefunden.

Christina Sticht/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.