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Google möchte Facebook Konkurrenz machen: Google startet Soziales Netzwerk Google+

Mit Google+ startet Google einen weiteren Versuch sich im Sozialen Netzwerk zu etablieren.

Mit Google+ startet Google einen weiteren Versuch sich im Sozialen Netzwerk zu etablieren.

Nachdem Google Buzz nicht erfolgreich war, sollen Anwender mit Google+ die Möglichkeit bekommen, Informationen zu teilen und sich mit anderen zu vernetzen. Die Gmail-Erweiterung Google Buzz stieß bei den Anwendern auf wenig Gegenliebe und kann als gescheitert betrachtet werden. Google+ ist ein neuer Versuch des Suchmaschinengiganten, um Facebook in der Welt des sozialen Netzwerkens die Stirn zu bieten.

In einem Blogeintrag erklärt Google das Projekt Google+: "Heute wird vor allem online genetzwerkt. Noch werden die Feinheiten und wesentlichen Dinge von realen Interaktionen durch die Starrheit der Online-Werkzeuge beeinträchtigt. In diesem Sinn ist das online Netzwerken für viele noch immer etwas Fremdes, sogar Unbehagliches. Unser Ziel ist es, das zu ändern."

Dieses Ziel will Google durch vier miteinander verbundene Funktionen erreichen. Neben "Circles" und "Sparks" sollen "Hangouts" und "mobile" den Usern beim Netzwerken behilflich sein.

Mit "Circle" lassen sich digitale Freundeskreise gruppieren - der User kann dann entscheiden welche Informationen er mit welchen Kreisen teilt.

Mit "Sparks" sollen die Anwender Inhalte einfach und schnell publizieren können. Laut Google können die Anwender mit dieser Funktion von Google+ "auf gewisse Weise die digitale Welt gemeinsam erkunden". Ein erster Blick auf den Service bestätigt, dass mit "Sparks" ein praktischer und schneller Weg geschaffen wurde, um Links, Fotos und Videos mit den Freundeskreisen zu teilen.

"Hangouts" ermöglicht den Anwendern Videokonferenzen mit einem oder mehreren ihrer Freunde zu führen. Mit dieser Funktion orientiert sich Google klar am MSN Messenger und Skype, jedoch versucht Google dem Service mehr Spontaneität und Raffinesse zu verleihen.

Der vierte Teil "mobile" rundet das Programm ab. Google hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Funktionen möglichst kompatibel für mobile Geräte zu gestalten. Für Google ist die Mobilität der Schlüssel zu Google+, da man vor allem ein Soziales Netzwerk für unterwegs bieten will.

Google+ ermöglicht es (sofern der Anwender es gestattet) zum Beispiel alle Fotos, die mit der Smartphonekamera aufgenommen werden, umgehend auf einen Cloud-Server zu laden, um die Bilder allen Freundeskreisen zur Verfügung zu stellen. Auch der Aufenthaltsort kann über die mobile Anwendung mit den Freunden geteilt werden und mittels der Anwendung "Huddle" lassen sich Gruppenchats am Mobiltelefon führen.

Googles Soziales Netzwerk ist derzeit als eingeschränkter Service im Feldversuch gestartet. Auf https://plus.google.com können Anwender mit Google-Account, und bisher nur auf Einladung, den Dienst ausprobieren.

Obwohl Buzz eine große Enttäuschung für Google war, hofft der IT-Gigant, mit Google+ nun endlich die Lösung gegen Facebooks Vormachtstellung im Sozialen Netz gefunden zu haben.

TR / Tech Radar
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