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Internet per Solardrohne Google kauft Drohnenhersteller Titan Aerospace


Mit dem Kauf des Solardrohnen-Herstellers Titan Aerospace treibt Google ein neues Projekt voran: abgelegene Teile der Welt mit Internet zu versorgen. Auch Facebook hatte an dem Konzern Interesse.

Der Internetkonzern Google kauft den Solardrohnen-Hersteller Titan Aerospace. Dies teilten beide Unternehmen am Montag mit. Mit dem Kauf will Google seine Pläne vorantreiben, drahtloses Internet auch in abgelegenste Teile der Welt zu bringen. Über den Kaufpreis für das US-Unternehmen, das 20 Mitarbeiter beschäftigt, wurde nichts bekannt.

Titan entwickelt solarbetriebene Satelliten. Sie sollen 2015 erstmals kommerziell in Betrieb genommen werden. Die Drohnen fliegen in rund 20 Kilometern Höhe und können dort fünf Jahre bleiben. Ihre Spannweite ist mit 50 Metern etwas kürzer als die einer Boeing 777.

Technik 2015 reif für Einsatz

Google hat für ein Projekt namens "Loon" bereits Tests absolviert. Dabei werden von solarbetriebenen Ballons aus Signale zur Erde geschickt, um Internetverbindungen in abgelegene Regionen zu bringen. Ein Google-Sprecher äußerte sich in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP "begeistert von der Idee, Titan Aerospace in die Google-Familie aufzunehmen". Mit derartigen Flugobjekten könnten "Millionen Menschen einen Internetzugang" bekommen. Zudem könnten andere Probleme gelöst werden, etwa Hilfseinsätze bei Katastrophen oder die Bewältigung von Umweltschäden wie der Entwaldung. Die Technik soll nach bisherigen Angaben 2015 reif für den Einsatz sein.

Medienberichten zufolge war auch Facebook an Titan interessiert. Ende März kündigte Facebook dann eigene Pläne für die Entwicklung dieser Technologie an und gab die Übernahme der auf Solardrohnen spezialisierten britischen Firma Ascenta bekannt.

sas/Reuters/AFP/DPA DPA Reuters

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