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iPad 3, iPhone 5 & Co. Apple 2012 - ein Blick in den Kristallapfel


2011 war ein weiteres erfolgreiches, aber auch bewegtes Jahr für Apple. Was kann man 2012, im ersten Jahr ohne Steve Jobs, vom Technik-Giganten erwarten? Wir haben einen Blick in die Zukunft gewagt.

Apple hat ein bewegtes Jahr 2011 hinter sich. Mitgründer und Konzernlenker Steve Jobs verlor seinen jahrelangen Kampf gegen den Krebs. Er hinterließ allerdings ein kerngesundes Unternehmen, das mit dem iPhone 4S und dem iPad 2 wieder einmal zwei Geräte auf den Markt gebracht hat, die sich wie geschnitten Brot verkaufen. Doch was können wir 2012, im ersten Jahr ohne den großen Visionär Jobs, vom Technik-Giganten erwarten? Ein Blick in die Zukunft.

iPad 3

Es ist nahezu unmöglich, den zahlreichen iPad-3-Gerüchten im Internet zu entgehen. Medienberichten zufolge könnten jene, die sich ein höher auflösendes iPad-Display wünschen, 2012 auf ihre Kosten kommen. Möglicherweise sogar schon Ende Januar, glaubt man den jüngsten Spekulationen. Apple will bei der Messe Macworld/iWorld in San Francisco gleich zwei Modelle mit einer verbesserten Bildschirm-Auflösung und einem erneuerten Chip vorstellen, schreibt die "DigiTimes" aus Taiwan unter Berufung auf Quellen bei Zulieferern. Gerüchte, wonach Apple beim nächsten iPad große Veränderungen im Design vornehmen wird (zum Beispiel eine 7-Zoll-Version) sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Aber Berichte, die mehr Speicherplatz und Unterstützung der schnellen Verbindungstechnik Thunderbolt prophezeien, werden sich hoffentlich bewahrheiten.

iPhone 5

Kaum wurde das iPhone 4S veröffentlicht, begann schon die iPhone-5-Gerüchteküche zu brodeln. Einige Brancheninsider behaupten, dass Steve Jobs an der Entwicklung des iPhone 4S kaum beteiligt gewesen war, da er bereits an dem wahren iPhone-4-Nachfolger, dem iPhone 5, arbeitete. Ob das der Wahrheit entspricht, ist ungewiss. Mit Sicherheit wird nächstes Jahr ein neues iPhone auf den Markt kommen. Dieses wird höchstwahrscheinlich mehr Leistung durch einen Vierkernprozessor und einige neue Funktionen mit sich bringen.

Mac Pro

Apple gab im Rahmen der Präsentation seiner Finanzergebnisse für 2011 bekannt, dass lediglich 22 Prozent seiner Einnahmen durch Macs erzielt wurden. Davon stammen wiederum 74 Prozent aus den Notebook-Verkäufen. Bei den Desktop-Verkäufen machen die iMacs den Löwenanteil aus. Das bedeutet, dass der Mac Pro ein luxuriöses Nischenprodukt innerhalb einer Nische (Desktop-Geräte) für Apple darstellt. Angesichts der Leistung von modernen iMacs und der Thunderbolt-Technologie ist es also nicht überraschend, dass viele die Zukunft des Tower-Gehäuses infrage stellen. Es ist durchaus möglich, dass nächstes Jahr der letzte Mac Pro auf den Markt kommen wird.

iLife '12 und iWork '12

In diesem Jahr hat sich Apple bei seinem Büro- sowie Multimedia-Paket vor allem auf die mobilen Versionen für iOS konzentriert. Sowohl die iWork- als auch die iLife-App haben Updates erhalten. 2012 könnte allerdings das Jahr der Desktop-Ausgaben von iLife und iWork werden. Apple wird nächstes Jahr höchstwahrscheinlich größere Updates für die Programme Pages, Numbers, Keynote, iPhoto, GarageBand und iMovie im Mac App Store bereitstellen.

Apple TV

Gerüchte rund um den Apple iTV und dessen Preis, Spezifikationen und Erscheinungstermin sind ebenfalls in zahlreichen Varianten im Internet zu finden. Ausgelöst wurden die Spekulationen durch die posthum veröffentlichte Steve-Jobs-Biografie von Walter Isaacson. Jobs erzählte seinem Biografen, dass er den Apple-Fernseher "endlich geknackt" habe.

Unterhaltungselektronik, die kaum Updates benötigt, klingt eigentlich nicht nach einem Markt, der für Apple interessant ist. Zudem hat der Konzern mit dem iMac bisher nur einen Desktop-Monitor mit zwei verschiedenen Bildschirmgrößen im Angebot. Allerdings verfügt Apple dank iCloud und iTunes durchaus über die geeignete Infrastruktur. Es gilt als wahrscheinlich, dass 2012 ein leistungsstarker und hochauflösender Apple-Fernseher vorgestellt wird, der mittels AirPlay auch zum Spielen genutzt werden kann.

iPad-Dominanz

Analysten prophezeiten im Vorfeld, dass Android-Tablets 2011 die Marktdominanz des iPad-Tablets brechen würden. Später wurde der Durchbruch für 2012 angekündigt, um dann auf ungewisse Zeit nach hinten verschoben zu werden. Selbst die neueste Android-Version Ice Cream Sandwich konnte daran nichts ändern. Obwohl die Verkaufszahlen des iPads nächstes Jahr (unter anderem aufgrund des Kindle Fire) sinken könnten, wird Apple höchstwahrscheinlich auch 2012 noch den Tablet-Markt dominieren.

Optische Medien und Festplatten

Als Apple das Diskettenlaufwerk aufgab, legten sich viele Nutzer ein externes Laufwerk für den Plastik-Datenträger zu, um dann zu bemerken, dass die letzte Stunde der Diskette tatsächlich bereits geschlagen hatte. Apple könnte Ähnliches auch nächstes Jahr planen. Die Notebook-Modelle könnten ebenso wie der iMac dem Beispiel von MacBook Air und Mac mini folgen und optische Datenträger verbannen. Auch der Festplatte könnte dieses Schicksal blühen. Bei den Harddisks sind Liefernengpässe und Preissteigerungen aufgrund der zahlreichen asiatischen Umweltkatastrophen in diesem Jahr zu erwarten, und Apple greift bei seinen Geräten ohnehin zusehends auf Flash-Speicher (SSD) zurück. Es wäre also wenig verwunderlich, wenn Apple 2012 auf SSD als Standard setzen würde.

Mac App Store

Seit den Betriebssystemen Lion und Snow Leopard haben Anwender in der sogenannten Dockleiste am Bildschirmrand ein Mac-App-Store-Symbol. User sind es gewohnt, Anwendungen über den App Store zu kaufen. Software wird man nur noch selten aus dem Elektronikfachgeschäft beziehen. Um Erfolg zu haben, werden Anbieter also Software im Mac App Store anbieten müssen. Derzeit glänzen einige bedeutende Anwendungen dort allerdings noch mit Abwesenheit. Nächstes Jahr könnte sich das allerdings ändern. Sowohl eine Version von Microsoft Office als auch professionelle Adobe-Apps könnten dann im Mac App Store zu finden sein.

iPod classic

Eigentlich ist es ohnehin erstaunlich, dass der Vater aller iPods, das Classic-Modell, von Apple nach wie vor angeboten wird. Allerdings weist das Gerät verglichen mit dem iOS-Portfolio bereits deutliche Alterserscheinungen auf. Das ist jedoch nicht der einzige Grund anzunehmen, dass der iPod classic das nächste Jahr nicht überstehen könnte. Neben Engpässen bei Festplatten, die die Herstellung des iPod classic verteuern werden, sprechen auch der Trend in Richtung Cloud-Musik und Apples zunehmende Bemühungen um iOS dafür, dass der iPod classic aus dem Portfolio entfernt werden könnte. Lediglich eine kleine Preissenkung bei den Flash-Speicher-Preisen und ein Update für das High-End-Gerät iPod touch könnten ausreichen, und der iPod classic könnte der Geschichte angehören.

Aussicht

Apple wird auch 2012 den Tod von Vordenker Steve Jobs vor allem intern verarbeiten müssen. Darüber hinaus kann das Android-Betriebssystem am Smartphone-Markt zusehends Boden gutmachen, und 50 Millionen neue Android-Tablets werden in den Händen der Anwender landen. Eines davon könnte der schon lange gesuchte iPad-Konkurrent sein. Apple kann also durchaus ein rauer Wind entgegenwehen. Dennoch ist für Schwarzseher kein Platz. Auch 2012 wird für Apple ein weiteres erfolgreiches Jahr werden.

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