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Neue Smartwatches von Motorola und LG: Android fürs Handgelenk

LG und Motorola haben ihre neuen Smartwatches vorgestellt. Sie sind die ersten Uhren mit Googles neuem Betriebssystem Android Wear - und sogar richtig schick.

Von Timo Brücken

Kaum hat Google sein neues Smartwatch-Betriebssystem Android Wear vorgestellt, gehen die ersten Hersteller mit passenden Armbanduhren an den Start: Die Moto 360 von Motorola und die LG G Watch sind die ersten Smartwatches, die mit der Google-Software laufen. Doch beide Modelle zeigen, dass es bei den intelligenten Uhren nicht nur aufs Innenleben ankommt, sondern vor allem auch auf die Optik.

Die Moto 360 ist äußerlich kaum von einer normalen Armbanduhr zu unterscheiden: rundes Gehäuse, Armband aus Kunststoff oder Metall, analoges Ziffernblatt. Das schlanke Design dürfte auch Smartwatch-Skeptiker ansprechen, die von den oft eckigen, klobigen Modellen anderer Anbieter abgeschreckt werden. Die Uhr soll im Sommer auf den Markt kommen, als erstes in den USA. Ein Preis ist noch nicht bekannt. Bei der G Watch setzt LG seinerseits auf das Smartwatch-typische eckige Design, wenn auch in sehr schlanker und eleganter Form. Die Uhr wirkt ein wenig wie ein verkleinertes iPhone zum Umschnallen. Nach den Smartphones Nexus 4 und Nexus sowie dem Tablet G Pad 8.3 sei sie das vierte Gerät, dass in direkter Zusammenarbeit mit Google entwickelt werde, schreibt LG in einer Mitteilung. Genauere technische Details gaben beide Hersteller noch nicht bekannt.

Das Betriebssystem Android Wear ist sowohl für eckige als auch für runde Displays ausgelegt. Die Benutzeroberfläche erinnert an die des persönlichen Assistenten Google Now, den man von Android-Smartphones kennt. Die Software soll dem Nutzer etwa Benachrichtigungen für E-Mails, soziale Netwerke oder Messaging-Apps aufs Handgelenk liefern und auf Sprachkommandos hören. Außerdem verspricht Google Features, die die Smartwatch zum Fitness-Tracker machen. Derzeit können App-Entwickler sich schon eine Vorschauversion des Betriebssystems herunterladen, um damit zu experimentieren. Neben LG und Motorola will Google in Zukunft auf diesem Gebiet auch mit Firmen wie Samsung, HTC, Intel oder Fossil zusammenarbeiten.

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  • Timo Brücken