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Soundtrack-Tüftler Steve Schnur: Spiel mir das Lied vom Erfolg

Was früher das Radio war, sind heute die Videospiele. Wessen Songs hier gespielt werden, der wird berühmt. Steve Schnur bestimmt mit seinen Game-Soundtracks, welche Bands ganz groß rauskommen.

Von Nina Ernst

Steve Schnur weiß, was gespielt wird. Er ist einer der einflussreichsten Menschen der Musikindustrie. Viele Stars wären ohne ihn völlig unbekannt. Der 40-Jährige entscheidet, welche Rhythmen demnächst aus den Boxen schallen. Nicht im Radio, sondern an Computer und Spielkonsole.

Als Leiter der Musikabteilung des Videospieleherstellers Electronic Arts bestimmt er, welche Songs die dröhnenden Motoren bei "Need for Speed", die Torschüsse bei "Fifa" und den Partyabend bei "Die Sims" untermalen. Die Musik ist laut Schnur wie bei Filmen entscheidend für Stimmung und Spannung eines Spiels: "Sie macht mehr als die Hälfte der Emotionen aus. Musik bringt uns dazu, den Ball fester zu treten und schneller zu fahren. Sie ist verantwortlich für die Gefühle, die man investiert."

Eine schlechte Soundkulisse macht jegliche Spannung zunichte; selbst im besten virtuellen Thriller. Das hat auch die Spieleindustrie erkannt und investiert nun nicht mehr nur in Grafik und Leveldesign, sondern steckt auch viel Zeit und Geld in die Soundtracks. Manche Unternehmen lassen eigens Stücke für ihre Games komponieren und von bekannten Orchestern vertonen. Andere Videospiele stecken voller Hits von angesagten Stars. Schnur greift am liebsten auf unverbrauchte Musiker zurück, die noch niemand kennt. Für ihn hat das den Vorteil, dass die Spieler sich an der Musik noch nicht satt gehört haben. "Wenn ein Song im Radio gespielt wird, ist es bereits zu spät, ihn unterzubringen. Deshalb darf mein Team bei der Arbeit auch kein Radio hören, um sich nicht vom Mainstream beeinflussen zu lassen", sagt Schnur.

Er meint, es wäre zu einfach, sich einfach an dem Angebot der Radiosender zu bedienen. Nicht nur, weil er die Herausforderung liebt. Schnur wäre es peinlich, wenn auf einem Spiel "Fifa 09" steht, aber nur zwei Jahre alte Songs drin sind. Das würde die Käufer enttäuschen. Der Soundtrack zur Fußballreihe "Fifa" ist mittlerweile die größte Herausforderung für das Musikteam von Electronic Arts. Der Anspruch: jedes Mal mit der jährlich neuen Edition die vom Vorjahr zu übertreffen. Durch Fifa sind schon viele unbekannte Musiker zu Stars geworden. Wie "Wir sind Helden", die fast niemand kannte, bis sie in "Fifa 2004" aufgetaucht sind. Auch Avril Lavigne, Franz Ferdinad und die Scissor Sisters waren vor ihrem Auftritt in der Sportserie kaum bekannt. "Und ich kann versprechen, dass die Künstler, die in "Fifa 09" zu hören sein werden, Künstler sind, von denen man noch das ganze Jahr über hören wird", sagt Schnur. Das wissen auch die Musiker und bewerben sich massenhaft bei ihm. Sie finden es cool in einem Spiel aufzutauchen, weil sie selber in ihrer Freizeit spielen. Außerdem wissen sie, dass solch ein virtueller Auftritt ein Erfolgsgarant ist.

Trendscout für Radiosender

Auch die Radiosender kennen das gute Gespür für Trends von Schnur und dessen Kollegen. Die rufen ebenfalls bei ihm an, um zu fragen, welche Bands morgen angesagt sein werden. Um das herausfinden, betreibt Schnur eine Menge Aufwand. Für einen neuen Soundtrack sammeln er und seine Kollegen acht Monate lang Musik. Sie betreiben klassisches Trend-Scouting und reisen um die Welt. Dort besuchen sie kleine Konzerte in Kneipen und sammeln Musik aller Stilrichtungen; am liebsten von Szene-Bands fernab des Massengeschmacks. Außerdem bekommen sie Tipps von Leuten, die sie einfach auf der Straße ansprechen. "Das ist sehr wichtig, denn auf der Straße entstehen die Trends", sagt Schnur.

"Wo immer großartige Musik ist, werden wir sie finden", sagt der selbstbewusste Musikfan. Seinen Erfolg beim Aufspüren von Trends erklärt Schnur damit, dass alle Mitarbeiter seines Teams jahrelang in der Musikindustrie gearbeitet haben. Entweder bei Plattenlabels, Radiosendern oder bei MTV. Schnur war Mitglied des Gründerteams bei dem Musik-TV-Sender und hat bei mehreren Plattenfirmen gearbeitet. Irgendwann wurde ihm die schlechte Stimmung durch die Umsatzrückgänge der Industrie zu viel. Er wollte etwas völlig Neues machen und entschied sich für die Spielebranche. Steve Schnur glaubt, dass Games für die Musikbranche immer wichtiger werden, weil die Zielgruppe so viel Zeit mit Spielen verbringt. Er sagt: "Es ist sinnlos, Musik dort zu platzieren, wo die Kids es nicht mitbekommen. Zu glauben, Musik durch das Radio populär zu machen, ist in unserer Zeit etwas naiv." Denn die Jugendlichen besitzen zwar einen PC und Spielkonsolen, hören aber kein Radio mehr.

Plattenlabels der Zukunft

Die Spielefirmen hält Schnur für die Plattenlabels der Zukunft. So hat sein Arbeitgeber im letzten Jahr ein eigenes Musiklabel namens Artwerk gegründet, das bereits Musiker wie Junkie XL, Ladytron und Airbourne unter Vertrag hat. Außerdem entwickelt Electronic Arts gerade eine neue Vermarktungsmethode für Musik, die den Spielern im nächsten Jahr angeboten werden soll. Wessen Konsole ans Internet angeschlossen ist, der kann per Tastendruck am Controller einen Song kaufen, den er gerade im Spiel gehört hat.

Schnur ist momentan mit dem letzten Feinschliff am "Fifa 09"-Soundtrack beschäftigt: "Unser Ziel ist es, den größten und besten Fifa-Soundtrack aller Zeiten zu präsentieren. Gäbe es eine Weltmeisterschaft der Videospiele, wäre die kein leichteres Unterfangen als unser Vorhaben."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(