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Update für Google-Betriebssystem Chromebox: Das Chromebook geht ein bisschen offline

Im Juni vergangenen Jahres stellte Google seine Chromebooks vor. Doch die netzbasierten Mobilrechner entwickelten sich zu Ladenhütern. Eine neue Version von Chrome OS soll nun Abhilfe schaffen.

Ein Computer, der ohne Internet nicht funktioniert. Es war eine gewagte Idee, die Google und Samsung im Juni vergangenen Jahres präsentierten. Doch die Revolution auf dem Rechermarkt blieb aus und der Chromebox-Laptop in den Regalen liegen.

Mit einer runderneuerten Oberfläche startet der Suchmaschinengigant nun einen neuen Anlauf: Die neue Version des Betriebssystems Chrome OS verfügt über einen virtuellen Schreibtisch (Desktop) und einen Window-Manager namens Aura. Damit können mehrere Fenster auf dem Bildschirm dargestellt werden. Bislang bestand die Oberfläche von Chrome OS nur aus einem Browser, in dem verschiedene Fensterinhalte als Tabs angezeigt wurden.

Rückbesinnung auf Bewährtes

Chrome OS nähert sich mit der neuen Fenster-Darstellung an die Oberfläche klassischer PC-Betriebssysteme wie Windows und Mac OS X an. Stark an das Macintosh-Betriebssystem von Apple erinnert der neue Launcher, mit dem Programme gestartet werden. In der neuen Version wurde außerdem die Unterstützung externer Monitore verbessert, zudem können viele Programme nun auch offline betrieben werden. Die Online-Festplatte Google Drive wurde fest in die neue Generation integriert. Bereits verkaufte Geräte mit dem System sollen ein Update mit den neuen Drive-Funktionen erhalten.

Chromebooks werden bislang von den Hardware-Herstellern Samsung und Acer angeboten. In den Geräten steckt keine herkömmliche Festplatte, sondern ein Flash-Speicher (SSD, Solid State Drive), auf dem lokal Dokumente, Bilder oder Musikstücke abgelegt werden können. Allerdings liegt die SSD-Kapazität nur bei 16 Gigabyte, während moderne Laptops mit Flash-Speicher wie das MacBook Air von Apple oder Ultrabooks von verschiedenen Intel-Partnern bis zu 256 Gigabyte bieten. Allerdings sind diese Geräte auch deutlich teurer als die Chromebooks, die zu Preisen zwischen 300 und 400 Euro angeboten werden.

jwi/DPA / DPA
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