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Betriebssystem Chrome OS: Google präsentiert seine Waffe gegen Microsoft

Google hat sein Betriebssystem Chrome OS, einen neuen App Store und erstmals auch einen Netbook-Prototyp gezeigt. Der Suchmaschinenriese will alles, was wir am Computer tun, in den Browser verlegen - und startet damit einen Frontalangriff auf den Platzhirschen Microsoft.

Von Karsten Lemm, San Francisco

Die Zukunft des Computers kennt kein lästiges Hochfahren, kein Installieren und Verwalten von Software, kein langes Warten nach dem Laptop-Schlaf, keine Angst vor Hackern und Viren. Die Zukunft des Computers - so, wie Google sie sich ausmalt - besteht aus Rechnern, die sich sofort einschalten, die allzeit bereit und ohne Unterbrechung mit dem Datennetz verbunden sind. Die Nutzer-Informationen liegen nicht mehr auf der Festplatte, sondern "in the cloud" auf den Rechnern von Internetanbietern, gut geschützt vor Bösewichten, weil Fachleute immer ein wachsames Auge darauf haben. So verspricht es Google.

Das ist die Vision, die der kalifornische Netzgigant in San Francisco der Öffentlichkeit präsentierte: ein digitaler Alltag, in dem sich alles um den Browser dreht, basierend auf Googles eigenem Betriebssystem "Chrome OS". Es soll im nächsten Jahr in den Handel kommen, vorinstalliert auf neuartigen Laptops von Acer und Samsung. "Die Menschen leben heute praktisch im Internet, aber die meisten Betriebssysteme wurden entworfen, ehe es das Netz wirklich gab", erklärte Googles Projektmanager Sundar Pichai. "Wir wollen das Nutzererlebnis mit Blick auf das Internet ganz neu angehen."

Nichts wird mehr lokal gespeichert

Ein Laptop-Prototyp, den Pichai demonstrierte, war in wenigen Schritten startbereit: Chrome-OS-Laptops nutzen grundsätzlich schnellen Flash-Speicher statt einer Festplatte, und weil es kein Betriebssystem gibt, das erst langwierig geladen werden muss, erscheint sofort die Begrüßung. Selbst bei einem brandneuen Gerät soll es genügen, sich mit einem Google-Konto anzumelden, damit sich das Laptop so verhält, als hätte der Besitzer schon seit Jahren damit gearbeitet - alle persönlichen Informationen holt der Rechner bei Google ab: Lesezeichen im Browser ebenso wie E-Mail, Kalenderdaten und sogar Software. Denn zur Google-Vision gehört auch ein neuer "Chrome Web Store", ein Einkaufsladen für Programme, die im firmeneigenen Chrome-Browser installiert werden. Die Anwendungen verhalten sich ähnlich wie Apps auf Android-Handys oder Apples iPhone: Sie haben wenig mit Webseiten gemein, sondern erinnern eher an traditionelle Software.

Der Web Store hat seit Dienstag geöffnet und lässt sich auch auf herkömmlichen Rechnern mit dem Chrome Browser nutzen. Zum Start besteht das Angebot aus etwa 500 Anwendungen - darunter Spiele, Malprogramme, Apps für Twitter und Facebook sowie die "New York Times" und Amazon. "Wir erwarten, dass die Zahl der Anwendungen sehr schnell steigen wird", so Pichai. "Unser Ziel ist es, dass Entwickler sehr leicht die 120 Millionen Menschen erreichen können, die Chrome benutzen." Viele der Browser-Erweiterungen sind kostenlos, doch Entwickler können ihre Miniprogramme auch verkaufen, ganz nach dem Vorbild des App Store von Apple. Laut Marktforscher Net Applications liegt der Chrome-Browser mit einem Marktanteil von etwa neun Prozent noch deutlich hinter Internet Explorer und Firefox, wächst aber schnell.

Ohne Apps geht nichts

Auf traditionellen Rechnern sind die Web-Anwendungen ein Extra - auf Laptops mit Google-Betriebssystem dagegen führt um sie kein Weg herum. Denn es gibt keinen herkömmlichen Weg, Dateien zu verwalten oder Programme zu installieren. Stattdessen wird alles über den Browser gesteuert. Wer ein Foto bearbeiten will, soll dazu eine Web-Anwendungen nutzen; wer einen Brief schreiben oder eine Tabelle erstellen möchte, soll auch das per Internet tun - etwa mittels Google Docs. Die Kalifornier bereiten ihre Bürosoftware gerade darauf vor, dass sie mit Chrome-OS-Geräten auch dann genutzt werden kann, wenn vorübergehend keine Verbindung zum Internet besteht, etwa auf einem langen Flug.

Erste Hardware-Daten

Preise für Laptops mit Chrome OS nennt Google bisher ebenso wenig wie Verkaufstermine. Software und Hardware steckten noch in der Entwicklungsphase, erklärte Pichai: "Wir haben noch einiges zu erledigen." Die Notebooks sollen aber grundsätzlich eine Kamera für Videotelefonie besitzen und nicht nur über Wlan ins Internet gehen können, sondern auch über einen eingebauten Mobilfunk-Chip. In den USA hat Google mit seinem Exklusiv-Partner Verizon ausgehandelt, dass Käufer eines Chrome-OS-Laptops eine Grundmenge an Daten kostenlos übertragen dürfen. Darüber hinaus lässt sich der Zugang zum Mobilnetz je nach Bedarf dazukaufen, ohne monatliche Grundgebühr. Wer in Deutschland oder Europa die Rolle des Mobilfunkpartners übernimmt, ließ Google offen.

Alle Daten, die auf Web-OS-Rechnern gespeichert werden, seien grundsätzlich verschlüsselt, betonte Pichai - das mache das Google-Betriebssystem, in Kombination mit weiteren Vorsichtsmaßnahmen, zum sichersten der Welt. "Bisher muss jeder Nutzer selbst dafür sorgen, dass die Software auf seinem Rechner immer auf dem neuesten Stand und das System vor Missbrauch geschützt ist", sagte der Google-Manager. Künftig will der Netzgigant seinen Kunden diese Last abnehmen, mit automatischen Software-Aktualisierungen und dem Versprechen, dass Daten, die auf Google-Rechnern gespeichert sind, vor Kriminellen sicherer sind als bisher auf der eigenen Festplatte - trotz Angriffen von Hackern, gegen die sich auch die Kalifornier immer wieder wehren müssen.

"Wenn alles klappt, hat das System viele Vorteile", sagt Roger Kay, Präsident der Unternehmensberatung Endpoint Technologies. Doch viele Menschen hätten bisher Bedenken, ihre Informationen ausschließlich im Netz zu speichern. "Die Leute zögern noch", sagt Kay, weil der Internetzugang nicht in jeder Lage gewährleistet sei und Onlinedienste ein hohes Maß an Vertrauen erforderten. Für Chrome OS gilt das mehr denn je: Zwar lässt sich mit den Google-Notebooks unbegrenzt im Netz herumsurfen, und wer will, kann seine E-Mail genauso bei Yahoo oder Web.de schreiben - doch gedacht ist das Betriebssystem in erster Linie für die nahtlose Zusammenarbeit mit Googles eigenen Angeboten. "Wer eh fürchtet, dass Google ihm ständig über die Schulter schaut, wird sich mit Chrome OS nicht wohl fühlen", sagt der Internet-Analyst Greg Sterling. "Allerdings dürfte das eher eine Minderheit sein." Google selbst verweist bei solchen Bedenken auf die Möglichkeit, sich als Gast anzumelden. "Das können Sie auch als Besitzer machen, und dann wird garantiert nichts Persönliches gespeichert", erklärt Sundar Pichai.

Verlockend für Unternehmen?

Für Unternehmen bietet Chrome OS potenziell den großen Vorteil, dass sich Firmen-Laptops aus der Ferne warten lassen: Hauseigene Techniker haben leichter als bei Windows- oder auch Apple-Computern die Möglichkeit, neue Apps zu aktivieren oder Daten zu pflegen. "Wenn der Preis stimmt, könnten diese Laptops für Unternehmen sehr verlockend sein", sagt Greg Sterling. So nimmt Google seinen Konkurrenten Microsoft gleich doppelt ins Visier: Wer ein Chrome-OS-Laptop kauft, braucht kein Windows mehr. Und Office lässt sich nicht installieren, sondern allenfalls in seiner Variante als Internetdienst nutzen. Auch da entgeht Microsoft plötzlich ein Vermögen, falls Laptops mit Chrome OS ein Hit werden. Gut die Hälfte seines Jahresumsatzes von etwa 45 Milliarden Euro erwirtschaftete der Softwaregigant im vorigen Jahr mit Windows und Bürosoftware.

"Google möchte eine ganze Schicht an Software aus dem Computer entfernen", sagt Roger Kay mit Blick auf das Betriebssystem, "und das trifft vor allem Microsoft." Allerdings glaubt der Analyst nicht, dass der Platzhirsch so leicht beiseite zu drängen ist: "Hier geht es um eine Technologie, die in vielen Unternehmen tief verankert ist", erklärt der Analyst. "Windows wird noch sehr lange eine Rolle spielen." Selbst wenn die Zukunft womöglich anderen gehören sollte.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(