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Google Drive, iCloud und Co.: Welcher Online-Speicher was bietet

Dropbox, iCloud, SkyDrive - und jetzt auch noch Google Drive: Der Kampf um die Daten der Nutzer ist entbrannt. Doch welcher Cloud-Dienst lohnt sich für wen? Eine Übersicht.

Von Christoph Fröhlich

Musik via USB-Kabel aufs Handy spielen? Fotos und Dokumente auf CDs brennen? Textdateien per E-Mail verschicken? Das ist Schnee von gestern. Die Zukunft gehört der Cloud - glaubt man jedenfalls der Werbung. Selbst im Vorabendprogramm im Fernsehen buhlen die Anbieter der virtuellen Datenspeicher mit aufwendigen Werbeclips um die Gunst der Zuschauer.

Doch nicht alle Speicherdienste eignen sich für jeden: Wer nur ein paar Fotos mit Freunden tauschen will, muss kein Vermögen bezahlen. Wer jedoch seinen gesamten Computer als Backup im Internet speichern will, kommt um kostenpflichtige Dienste nicht herum. Auch hier hat der Kunde die Qual der Wahl: Will man besonders viel Speicherplatz, empfiehlt sich Google Drive, geht es um Multimedia-Dienste am Fernseher, liegt die Telekom weit vorne. Beim Datenschutz punktet vor allem der Cloud-Anbieter Trend Micro mit SafeSync. Wir haben ein paar Dienste genauer angesehen.

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Google Drive

Speicherplatz:

bis zu 16 Terabyte

Preis:

5 Gigabyte kostenlos, Upgrade kostenpflichtig

Sicherheit & Datenschutz:

nur US-Datenschutzbestimmungen

Zusatzfunktionen:

viele unterstützte Formate, externe Apps

Google Drive

Geeignet für: Gelegenheitsnutzer bis Datenhorter

Googles Wolkentresor Google Drive bietet fünf Gigabyte kostenlosen Speicherplatz, auf Wunsch kann auf bis zu 16 Terabyte erhöht werden. Zum Vergleich: Bemisst man eine durchschnittliche MP3 mit einer Größe von vier Megabyte, passen vier Millionen Songs auf Googles Wolkenspeicher. Das ist ein Fünftel des gesamten iTunes-Katalogs. Das hat aber seinen Preis: Während 100 Gigabyte monatlich mit lediglich fünf Dollar zu Buche schlagen, kosten 16 Terabyte stolze 800 Dollar im Monat. Das Angebot lohnt sich also nur für leidenschaftliche Datensammler mit üppigem Geldbeutel oder für Firmen.

Auch sonst geizt der Suchmaschinenriese nicht mit Zusatzfunktionen: In Google Drive lassen sich Office-Dokumente erstellen (die Funktion von Google Docs) und Bilder, Dokumente oder Videos bequem teilen. Rund 30 Formate werden unterstützt, die sich via Browser öffnen lassen. Zudem lässt sich der Datenspeicher um externe Apps erweitern, mit denen man beispielsweise Videos bearbeiten kann - ein Novum für das Cloud-Geschäft. Auch eine Schrifterkennungssoftware, die Text in Bildern erkennt und durchsuchbar macht, gibt es auf der Online-Festplatte.

Bisher lässt sich Google Drive per Browser, PC- und Mac-Programm und via Android-Gerät bedienen, eine Version für iPad und iPhone soll demnächst folgen. Allerdings gibt es auch noch einige Kinderkrankheiten, vor allem auf Smartphones: So können einige Nutzer auf ihrem Android-Gerät keine Ordner anlegen, um ihre Dateien zu ordnen. Am Rechner können Verzeichnisse dagegen ordnungsgemäß angelegt und synchronisiert werden. Wenn einige Fehler ausgebessert sind und mehr Anwendungen zur Verfügung stehen, dürfte die Attraktivität von Googles Datenspeicher aber weiter steigen.

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Telekom Cloud

Speicherplatz:

26 Gigabyte, davon 1 Gigabyte für E-Mails

Preis:

kostenlos

Sicherheit & Datenschutz:

TÜV-zertifiziert, unterliegt deutschem Datenschutz

Zusatzfunktionen:

kann auch am TV genutzt werden

Telekom Cloud

Geeignet für: Gelegenheitsnutzer, die kein Geld für Speicherdienste ausgeben wollen.

Man muss kein Telekom-Kunde sein, um den kostenlosen 26-Gigabyte-Speicher in der rosa Cloud zu nutzen. Unter www.t-online.de/mediencenter kann man sich kostenlos für den Dienst registrieren. Der Speicher lässt sich auf mehrere Arten nutzen: Via Browser oder Smartphone-App (Apple iOS, Android oder Windows Phone) können Sie von überall auf die Dateien zugreifen. Die Besonderheit der Telekom-Cloud: Kunden des Entertain-Pakets können die Web-Festplatte auch über den Fernseher ansteuern und Bilder und Videos am TV genießen.

Über den Dienst Smartphone-Sync lassen sich Kontakte und Kalender synchronisieren, sofern man einen DSL-Zugang bei der Deutschen Telekom oder ein Entertain-Paket gebucht hat. Praktisch: Einzelne Fotos oder Ordner können für Freunde freigegeben werden, Musik kann direkt im Browser gehört werden.

Ein weiterer Vorteil: Die Telekom-Cloud unterliegt deutschen Datenschutzbestimmungen und ist TÜV-zertifiziert.

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Dropbox

Speicherplatz:

bis zu 132 Gigabyte

Preis:

bis zu 18 Gigabyte kostenlos, Upgrade kostenpflichtig

Sicherheit & Datenschutz:

nur US-Datenschutzbestimmungen

Zusatzfunktionen:

durch Freundeswerbung kann der Speicher gratis erhöht werden

Dropbox

Geeignet für: Gelegenheitsnutzer bis Datenhorter

Das Gratis-Tool Dropbox machte das Speichern in der Cloud einst populär, mittlerweile sind mehr als 50 Millionen Nutzer bei dem Dienst angemeldet. Dropbox überzeugt mit einer simplen Bedienung und zahlreichen Einbindungsmöglichkeiten für Webseiten und Blogs. Mit dem Programm erstellen Sie einen Ordner auf ihrem PC, die darin abgelegten Daten werden verschlüsselt auf einen Server geladen. Ein praktisches Feature: Überschriebene oder gelöschte Dateien lassen sich bei Dropbox wiederherstellen, in der kostenpflichtigen Version sogar zeitlich unbeschränkt.

Zu Beginn stehen zwei Gigabyte kostenlos zur Verfügung, laden Sie weitere Freunde zu dem Dienst ein, erhöht sich der Speicher um jeweils 500 Megabyte. Zusätzliche Gigabyte darüber hinaus lässt sich der Dienst aber teuer bezahlen: 100 Gigabyte kosten knapp 20 Dollar monatlich. Videos, Fotos oder Dokumente können auch mit Freunden geteilt werden, die nicht bei Dropbox angemeldet sind. Auch eine Facebook-Verknüpfung ist mit an Bord.

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Microsoft SkyDrive

Speicherplatz:

bis zu 125 Gigabyte

Preis:

bis zu 25 Gigabyte kostenlos, Upgrade kostenpflichtig

Sicherheit & Datenschutz:

TÜV-zertifiziert

Zusatzfunktionen:

Office-Dokumente können im Browser bearbeitet werden

Microsoft SkyDrive

Geeignet für: Gelegenheitsnutzer bis Datenhorter ohne Android-Gerät, die lediglich ein Backup ihrer Dateien anlegen wollen.

Microsoft hat seinen Cloud-Dienst SkyDrive kurz vor dem Start von Google Drive aktualisiert, sodass Nutzern jetzt sieben Gigabyte kostenlos zur Verfügung stehen. Wer schon vor dem 22. April den Dienst genutzt hat, erhält 25 Gigabyte. Auf Wunsch werden Dateien automatisch synchronisiert, wie man es auch von der Konkurrenz kennt. Besonders Office-Dateien (Word, Excel, Powerpoint) profitieren von dem schnellen Austausch, so können ähnlich wie bei Dropbox und Co. mehrere Nutzer an einem Dokument innerhalb des Browsers arbeiten.

Mit dem kommenden Betriebssystem Windows 8 werden weitere Funktionen für den Cloud-Dienst angeboten. Bereits angekündigt wurde eine Remote-Funktion, die es Nutzern ermöglichen soll, via Web-Browser auf die heimische Festplatte zuzugreifen.

Die hochgeladenen Dateien stehen im Browser oder als App für iOS-, OS-X- oder Windows-Phone-Geräte zur Verfügung. Allerdings gibt es noch einige Kinderkrankheiten, so funktioniert das Teilen von Inhalten auf dem Mac teilweise nicht. Android-Nutzer müssen bislang auf die Anwendung verzichten. Über die Apps können Dateien mit einer maximalen Größe von 2 Gigabyte getauscht werden.

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Trend Micro Safe Sync

Speicherplatz:

bis zu 100 Gigabyte

Preis:

bis zu 10 Gigabyte kostenlos, Upgrade kostenpflichtig

Sicherheit & Datenschutz:

TÜV-zertifiziert, unterliegt deutschem Datenschutz

Zusatzfunktionen:

durch Freundeswerbung kann der Speicher gratis erhöht werden

Trend Micro SafeSync

Geeignet für: Gelegenheitsnutzer bis Datenhorter, die Wert auf deutsche Datenschutzbestimmungen legen.

Das japanische Sicherheitsunternehmen Trend Micro ist einer der weltweiten Marktführer im Bereich Virenschutz und bietet einen kostenlosen Cloud-Speicher ("Safesync") mit zwei Gigabyte, der sich wie bei Dropbox durch Freundeswerbung erhöhen lässt - maximal gibt es zehn Gigabyte.

Im Großen und Ganzen bietet SafeSync nicht viel Neues, jedoch legt es großen Wert auf Datensicherheit: Wie auch die Telekom unterliegt Safesync dem deutschen Datenschutz, da die Server in Deutschland stehen. Jede Datei wird mit denselben Sicherheitsstandards wie beim Online-Banking verschlüsselt, selbst Mitarbeiter in den Rechenzentren sollen keinen Zugriff auf die persönlichen Daten haben. Zudem ist jede Datei auf zwei verschiedenen Festplatten gesichert, selbst beim Ausfall eines Rechenzentrums wäre die Datei noch verfügbar. Das hat seinen Preis: Für 100 Gigabyte werden jährlich 90 Euro fällig. Kündigt man das Abo, wird man wieder auf die kostenlose Speichergrenze zurückgestuft, man hat aber noch drei Monate Zeit, seine Daten zu sichern.

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iCloud

Speicherplatz:

bis zu 55 Gigabyte

Preis:

5 Gigabyte kostenlos, Upgrade kostenpflichtig

Sicherheit & Datenschutz:

nur US-Datenschutzbestimmungen

Zusatzfunktionen:

Musikdienst iTunes Match für 24,99 Euro pro Jahr

iCloud

Geeignet für: Apple-Nutzer

Apples Wolkenspeicher iCloud ist vor allem ein guter Synchronisierungsdienst und weniger ein klassischer Cloudspeicher. Sämtliche Daten wie Fotos, Bücher, Apps, Filme und gegen Aufpreis auch Musik werden auf allen auf den Anwender registrierten Geräten gesichert.

Knipst man mit dem iPhone ein Foto, ist das Bild wenige Sekunden später im Fotostream auf dem iPad zu sehen. Setzt man auf dem Apple-Tablet ein Lesezeichen, kann man mobil auf dem iPhone an derselben Stelle weiterlesen. Zum Start gibt es fünf Gigabyte Speicherplatz, will man mehr, muss man zahlen: Für 50 Extra-Gigabyte werden 80 Euro pro Jahr fällig.

Allerdings landet Apple in punkto Datenschutz hinter der deutschsprachigen Konkurrenz, so heißt es in den Nutzungsbedingungen: "Sie erklären sich damit einverstanden, dass Apple, ohne Ihnen gegenüber zu haften, auf Ihre Kontoinformationen und Ihre Inhalte zugreifen, diese nutzen, […] und/oder sonstige Dritten weitergeben darf, wenn Apple der Meinung ist, dass dies vernünftigerweise erforderlich oder angemessen ist[…]. Die Dateien sind zwar verschlüsselt, können von Apple aber jederzeit entschlüsselt werden.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.