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Uralt-Betriebssystem: Windows XP läuft immer noch auf jedem zehnten PC

Es läuft und läuft und läuft: Windows XP ist auch 15 Jahre nach Verkaufsstart auf jedem zehnten Rechner installiert. Das zeigt eine neue Untersuchung. Für Microsoft ist das Ergebnis erschreckend, doch Besserung ist in Sicht.

Windows XP ist immer noch auf jedem zehnten Rechner installiert

Windows XP ist immer noch auf jedem zehnten Rechner installiert

Windows XP war für Microsoft einer der größten Erfolge in der Unternehmensgeschichte. Denn obwohl es mit Windows 7, 8, 8.1 und 10 bereits vier Nachfolger gab, erfreut sich das Uralt- Betriebssystem immer noch großer Beliebtheit bei Nutzern rund um den Globus. 15 Jahre nach dem Start hat der Oldie immer noch einen weltweiten Marktanteil von 10,9 Prozent, wie Netmarketshare für den Monat März ermittelt hat. Das ist knapp jeder zehnte Rechner mit Internetzugang. Das reicht für Platz drei im Gesamtranking.

Immerhin: Windows 10, die aktuelle Version, ist mit 14,15 Prozent bereits auf dem zweiten Platz und wächst kontinuierlich. Angeführt wird das Feld nach wie vor von Windows 7, mit sieben Jahren mittlerweile auch kein Jungspund mehr, das einen stattlichen Marktanteil von 51,89 Prozent hat.

Mehr als 100 Millionen XP-Rechner

Offizielle Zahlen nennt Microsoft nicht. Doch auch andere Analysedienste bescheinigen Windows XP eine nach wie vor hohe Beliebtheit: Bei Statcounter liegt der Software-Methusalem bei 7,5 Prozent Marktanteil. Wie vielen Rechnern das entspricht, lässt sich nur schwer sagen. Bei weltweit mehr als 1,25 Milliarden PCs mit Windows-Betriebssystem dürften es mindestens 100 Millionen Rechner mit Windows XP sein. Dennoch ist der Trend stark rückläufig: Vor einem Jahr hatte Windows XP bei Netmarketshare noch 17 Prozent.

Windows XP ist Virenschleuder

Für Microsoft ist das eine begrüßenswerte Entwicklung, denn Windows XP wird seit April 2014 offiziell nicht mehr unterstützt. Es gibt keine Updates mehr, Sicherheitslücken werden nicht mehr gestopft. Die Rechner werden zur Zielscheibe von Hackern. Experten empfehlen deshalb dringend, auf ein modernes Betriebssystem zu wechseln. Für Microsoft-affine Nutzer sind Windows 7 und Windows 10 empfehlenswert. Beide Systeme werden noch ausreichend lange mit Updates versorgt.