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Playstation Vita im Test: Spiele-Kraftwerk für die Hosentasche

Sonys neue tragbare Spielkonsole Playstation Vita bietet Spitzen-Hardware und populäre Spielserien. Der teure Spaßriegel wird sich gegen Smartphones mit günstigen Spiele-Apps behaupten müssen.

Von Nina Ernst

Eine neue Konsole kommt! Diese Nachricht versetzt Spieler und Industrie jedes Mal wieder in Aufregung. Was kann das Gerät, ist es wirklich viel besser als der Vorgänger, wie kommt es an? Jetzt ist es wieder soweit: Sony veröffentlicht rund zwei Monate nach dem Start im Heimatmarkt Japan seine neue tragbare Spielekiste auch bei uns. Playstation Vita heißt der Nachfolger der vor sechseinhalb Jahren in Europa erschienen Playstation Portable (PSP).

Bessere Grafik als beim Vorgänger ist bei einer neuen Spielkonsole ebenso obligatorisch wie Verbesserungen der Spielsteuerung. Die Vita ist ein kleines Power-Paket, die Liste der Funktionen lang. Im Innern werkelt ein kräftiger Vierkern-Prozessor vom Fabrikat ARM Cortex A9. Das OLED-Display ist mit einem Durchmesser von fünf Zoll größer als die meisten Smartphones und Nintendos Konkurrenzkonsole 3DS. So weit, so theoretisch: Spiele wie das Action-Abenteuer "Uncharted: Golden Abyss" und das Rennspiel "Wipeout 2048" hauchen den sperrigen Begriffen ihr hübsch aussehendes Leben ein. Wenn "Uncharted"-Held Drake vor einer Gebirgskulisse herumspaziert oder in "Wipeout" Fahrzeuge in Hochgeschwindigkeit über futuristische Pisten düsen, sieht das für eine Handheld-Konsole sehr beeindruckend aus. Die Welten erscheinen knackscharf und voller Details auf der brillanten Mini-Mattscheibe.

Viele Arten der Steuerung

Doch Grafik ist nicht alles. Es zählt das Gesamtpaket. Wie sich die Spiele anfühlen, das Ganze sich steuern lässt. Sony fährt mit der Vita ein ganzes Bündel an Steuerungsmöglichkeiten auf. Wie beim Nintendo 3DS und den Smartphones gibt es einen Touchscreen, der in vielen Games eine Rolle spielt und die Menüführung ähnlich komfortabel macht wie beim Mobiltelefon. Scrollen, zoomen, schieben - das ist intuitiv, weil jeder es kennt.

Während der Nutzer bei manchen Titeln nur die Einstellungen per Fingerdruck vornimmt, sind andere Spiele wie die Tüftelei "Escape Plan" komplett auf die Fingersteuerung ausgelegt. Zusätzlich gibt es zum Greifen, Klettern und Anschubsen ein berührungsempfindliches Pad auf der Rückseite, das den Touchscreen ergänzt, aber bislang nur bei wenigen Spielen zum Einsatz kommt. Das blinde Anvisieren wirkt ungewohnt und fordert bei mancher Aktion etwas Übung. Zusätzlich unterstützen einige Games eine Bewegungssteuerung, bei der der Spieler mit dem Neigen der Vita zielt und lenkt.

Konsolenspieler fühlen sich am Wohlsten, wenn sie die seit Jahrzehnten bewährten Tasten und Schalter benutzen können. Die sind wie beim PS3-Controller gut angeordnet, wirken robust, und vor allem die beiden Analogsticks leisten sehr gute Dienste, sodass der Spieler auch Rennspiele und Action-Games komfortabel unter Kontrolle hat.

Die verschiedenen Steuerungsmethoden fügen sich gut zusammen und bieten ein schönes Komplettpaket. Chaotisch wird es manchmal, wenn der Spieler zwischen mehreren Eingabemöglichkeiten für eine Aktion wählen kann. Hat er in einer hektischen Spielszene die Wahl zwischen Knopfdruck und Touchpad, ist das verwirrend und kann wertvolle Sekunden kosten.

Trotzdem machen die Vielzahl der Möglichkeiten und die gute Umsetzung Spaß. Bei kleinen Spielen für zwischendurch wie "Everybody's Golf" ebenso wie beim kinoreifen "Uncharted", das mit den verschiedenen Eingabemöglichkeiten spielt. Nach einiger Zeit ist sogar manch ein Skeptiker fasziniert von der Spielekiste. Die liegt fast so gut in der Hand wie ein Controller, ist mit unter 300 Gramm relativ leicht und bietet zusätzliche Features. Zum Beispiel zwei Kameras für Videos und Fotos und zum Einsatz in Augumented-Reality-Spielen, in denen die Umgebung mit Hilfe abgefilmter Karten, die auf den Tisch gelegt werden, ihren Weg ins Spiel findet.

Speichern als Zusatzfeature?

Doch halt! Irgendetwas fehlt. Wo ist der Speicher? Irgendwo muss der Spieler doch seine Savegames und Profile ablegen. Bei all den Funktionen und Extras fehlt einer der Standards: interner Speicher. Ohne zusätzliche spezielle Speicherkarte guckt man bei den meisten Anwendungen in die Röhre. Schließlich müssen auch irgendwo die Games lagern, die es nicht nur im Laden, sondern auch oder sogar ausschließlich zum Download zu kaufen gibt.

Der Konsolenstart in Japan verlief bislang bescheiden. Während in der Startwoche knapp 325.000 Exemplare verkauft wurden, waren es in der darauffolgenden Weihnachtswoche nur noch gut 72.000 Stück. Im asiatischen Markt gingen insgesamt knapp über 500.000 Geräte über die Ladentheke. Es wird wohl noch etwas dauern, bis die hohen Erwartungen erfüllt werden, mit denen jeder Hersteller mit einem neuen Gerät die Umsätze des Vorgängers übertrumpfen will. Von den verschiedenen Versionen der PSP wurden weltweit über 73 Millionen Einheiten verkauft.

Ob die Vita das knacken kann, bleibt abzuwarten. Denn die Zeiten sind hart für Handeld-Konsolen. Schließlich besitzen an nicht nur Technikfans meist bereits ein leistungsfähiges Smartphone, das ebenfalls Spiele tauglich ist. Im Jahr 2010 wurden hierzulande mehr als 13 Millionen Handyspiele gekauft. Wer ein Smartphone hat, nutzt also auch passende Games.

Teurer Spaß

Die Geräte werden immer leistungsstärker, die Spielevielfalt wächst. Sogar Shooter und Online-Rollenspiele gibt es für das Handy. Also wozu noch noch zusätzlich viel Geld ausgeben? Die Vita kostet rund 250 Euro in der WiFi-Variante, rund 300 Euro werden für die Mobilfunk-Edition fällig. Hinzu kommen Speicherkarte (35 Euro für 8 GB) und Spiele, die in der Box-Version rund 30 bis 50 Euro kosten. Eine Menge Geld im Vergleich zu Handyspielen für 4,99 Euro.

Doch die Konsole richtet sich ganz klar an Vielspieler. An diejenigen, die nicht nur einmal die Woche zwischendurch ein Puzzlespiel knacken, sondern regelmäßig spielen wollen. Und für ihr Hobby bereit sind, Geld auszugeben. Anspruchsvolle Spielfans finden bestimmt Gefallen an der Kiste, die ausschließlich aufs Zocken ausgelegt ist und jedes Smartphone in Sachen Steuerung und Spielspaß abhängt. Doch wie lange noch? Trotz guter Grafik und Handhabung könnten die Stunden der Handheld-Konsolen bald gezählt sein, in wenigen Jahren die mobilen Spielautomaten aussterben. Dann, wenn die Handys noch leistungsfähiger und noch mehr auf Spiele ausgelegt werden.

Noch ist es nicht so weit und die Unterschiede zwischen Handheld und Telefon sind für Spieler gravierend. Zumindest dann, wenn es um umfangreiche Games statt kleiner Spielereien geht. Jetzt liegt es nur noch daran, die Vita-Spieler auch nach dem Start langfristig mit guten Games zu versorgen. Große Serien wie "Fifa", "Rayman", "Virtua Tennis" und "Mod Nation Racers" sind schon dabei. Doch wer viele Käufer will, muss langfristig Nachschub bieten.

Lesen Sie auch bei unserem Partner pcwelt.de: "Playstation Vita ist da - wir haben die Konsole ausprobiert"

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.