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"Wolfenstein II: The New Colossus" Hitler ohne Hitler-Bart: Die absurde Zensur der Bundesprüfstelle

Hitler ohne Schnurrbart, zum Schutz der Jugend. Wolfenstein - das ist eine Videospielreihe, in der man als Spieler Nazis bekämpfen muss. Am 27. Oktober ist der 10. Teil erschienen: "Wolfenstein II: The New Colossus".
In Deutschland erscheint das Spiel allerdings in einer stark veränderten Version - das hat Tradition. Nazisymbole und detailreiche Gewaltdarstellungen rufen stets die Zensurbehörde auf den Plan - die berüchtigte Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Um den wichtigen deutschen Markt nicht zu verlieren, reagieren Spielehersteller oft mit teilweise bizarren Anpassungen. Etwa, indem Gegner durch Roboter oder Blut durch grüne Farbe ersetzt wird.
So sieht die Cut-Szene in der für Deutschland bestimmten Version von Wolfenstein II: The New Colossus aus. Wie immer sind sämtliche Nazisymbole entfernt worden.
Besonders bizarr: Gegrüßt wird die Hitler-Spielfigur mit "Mein Kanzler". Er heisst hier auch nicht Hitler, sondern Heiler. Obendrein haben die Entwickler auch Hitlers Oberlippenbart entfernt. Für diese kruden Veränderungen gibt es im Netz viel Spott, auch in deutschen Medien. Schließlich bleibt trotzdem klar, dass es um Nazis geht.
Der Vorfall zeigt wieder einmal, wie dringend reformbedürftig die bundesdeutschen Jugendschutzgesetze sind.
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"Heil, mein Kanzler!": Das Videospiel "Wolfenstein II: The New Colossus" erscheint in Deutschland wieder einmal stark verändert. In der zensierten Version der Bundesprüfstelle mussten die Entwickler Hitler sogar rasieren.

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