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Google ehrt Physikerin: Hedwig Kohn: Die Optik war ihre Leidenschaft

Mit einem bunten Doodle verneigt sich Google heute vor einer bemerkenswerten deutschen Wissenschaftlerin. Selbst die Nazis konnten Hedwig Kohn nicht einschüchtern. Als eine von nur drei Frauen schaffte die Jüdin vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eine Habilitation in Physik.

Google Doodle Hedwig Kohn

Hedwig Kohn liebte die Physik. Als einer von wenigen Frauen gelang es ihr, vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland zu promovieren. Der Titel ihrer Arbeit: "Über das Wesen der Emission der in Flammen leuchtenden Metalldämpfe".  1930 wurden ihre Beiträge zur Neuauflage von "Müller-Pouillets Lehrbuch der Physik" als Habilitation anerkannt - und das kam einer Sensation gleich. Denn neben Lise Meitner und Hertha Sponer war Kohn die einzige, der das vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1938 gelang. Am 7. September wurde ihr jedoch die Lehrerlaubnis für das Physikalische Institut der Universität Breslau entzogen - Kohn stammte aus einer jüdischen  Familie. Sie musste aus Deutschland fliehen.

Spezialgebiet Optik

Im Alter von 46 Jahren emigrierte sie zunächst in die Schweiz und arbeitete am Lichtklimatorischen Observatorium in Arosa. 1938 bekam sie Lehraufträge für jeweils ein Jahr am Women's College der University of Carolina sowie in Virginia und an einer Privathochschule in Massachusetts. Dort wurde sie zehn Jahre später auch ordentliche Professorin. Auf ihrem Spezialgebiet, der Optik, forschte sie bis ins hohe Alter. Kohn starb am im November 1964 in ihrer Wahlheimat North Carolina.  

js