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Erster Blick auf neues iPad: So gut wird Apples HD-Tablet

Apple hat das neue iPad vorgestellt. Doch lohnt sich der Umstieg für iPad-2-Besitzer? stern.de hat das neue Tablet bereits ausprobiert.

Von Christoph Fröhlich, London

Wer kommenden Freitag das neue iPad kauft, dürfte zunächst ein wenig stutzen: Statt "iPad 3" oder "iPad HD" steht auf dem neuen Karton schlicht "iPad", genau wie beim Tablet-Großvater anno 2010. Eine mögliche Begründung liefert Cook gleich zu Beginn der Präsentation am Mittwoch: "Mit dem iPad haben wir etwas vollkommen Neues geschaffen." Es sei mehr als ein Gerät, es sei eine eigene Produktkategorie. Und eine enorm erfolgreiche: 15,4 Millionen iPads verkaufte Apple im vergangenen Quartal. Zum Vergleich: Das ist mehr als jeder andere PC-Hersteller unters Volk gebracht hat, egal ob Dell oder Asus.

Vertrautes Gefühl

Doch wie fühlt es sich an, das neue iPad mit dem alten Namen? Eigentlich wie immer. Manch einer könnte das langweilig nennen oder Apple fehlenden Mut vorwerfen. Doch in diesem Fall ist es einfach konsequent: Dass das Aussehen noch immer modern ist, beweisen die zahlreichen Nachahmer auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Eines kann vorweg gesagt werden: Keiner der bisher bekannten Herausforderer wird das neue iPad in diesem Jahr vom Thron stoßen. Leider. Denn gute Konkurrenz würde auch Apple zu der einen oder anderen überraschenden Innovation drängen. Stattdessen wird der Status Quo verwaltet und ein verbessertes iPad 2 herausgebracht. Getreu dem Motto: Evolution statt Revolution.

Bis auf ein paar Details sieht das dritte Apple-Tablet seinem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich. Im Inneren dagegen wurde das iPad runderneuert. Beim Test der neuen iLife-Produkte (enthält den Bilderdienst iPhoto, die Videobearbeitung iMovie und das Musikprogramm Garage Band) kann es seine neuen Qualitäten beweisen. Beeindruckend wie schnell und simpel ein Foto bearbeitet werden kann. Man muss sich nicht erst mit einem komplizierten Weißabgleich beschäftigen oder mühsam Gesichter markieren, die aufgehellt werden sollen. Hier ein Klick, da ein Klick, fertig ist das bearbeitete Bild.

Die Kraft der vier Herzen

Dank des neuen Grafikchips mit vier Rechenkernen geht das rasend schnell. Zoomt man beispielsweise in einer Full-HD-Aufnahme (in 1080p), geschieht dies ohne merkliche Verzögerung. Obwohl auf den Testgeräten Bilder mit einer Auflösung von bis zu 19 Megapixeln zu finden sind, kommt das Tablet nie ins Straucheln. Wie es bei Bildern von Kameras mit 24 und mehr Megapixeln aussieht, muss ein weiterer Test zeigen.

Zwar reichen die Funktionen der iPad-Version von iPhoto nicht an die Möglichkeiten eines Photoshops heran - doch das will das neue Softwarepaket auch gar nicht. Stattdessen gibt es Bearbeitungsmöglichkeiten, die selbst Techniklaien auf Anhieb verstehen.

Möchte man beispielsweise den Horizont in einem Bild begradigen (weil man die Kamera beim Knipsen des Sonnenuntergangs schief gehalten hat), erkennt die App automatisch den Horizont und markiert diesen. Jetzt kann der Nutzer das Bild optimieren, indem er es entweder manuell anpasst oder das iPad in die passende Richtung dreht. Das ist zwar nicht so genau wie die händische Arbeit, macht aber mehr Spaß und ist intuitiv.

Weit und breit kein Pixel

Doch das Steckenpferd des iPads ist nicht die Bildbearbeitung, sondern das Lesen von Büchern, Webseiten und Zeitschriften. Und hier zeigt das neue, extrem scharfe Retina-Display (Auflösung: 2048 mal 1536 Pixel) seine ganze Brillanz: knackig scharfe Schrift und leuchtende Farben so weit das Auge reicht. Selbst bei naher Betrachtung sind keine Pixel zu erkennen - Apple hat hier nicht zu viel versprochen.

Besitzer eines iPhone 4 oder 4S kennen solch ein Display bereits, der Überraschungseffekt hält sich daher in Grenzen. Im Grunde genommen war das Retina-Display auch längst überfällig - trotzdem sieht es auf einer Diagonale von 9,7 Zoll beeindruckend aus.

Allerdings: Sind die Apps nicht auf das hochauflösende Display angepasst, könnten einige Anwendungen - in unserem Testfall das Videospiel "Fifa 12" - etwas verwaschen aussehen. Der Grund ist simpel: Da das Spiel für eine niedrigere Auflösung entwickelt wurde, rechnet das neue iPad die Auflösung einfach hoch. Hier bleibt nichts weiter übrig, als auf eine Nachbesserung der Entwickler zu hoffen. Wie gut Spiele aussehen können, zeigte Mike Capps vom Spieleentwickler Epic Games (bekannt für seine "Unreal"-Reihe) beim Rollenspiel "Infinity Blade: Dungeons".

Auch die Kamera kann überzeugen, sticht aber nicht aus der Menge der Konkurrenten heraus. In der dunklen Testumgebung war das Bildrauschen ziemlich stark, für Urlaubsaufnahmen am Strand ist es aber mehr als okay. Die Kamera kann jetzt auch Videos in Full-HD aufnehmen. Ein Manko: Es gibt immer noch kein Blitzlicht.

Gute Haptik

Dass das neue iPad ein bisschen dicker und ein paar Gramm schwerer ist als der Vorgänger, fällt kaum auf. Und wer sich doch an den 50 Gramm mehr stört, sollte immer daran denken: Irgendwo muss der größere Akku ja hin. Denn niemand möchte ein Tablet, dem bereits nach drei Stunden die Puste ausgeht.

Zu dem schnellen LTE-Anschluss kann an dieser Stelle noch keine Aussage getroffen werden, da dieser nicht zur Pressevorstellung in London zur Verfügung stand. Im Netz wird bereits heiß diskutiert, ob und wie gut der neue Funkstandard in Deutschland unterstützt wird - denn die genutzten Frequenzen unterscheiden sich von Land zu Land. Auch die Informationen auf der offiziellen Apple-Webseite geben keine zufrieden stellenden Antworten: Dort heißt es, das neue iPad unterstützt LTE-Funknetze im Bereich von 700 beziehungsweise 2100 Megahertz. Üblich sind in Deutschland aber 800 oder 2600 Megahertz. Nähere Angaben gibt es spätestens zum Start am 16. März. Wer sich das neue iPad nur wegen der LTE-Unterstützung kaufen möchte, sollte deshalb mit der Vorbestellung warten.

Anmerkung der Redaktion: Mittlerweile hat Apple bestätigt, dass in Deutschland die US-Variante verkauft wird. Die unterstützten Frequenzen hängen vom eingebauten Chip ab und können deshalb nicht per Software-Update verändert werden, wie Sprecher der Mobilfunk-Anbieter Deutsche Telekom und Vodafone sagten. Damit wird der Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zum iPad 2 in Deutschland geringer ausfallen als in den USA. Mit dem Doppelkanal-HSPA+ komme das neue iPad aber immer noch auf bis zu 42 Megabit pro Sekunde, betont Apple. In den USA sollen es mit LTE mehr als 70 Megabit pro Sekunde sein.

Fazit

Das neue iPad überzeugt mit einem scharfen Display, das Fotos, Videos und Bücher in neuem Glanz erstrahlen lässt. Der neue Rechenchip leistet ganze Arbeit und sorgt für flüssige Animationen. Dank eines größeren Akkus geht dem iPad auch so schnell nicht die Puste aus - dafür ist das Tablet etwas dicker als vorher. Auch die Kamera ist besser als im Vorgängermodell, ein Blitzlicht sucht man aber nach wie vor vergebens. Wer noch kein iPad besitzt, kann bedenkenlos zugreifen.

Wer bereits ein Apple-Tablet hat, sollte sich genau überlegen: Sind die neuen Features für mich wichtig? Auch beim iPad 2 war der Bildschirm schon gut - an das neue Retina-Display kommt er aber nicht heran. Abseits von Videobearbeitung und Co. wird sich die höhere Rechenleistung nur minimal bemerkbar machen. Ob sich der Umstieg auch für iPad-Veteranen lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Es ist ein Kann, kein Muss.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.