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Stiftung Warentest Die besten WM-Fernseher

Die Stiftung Warentest hat 23 HDTV-Fernseher unter die Lupe genommen
Die Stiftung Warentest hat 23 HDTV-Fernseher unter die Lupe genommen
© Colourbox
Mit welchen TV-Geräten lässt sich die Fußball-WM in bester HD-Qualität genießen? Die Stiftung Warentest hat rechtzeitig vorm Anpfiff in Südafrika 23 aktuelle Fernseher unter die Lupe genommen. Nur einer fiel durch.

Am 11. Juni findet das Eröffnungsspiel der Fußball-WM 2010 in Südafrika statt, und die ganze Welt schaut auf das Land am Kap. Doch nicht jeder kann sich das Turnier live vor Ort anschauen, die meisten Fans müssen die Spiele am Fernseher verfolgen. Doch mit den TV-Geräten der neusten Generation ist das Fernsehbild so gut, dass auch in den eigenen vier Wänden ein echtes Fußball-Feeling aufkommt.

Die Stiftung Warentest hat für die Mai-Ausgabe von "Test" 23 aktuelle Fernseher mit unterschiedlichen Bilddiagonalen getestet, mit denen die WM in HD-Qualität empfangen werden kann. Bei einer Bilddiagonale von etwa 66 Zentimetern schnitt der Panasonic TX-L26C10E mit der Note "befriedigend" (2,6) am Besten ab. Bei 80 Zentimetern konnte sich der Metz Puros 32 FDHTV 100 mit einem "gut" (2,1) knapp gegen den Loewe Xelos 32 SL durchsetzen. Bei den Modellen mit einer Bilddiagonale von etwa 94 Zentimetern erhielt der Sony KDL-37V5800 die Bewertung "gut" (2,2). Und auch bei den Riesenbildschirmen bis zu 107 Zentimetern lag Sony vorn: Der KDL-40Z5800 bekam ebenfalls ein "Gut" (2,1). Insgesamt erhielten acht Fernseher das Testurteil "gut" und 14 Geräte ein "befriedigend". Nur der TechniSat TechniVision 26 ST fiel mit der schlechtesten Benotung "ausreichend" durch.

Vor dem Kauf

Die "Test"-Reaktion gibt einen eindeutigen Tipp: Vor dem Kauf sollte man bedenken, welche Signale man überhaupt empfängt. Was bringt der beste HD-Fernseher, wenn kein High-Definition-Signal übertragen wird? Die beste HD-Versorgung haben derzeit Nutzer von Satellitenanlagen. Inzwischen hat jeder dritte Haushalt eine eigene Schüssel auf dem Dach. Ist der neue Fernseher mit einem so genannten DVB-S-Eingang ausgerüstet, ist man für den WM-Genuss per Satellit bestens gerüstet. ARD und ZDF übertragen 46 Spiele kostenlos und unverschlüsselt in HDTV, darunter alle Partien des DFB-Teams, beide Halbfinale und das Endspiel.

Satellit, Kabel oder Antenne?

Auch die Privatsender Kabel 1, Pro7, RTL, Sat 1 und Vox übertragen HD-Inhalte per Satellit, allerdings sind die Sendungen per HD+ verschlüsselt. Dadurch lassen sich Mitschnitte verhindern. Wer sein Fernsehprogramm über das Kabelnetz bezieht, kann im Moment nur bei ARD, Arte und ZDF HD-Inhalte empfangen. Außerdem ist für die HD-Kanäle ein Umstieg von analogem auf digitalen Empfang nötig, was sich Kabel Deutschland mit 2,90 Euro im Monat extra vergüten lässt. Wer weder Satellit noch Kabel nutzt, sondern per DVB-T direkt über die Antenne fernsieht, schaut in Deutschland, was HD-Inhalte angeht, buchstäblich in die Röhre. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: In fast allen getesteten Fernsehern ist ein HDTV-fähiger DVB-T-Empfänger eingebaut. Die "Test"-Reaktion gibt allerdings den Tipp, lieber ein Gerät mit einer kleineren Diagonale zu kaufen, falls kein HD-Signal zur Verfügung steht. Analoges Kabel und DVB-T übertragen lediglich 720x576 Pixel, die Fernseher müssen das Bild auf 1920x1080 Pixel hochrechnen - was zu Fehlern und unruhigen Bilder führen kann. Bei einer Bildgröße von bis zu 80 Zentimetern konnten der Loewe Xelos 32 SL und der Philips 32PFL7404H überzeugen.

Der richtige Ton

Auch wenn die Testkandidaten fast durchweg gute Bilder zeigten, ist der Ton nicht bei allen Geräten hörenswert. Während der Panasonic TX-L32V10E hörbar schepperte, klang der Ton beim Grundig Vision 9 und beim Samsung UE37B6000 verzerrt. Die flachen TV-Geräte haben für gute Lautsprecher oft keinen Platz. Doch es gab auch Ausnahmen. Der Loewe Xelox 32 SL schnitt beim Ton mit Abstand am Besten ab und auch der Metz Puros konnte klanglich überzeugen. Die "Test"-Redaktion empfiehlt bei den meisten Testkandidaten für guten Ton den Anschluss an eine Stereo- oder Heimkino-Anlage.

Extra-Ausstattung

Aktuelle Fernseher können inzwischen sogar mit USB-Speichern umgehen. Auf den Datenträgern lässt sich nicht nur, wie bei den Grundig-Fernsehern und der TechniSat TechniLinie, das Fernsehprogramm aufzeichnen. Wer Fotos auf den USB-Sticks oder Festplatten gespeichert hat, kann diese auf dem Fernseher betrachten. Manche Fernseher surfen sogar im Internet. Während der Panasonic TX-L32V10E lediglich ausgewählte Seiten ansteuert, stellen die beiden größeren Philips-Fernseher das gesamte Web dar. Für die Darstellung von 3-D-Inhalten sind die getesteten Fernseher nicht geeignet. Allerdings gibt es derzeit auch noch keinen TV-Sender, der entsprechendes Material ausstrahlt.

Den vollständigen Fernseher-Test finden Sie in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift "Test", eine Datenbank mit insgesamt 258 getesteten Fernsehern unter www.test.de/fernseher.

bla

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