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Türkei Jale İnan: Wer war die Archäologin im heutigen Google Doodle?

Antike Skulptur des Herkules Farnese
Die türkische Archäologin Jane Inan fügte eine zerbrochene Kopie der antiken Skulptur Herkules Farnese zusammen (Symbolbild)
© Imago Images
Jale İnan hat in der Wissenschaft Geschichte geschrieben. Als erste türkische Frau arbeitete sie als Archäologin und wirkte an der Restauration mehrerer bedeutender antiker Kulturstätten mit. Google ehrt ihre Arbeit heute auf seiner Startseite.

Am heutigen Dienstag gedenkt Google der Archäologin Jale İnan. Sie ging in die Geschichte der Wissenschaft ein, da sie als erste türkische Frau in ihrem wissenschaftlichen Feld arbeitete. İnan wirkte an der Restauration mehrerer ältere Kulturstätten, wie dem römischen Apollon Tempel, mit. Ihre Forschungen bildeten die Grundlage für die Archäologie und Denkmalpflege in den türkischen Regionen Side und Perge.

In ihrer Berufswahl wurde sie wohl vor allem von ihrem Vater Aziz Ogan geprägt. Er leitete ab 1931 das Archäologische Museum in Istanbul. Trotz dieser positiven Voraussetzungen ging Jale İnan ihren eigenen Weg. Nach der Schule erhielt sie Stipendien an Universitäten in Berlin und München. Kurz nach ihrer Ankunft im Jahr 1939 brach allerdings der Zweite Weltkrieg aus. Trotzdem blieb İnan für ihre gesamte Studienzeit in Deutschland. Ihre Doktorarbeit über Opferrituale und römische Münzen schrieb sie 1943 in einem Bunker.

Wie Jale İnan Herkules zusammenfügte

Jale İnan machte in ihrer Karriere viele wichtige Entdeckungen. Um all ihre Artefakte ausstellen zu können, musste das Antalya Museum zweimal erweitert werden. Seit 2011 ist in diesem Museum auch die Skulptur der Herkules Farnese ausgestellt. Das Kunstwerk war im Laufe der Geschichte zerteilt worden. Der obere Teil des Körpers war lange Zeit im Museum of Fine Arts in Boston ausgestellt. İnans kämpfte Zeit ihres Lebens dafür, diesen Teil wieder zurück in die Türkei zu bringen, wo sich der Rest der Statue befand. Diese Geschichte wird im Google Doodle dargestellt. Jale Inan sollte die Rückkehr leider nicht mehr erleben, denn sie starb bereits zehn Jahre zuvor. 

Quellen: Tagesspiegel, Google Watch Blog

jus

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