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Neue Nutzungsbedingungen: Verbraucherzentralen mahnen Facebook ab

Die neuen Nutzungsbedingungen von Facebook sind seit Wochen umstritten - jetzt nimmt sich der Bundesverband der Verbraucherzentrale die neuen AGBs vor. Davor waren bereits Apple und Google dran.

"Facebook ist und bleibt kostenlos", heißt es, doch Daten sind eine begehrte Ware

"Facebook ist und bleibt kostenlos", heißt es, doch Daten sind eine begehrte Ware

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat das Online-Netzwerk Facebook abgemahnt. Nach Auffassung der Verbraucherschützer verstoßen 19 Klauseln aus den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie von Facebook gegen geltendes Recht.

Verwirrungen bei Facebook-Nutzern

Der Verband kritisiert insbesondere die Auswertung von Nutzerdaten zur Verknüpfung mit Werbung. "Für den Verbraucher erschließt sich nicht auf den ersten Blick, wann welche Daten für welche Zwecke verwendet werden", erklärte der Verband. Nach deutschem echt dürfen Unternehmen persönliche Daten nur verwerten, wenn die Nutzer dem zustimmen. Diese Einwilligung fehle bei Facebook.

Die Verbraucherschützer werfen Facebook außerdem vor, das eigene Geschäftsmodell zu verharmlosen. "Facebook ist und bleibt kostenlos", heißt es auf der Anmelde-Seite des Netzwerks. "Nutzerinnen und Nutzer zahlen zwar kein Geld für die Benutzung von Facebook. Dafür nutzt Facebook sämtliche Daten der Nutzer und verkauft diese in Form von personalisierten Werbeplätzen an werbetreibende Unternehmen", erklärte der Verbraucherzentralen Bundesverband. Die Informationen über die Nutzer seien für Facebook "bares Geld" wert.

Anlass der Abmahnung war auch die neue Datenschutzrichtlinie, die Facebook zum 31. Januar eingeführt hatte. Datenschützer und Politiker hatten die neuen Regeln deutlich kritisiert.

stb/DPA / DPA